
News • Konnektom im Fokus
Glioblastome kapern Netzwerke des Gehirns
Eine neue Studie zeigt, dass ein Glioblastom ganze Netzwerke des Gehirns beeinträchtigt. Daraus lassen sich Informationen über die Überlebenschance des Patienten ableiten.

Mehr als 80 Milliarden Neuronen, Billionen von Synapsen und fast 6 Kilometer Nervenbahnen: Das Gehirn ist ein anatomisches Meisterwerk; es ist unsere Schaltzentrale, Speicher für Erinnerungen, Koordinator von Gedanken und Bewegung – und gibt der Wissenschaft nach wie vor Rätsel auf. In der Medizin stehen neben neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit und Parkinson auch zerebrovaskuläre Störungen wie der Schlaganfall sowie Hirntumoren wie Glioblastome im Fokus.

Eine neue Studie zeigt, dass ein Glioblastom ganze Netzwerke des Gehirns beeinträchtigt. Daraus lassen sich Informationen über die Überlebenschance des Patienten ableiten.

Fast alle Patienten mit Glioblastom erleiden nach Monaten oder Jahren einen örtlichen Rückfall. Eine neue Studie beleuchtet den Wert von MRT- und PET-Bildgebung für die Planung der Nachbestrahlung.

Um die Wirksamkeit von Medikamenten gegen Meningeome zu testen, setzten Forscher auf Hochdurchsatz-Verfahren und personalisierte Organoide. Dabei entdeckten sie vielversprechende Wirkstoffe.

Fokussierter Ultraschall ist ein vielversprechendes Verfahren zur Behandlung bösartiger Hirntumoren. Ein Forschungsprojekt soll helfen, die Wirkung des Verfahrens auf Tumorzellen besser zu verstehen.

Schäden durch Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und Frontotemporale Demenz (FTD) betreffen manche Nervenzellen mehr als andere. Diese Erkenntnis ist ein wichtiger Wegweiser für neue Therapieansätze.

Die neu zugelassenen Wirkstoffe Lecanemab und Donanemab öffnen neue Perspektiven für die Behandlung von Alzheimer. Die aktualisierte S3-Leitlinie Demenzen hat die Antikörper aufgenommen.

Prof. Rainer Surges, Direktor der Klinik und Poliklinik für Epileptologie am Universitätsklinikum Bonn, ist der neue Präsident der Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN).

Neurotechnologie rettet Leben – doch die Folgen eines Hacker-Angriffs auf ein Hirnimplantat wären desaströs. Ein Projekt entwickelt erstmals Cybersecurity-Maßnahmen für das neue Angriffsziel.

Wie verändert Brustkrebs bei Metastasen im Gehirn das Hirngewebe? Ein neues 3D-Modell bildet die Umgebung der Nervenzellen nach und soll so wichtige Erkenntnisse für künftige Therapien liefern.

Feine Strukturen an Auge, Augenhöhle und Gehirn lassen sich im MRT oft nur ungenau darstellen. Forschende haben nun einen Weg gefunden, die Bildqualität zu erhöhen und die Scan-Dauer zu verkürzen.

Spurensuche im Hirnwasser: Forscher haben das erste hochpräzise Verfahren entwickelt, das häufige Hirntumoren bei Kindern und Jugendlichen ohne operativen Eingriff diagnostizieren kann.

Dunkle Areale im MRT? Eine Pilotstudie zeigt, dass charakteristische „Flow-void“-Artefakte im Vestibulum (Gleichgewichtsorgan) entstehen können, wenn der Patient den Kopf nicht optimal hält.

Warum kommt es bei einigen Menschen nach einer Covid-19-Impfung zu Blutgerinnseln im Gehirn? Forscher haben nun einen wichtigen Mechanismus entschlüsselt, der Impfstoffe sicherer machen kann.

Kürzere Untersuchungszeit, höhere Bildauflösung, bessere Diagnosen: Knapp sechs Monate nach Inbetriebnahme eines KI-Tools zur MRT-Unterstützung ziehen Leipziger Neuroradiologen positive Bilanz.

Forschende zeigen nun, dass ein neuer Blutmarker – Brain-derived Tau (BD-tau) – das Ausmaß der Hirnschädigung nach einem ischämischen Schlaganfall über die Zeit abbilden kann.

Das Epstein-Barr-Virus kann unter bestimmten Bedingungen frühe, Multiple-Sklerose-ähnliche Schäden auslösen. Die Erkenntnis könnte dazu beitragen, Strategien zur Prävention von MS zu entwickeln.

Neue Erkenntnisse zu lebensbedrohlichen neurologischen Erkrankungen: Tagungspräsident Prof. Dr. Oliver Müller gibt Einblicke in Schwerpunkte und Highlights des 40. ANIM-Kongresses.

fMRT zählt zu den wichtigsten Verfahren der Hirnforschung. Doch eine neue Studie stellt die bislang gebräuchliche Interpretation der Daten zur neuronalen Aktivität grundsätzlich in Frage.

Der bislang umfassendste epigenetische Atlas für kindliche Krebserkrankungen verspricht ein besseres Verständnis von Hirntumoren bei Kindern und könnte neue Ansätze für Therapien liefern.