Schlagwort: Neurologie

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Therapie

Schlaganfall: Behandlung durch Elektrostimulation des Ganglion sphenopalatinum

Bei einem Hirninfarkt, d. h. einem Schlaganfall durch die Verstopfung eines Hirngefäßes mit einem Blutgerinnsel, muss schnellstmöglich die Durchblutung des Hirngewebes wiederhergestellt werden, da es sonst zu bleibenden Schäden kommt. Standardtherapien sind die Thrombolyse, d h. die medikamentöse Auflösung des Gerinnsels, oder bei Okklusion großer proximaler Arterien die Thrombektomie…

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Kryptogener Hirninfarkt

Neue Daten zur Prävention nach Schlaganfällen ungeklärter Ursache

Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Rauchen – die Ursachen für ischämische Schlaganfälle, die oft bei älteren Patienten mit Arterienverkalkung auftreten, sind meistens bekannt. Bei kryptogenen Schlaganfällen, die oft jüngere Menschen betreffen, ist die Ursache unbekannt. Expertenvermutungen zufolge verbergen sich dahinter häufig Embolien unbekannten Ursprungs. Da sie sich wiederholen…

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Neuro-degenerative Erkrankungen

Tiefe Hirnstimulation hilft Patienten bei Morbus Parkinson und Tremor

Im Rahmen der 70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) werden neue Erkenntnisse in der Therapie neuro-degenerativer Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Dystonie und Tremor präsentiert. Die Weiterentwicklung der Tiefen Hirnstimulation (THS), eines vor über 25 Jahren entwickelten minimalinvasiven neurochirurgischen Eingriffs, erweist sich als eine effiziente…

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Forschung

Blinddarm-OP erhöht Risiko für Parkinson

Patienten, bei denen der Blinddarm entfernt wurde, erkranken laut einer Studie unter der Leitung der Case Western Reserve University wahrscheinlicher an Parkinson. Für die retrospektive Analyse wurden Daten von mehr als 62,2 Mio. Patienten aus 26 US-Gesundheitssystemen ausgewertet.

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Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes

Schlaganfall: bis zu 20-mal häufiger bei Risikogruppen

Heute (10. Mai) ist der „Tag gegen den Schlaganfall“. Ein Schlaganfall kann jeden treffen, es ist daher wichtig, Krankheitssignale zu kennen und bei Bedarf schnell zu handeln. Grund genug für die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), an diesem Tag auch auf die Bedeutung der Prävention aufmerksam machen, auch weil die Rate ischämischer Schlaganfälle seit 2010 um mehr als 10%…

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Neurodegeneration

Chorea Huntington: Neue Studie gibt Anlass zur Hoffnung

Im New England Journal of Medicine wurde jetzt eine wegweisende Studie zur Therapie der Chorea Huntington publiziert. Bei dieser erblichen, neurodegenerativen Erkrankung entwickelt sich eine progrediente Bewegungsstörung mit unkoordinierten Muskelkontraktionen. Eine wirksame Therapie gibt es derzeit nicht. Nun konnte gezeigt werden, dass mit sogenannten Antisense-Oligonukleotiden das mutierte…

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Doppelte Herausforderung

Wenn Hirntumor und Epilepsie gemeinsam auftreten

Gehirntumoren und Epilepsie – zwei scheinbar unterschiedliche Erkrankungen, jedoch können beide gemeinsam auftreten. Diese Kombination ist nicht häufig, sie stellt aber für Betroffene und Ärzte eine Herausforderung dar. Privatdozent Dr. Pitt Niehusmann vom Oslo University Hospital erforscht diese Erkrankung mit einem Focused Fellowship der Stiftung Michael am Interdisziplinären…

