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Schlüsselmolekül der Immunabwehr gegen Darmwürmer entdeckt
Parasitäre Würmer betreffen weltweit über 1,6 Milliarden Menschen. Ein neu entdeckter Immunmechanismus könnte künftige Therapien ermöglichen.

Parasitäre Würmer betreffen weltweit über 1,6 Milliarden Menschen. Ein neu entdeckter Immunmechanismus könnte künftige Therapien ermöglichen.

Helminthen sind Parasiten, die die Immunabwehr ihres Wirts mit molekularen Tricks umgehen. Forscher konnten nun den Mechanismus entschlüsseln und damit den Weg für Impfstoffe und Therapien ebnen.

Der Hakenwurm Necator Americanus ist vor allem als unerwünschter Parasit bekannt. Forscher sehen in ihm allerdings auch überraschendes Potenzial – als Schutz vor Diabetes.

Forscher haben ein vollautomatisches System zur Diagnose von Malaria aus Blutproben getestet. Die Genauigkeit der KI liege zwar noch unter der von Menschen, sei aber vielversprechend.

Afrikanische und europäische Partner bündeln im Rahmen des Projekts eWHORM ihre Kräfte, um gemeinsam den Fahrplan 2021-2030 für vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umzusetzen und die mit Wurminfektionen verbundene Krankheitslast zu reduzieren.

Mikroskopisch kleine Milben, die nahezu unser gesamtes Leben in unseren Poren leben, könnten bald gänzlich mit uns eins werden.

Eine neue Methode blockiert die Proteinregulation des Parasiten Toxoplasma gondii und führt zu seinem Absterben innerhalb der Wirtszelle.

Forschende haben gezeigt, dass Krankheitserreger die mitochondrialen Abwehrmechanismen ausschalten können, indem sie eine normale zelluläre Reaktion auf Stress aushebeln.

Forschende haben einen bisher unbekannten Signalweg aufgedeckt, der die T-Zellen des Immunsystems lange am Leben erhält. Das könnte der altersbedingten Abnahme der Abwehrhelfer entgegenwirken.

Forscher der ETH Zürich haben ein Gerät entwickelt, mit dem sich PCR-Tests unkompliziert auch außerhalb des Labors durchführen lassen – in weniger als 30 Minuten.

Forschende haben eine chemische Verbindung identifiziert, die sich vermutlich als Wirkstoff gegen gleich mehrere einzellige Parasiten eignet.

Die Sepsis wird häufig unterschätzt und in der Öffentlichkeit wenig beachtet. Dabei kann sie lebensbedrohlich sein: Rund 150.000 Menschen erkranken jedes Jahr an einer Sepsis, 70.000 Menschen sterben daran. Damit ist diese Erkrankung hierzulande die dritthäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Auch für an Covid-19 schwer erkrankte Patienten ist Sepsis eine große…

Ein Forschungsteam der Universität zu Köln hat in Amöben bisher unbeschriebene Bakterien entdeckt, die mit Legionellen verwandt sind und möglicherweise sogar Krankheiten hervorrufen können. Die Forscher aus der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Michael Bonkowski vom Institut für Zoologie haben eine der neuen Bakteriengattungen „Pokemonas“ genannt, da sie in kugelförmigen Amöben lebt,…

Eine Infektion mit parasitischen Eingeweidewürmern, sogenannten Helminthen, kann augenscheinlich dafür sorgen, dass virale Infektionen anderswo im Körper erheblich schwerwiegender verlaufen. Das zeigt eine Studie unter Federführung der Universitäten Kapstadt und Bonn. Demnach entwickelten Helminthen-befallene Mäuse nach einer Infektion mit Genital-Herpesviren deutlich gravierendere…

Am 22. Februar ist Welt-Enzephalitis-Tag. Ziel ist, Gehirnentzündungen als Krankheitsbild stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken. Denn sie können lebensbedrohlich sein und zu bleibenden Gehirnschäden führen. Die meisten Enzephalitiden werden weltweit durch Erreger verursacht, doch in nordeuropäischen Ländern werden inzwischen viele der Erkrankungen auch autoimmun…

Neurobiologen der Universität Heidelberg haben aufgeklärt, wie ein spezieller Rezeptor, der in den Kontaktstellen der Nervenzellen üblicherweise ein genetisches Schutzprogramm anschaltet, außerhalb synaptischer Kontakte zum Nervenzelltod führen kann. Ihre grundlegenden Erkenntnisse zu neurodegenerativen Prozessen führten die Forscher des Interdisziplinären Zentrums für Neurowissenschaften…

Was vor rund 25 Jahren als Grundlagenforschung begann, führte nun zur erfolgreichen Zulassung eines Medikaments: Der von Forschenden des Universitätsklinikums (UKHD) und der Medizinischen Fakultät Heidelberg gemeinsam mit dem DZIF und weiteren Partnern entwickelte Virusblocker Bulevirtide (Handelsname Hepcludex, ehemals Myrcludex B) wurde jetzt von der Europäischen Kommission zugelassen.

Forschende der Virologie und Veterinärbakteriologie der Universität Bern haben das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) geklont. Diese synthetischen Klone werden nun von Forschergruppen weltweit eingesetzt, um Corona-Proben zu testen, antivirale Medikamente zu finden, und möglichst rasch Impfstoffe zu entwickeln. Die in Bern entwickelte Methode kann zukünftig auch für die Bekämpfung anderer…

Forschenden an der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist es erstmals gelungen nachzuweisen, dass ein im Mund häufig vorkommender einzelliger Parasit bei Gewebezerstörungen und starken Entzündungsreaktionen beteiligt ist.

Verschmutzte Luft ist gesundheitsschädlich und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf- und Atemwegs-Erkrankungen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Universitätsmedizin Mainz haben in einer neuen Studie berechnet, dass Luftverschmutzung die Lebenserwartung der Menschen im globalen Durchschnitt stärker verringert als Infektionskrankheiten oder andere…

Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat erstmals untersucht, welche Auswirkungen eine gleichzeitige Infektion mit Pärchenegeln, wissenschaftlich Schistosomen, und dem Bakterium Helicobacter pylori hat – bei Menschen in manchen Regionen der Welt keine Seltenheit.

Mit zunehmender Gefahr durch multiresistente Keime werden neue Antibiotika dringender denn je benötigt. Allerdings unterscheiden Antibiotika nicht zwischen Krankheitserregern und nützlichen Mikroben. Sie können die empfindliche Balance des Mikrobioms zerstören – mit bleibenden Schäden. Forscher sind nun der Lösung dieser Probleme einen Schritt näher gekommen.

Ein Sonnenbrand und schöne Erinnerungen sind nicht immer das Einzige, was man aus dem Urlaub mit nach Hause bringt. Bisweilen sind auf der Rückreise Parasiten, Pilze, Viren oder Bakterien aus fernen Regionen mit an Bord, die sich später beim Patienten unangenehm bemerkbar machen und zum Teil sehr gefährlich werden können.

Ein neues Medikament erlaubt es, die Tropenkrankheit wirksam zu bekämpfen. Identifiziert wurde der Wirkstoff in Basel. Kürzlich verzeichnete das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut in Basel (Swiss TPH) einen großen Erfolg: Das Medikament Fexinidazol erhielt eine Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde und kurz darauf die Zulassung in der Demokratischen Republik Kongo. Fexinidazol…

Eine Computersimulation des Stoffwechsels von Plasmodien könnte nun den Weg zu einem Medikament ebnen, dass diese Parasiten auch dann abtötet, wenn sie sich "verstecken".

Trypanosomen, die Erreger der Schlafkrankheit, sind offenbar gerissener als bisher gedacht: Zusätzlich zu den bereits bekannten Mechanismen zur Aushebelung der Immunabwehr fanden Forscher jetzt einen weiteren verblüffenden Kniff der Parasiten – eine Tarnkappe aus Zucker.

Die Entfernung eines einzigen Gens bei der Stechmückenart Anopheles gambiae (dem wichtigsten Überträger des Malaria-Erregers auf den Menschen) kann diese gegenüber dem Malaria-Erreger Plasmodium resistent machen und somit ihre Fähigkeit der Übertragung auf den Menschen begrenzen. Die Ergebnisse der Studie (an dem auch das Inserm beteiligt war) wurde in der Fachzeitschrift PLoS Pathogens…

Parasiten wie Trypanosomen lösen schwere Krankheiten in Mensch und Tier aus, etwa die Schlafkrankheit. Darüber hinaus dienen sie der Forschung auch als Modellsystem, um grundlegende biologische Fragestellungen zu untersuchen. Forschende der Universität Bern haben nun aufgeklärt, wie Trypanosomen vorgehen, um bei der Zellteilung das «Kraftwerk» der Zelle gleichmäßig an die Tochterzellen zu…

Siemens Healthineers hat eine Vereinbarung zur Übernahme des in Luxemburg ansässigen Unternehmens Fast Track Diagnostics (FTD) unterzeichnet. FTD bietet weltweit Test für die Labordiagnostik an, die im Gegensatz zur reinen klinischen Untersuchung die Unterscheidung zwischen viralen, bakteriellen und anderen Infektionen mit einem einzigen Test ermöglichen. Mit der Integration der FTD-Produkte…

Spielt der Darm verrückt, kann eine Wurmkur Wunder wirken: Vergleichende Studien belegen, dass Würmer bei Autoimmunerkrankten helfen können. Leiden sie jedoch an entzündlichem Darmkrebs, schaden sie mehr als sie nützen. Das fanden Forscher des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen (UK Essen)…

Epilepsie ist eine der vier häufigsten neurologischen Erkrankungen. Die Therapie der Epilepsien hat in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. Ein chirurgischer Eingriff kann sogar zur Heilung führen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die am Kepler Uniklinikum mögliche SPECT-Untersuchung.

Ein neu entwickelter Wirkstoff tötet gezielt den Erreger der Schlaf- und der Chagas-Krankheit. Das berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München gemeinsam mit Kollegen der Technischen Universität München und der Ruhr Universität Bochum in ‚Science‘. Der Trick dabei: Die Forscher konnten zunächst durch Einsatz modernster Verfahren der Strukturbiologie…

Mitochondrien sind die "Kraftwerke" komplexer Zellen und versorgen diese mit Energie. Dazu brauchen sie Protein-Bausteine, die von außen importiert werden. Die dafür notwendigen "Protein-Import-Maschinen" haben sich über die Jahrmilliarden anders entwickelt als bisher angenommen, wie Berner Biochemiker herausgefunden haben. Dies wirft auch ein neues Licht auf die Evolution…

Neue Wege zur körpereigenen Virenbekämpfung entdeckte jetzt eine internationale Forschergruppe unter Beteiligung von Prof. Dr. Jörg F. Schlaak und Dr. Martin Trippler aus der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie Hepatologie (Direktor: Prof. Dr. Guido Gerken) der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen.

Viele Flüchtlinge kommen aus Ländern, in denen Lungenkrankheiten häufig sind, die Ärzte in Deutschland nur selten sehen. Die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) rechnet daher mit einem Anstieg von Erkrankungsfällen, die unter Umständen komplizierte Behandlungen erforderlich machen oder für die hiesigen Mediziner schwierig zu diagnostizieren sind.

Die in PLOS Medicine veröffentliche klinische Studie „Intramuscular Artesunate for Severe Malaria in African Children: A Multicenter Randomized Controlled Trial“ zeigt, dass eine vereinfachte intramuskuläre Malariatherapie mit derselben Effektivität schwer erkrankte Kinder heilen kann wie die derzeitig etablierte aufwendige Standardmethode.

Für den Patienten nicht belastend, mobil einsetzbar, mit breiter Anwendung und zudem kostengünstig – das macht den Ultraschall zu einer effektiven Methode bei der Diagnostik von Erkrankungen, die vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern auftreten.

Das Bundeskabinett beschloss am 13. Mai 2015 die neue Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020). In ihrer Pressemitteilung dazu betont die Bundesregierung die große Bedeutung eines gelebten One Health-Ansatzes und möchte diesen in Zukunft national und international stärken. Im Zusammenhang mit DART bedeutet das eine gemeinsame Anstrengung von Human- und Veterinärmedizin zur Senkung…

Für ihn kommt nicht nur sprichwörtlich der Strom aus der Steckdose, sondern am liebsten kaltes Atmosphärendruckplasma. Jedenfalls dann, wenn sich PD Dr. med. Georg Daeschlein aus der Universitätshautklinik der EMAU in Greifswald mit dessen medizinischen Möglichkeiten auseinandersetzt, ein Steckenpferd, dem er seit Jahren nachgeht. Und für dieses Plasma - stark vereinfacht - braucht's nur…
Neuentwickelte diagnostische Methoden erkennen auch noch kleinste Mengen des Malariaparasiten im menschlichen Blut. Das zeigt eine Studie, die in der Zeitschrift PLOS Medicine veröffentlicht wurde.

Siemens arbeitet an einem Verfahren, um Blutproben routinemäßig auf Malaria zu testen. Wissenschaftler der globalen Forschung Corporate Technology haben nun eine Methode gefunden, die aus den Messwerten eines Standard-Bluttests eine Indikation auf Malaria herausliest.

Merck Serono, eine Sparte der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, will in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Tropenkrankheit Bilharziose in Afrika ausrotten.

Die Robert-Koch-Stiftung hat den mit 100.000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis 2010 an Professor Dr. Max Dale Cooper, Atlanta, USA, verliehen. Mit der Robert-Koch-Medaille in Gold wurde Professor Dr. Fotis C. Kafatos, London, Großbritannien, ausgezeichnet. Die Preise überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Frau Annette Widmann-Mauz, am 12. November…