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Netzhautscan

Wenn Schizophrenie ins Auge geht

Die Diagnose psychischer Erkrankungen wie Schizophrenie ist selbst für erfahrene Psychiater oft herausfordernd. Denn die Symptome können sehr vielfältig sein: Bei der Schizophrenie reichen sie von Halluzinationen und Wahnvorstellungen bis zur völligen Antriebslosigkeit, wie sie auch bei schweren Depressionen vorkommt. Die Suche nach biochemischen Markern im Blut oder Nervenwasser sowie nach…

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Antikörper im Nervenwasser

Multiple Sklerose: Möglicher Biomarker gefunden

Der Krankheitsverlauf von Multipler Sklerose (MS) ist sehr unterschiedlich und ein verlässlicher Biomarker, der die Entwicklung der Behinderung vorhersagt, fehlt bisher. Eine Arbeitsgruppe an der Technischen Universität München (TUM) hat nun in einem Forschungsprojekt des Krankheitsbezogenen Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) gezeigt, dass erhöhte Werte bestimmter Antikörper im…

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Treffen der Generationen

Senior Lab – weil Alter nicht gleich Alter ist

Wir leben in einer älter werdenden Gesellschaft, das hat sich inzwischen herumgesprochen. Umso überraschender ist es, dass der demographische Wandel nur wenig Berücksichtigung in der Labormedizin findet: Als Referenzwerte für Analysen dienen oft Daten jüngerer Jahrgänge – das kann zulasten der korrekten Interpretation bei Senioren führen. Prof. Dr. med. Kai Gutensohn, Geschäftsführer…

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Chronische Nervenschädigungen

Forscher finden Ursache für Neuropathien

Chronische Schädigungen des peripheren Nervensystems gehören zu den häufigen neurologischen Erkrankungen und werden durch Gendefekte, Entzündungen, Stoffwechselstörungen oder Medikamente verursacht. Erkrankte Menschen entwickeln eine langsam fortschreitende Neuropathie, die zu Gangschwierigkeiten bis hin zur Rollstuhlgebundenheit und zu Sensibilitätsstörungen wie Taubheit, Kribbeln und…

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Neurologische Komplikationen

Enteroviren: „Das Forschungspotential ist groß“

Die Veröffentlichung zu „Neurologischen Komplikationen bei Infektionen mit (neuen) Enteroviren“ im deutschen Fachmagazin „Der Nervenarzt“ – ausgehend von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) – sorgte für Aufsehen in der Fachwelt, da zu diesem Thema selten berichtet wird. Aus diesem Grund sprachen wir mit Prof. Martin Stangel über den aktuellen Stand in der klinischen Praxis…

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Behandlung

Tiefe Hirnstimulation lindert schwerste Depression

Menschen mit schwerster, behandlungsresistenter Depression können nicht nur akut sondern auch langfristig von einer Tiefen Hirnstimulation profitieren, wie Forscher des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Bonn in einer aktuellen Studie zeigen. Bei den 16 Patientinnen und Patienten wurde mittels hauchdünner Elektroden ein Teil des Belohnungssystems im Gehirn…

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Neurobildgebung

Diattenuation Imaging: Neue Bildgebung für die Hirnforschung

Ein neues Bildgebungsverfahren macht es möglich, Strukturinformationen über das Hirngewebe zu gewinnen, die bislang nur schwer zugänglich waren. Mit dem sogenannten „Diattenuation Imaging“ (DI), das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und der Universität Groningen entwickelt haben, lassen sich unter anderem Regionen mit vielen dünnen Nervenfasern von…

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Forschung

Ohne R-loops keine gesunde Zellentwicklung

Forscher der Universität von Edinburgh haben bei der Entwicklung gesunder Zellen die Rolle entscheidender Moleküle identifiziert. Die sogenannten "R-loops" werden bei der Zellentwicklung gebildet und sind hier von großer Bedeutung. Die neuen Studienergebnisse widerlegen die bisherige Annahme, dass sie für Zellen schädlich sind.

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Neurologie

Epilepsie: Dreiecksbeziehung im Gehirn

Wenn es im Gehirn zu einem epileptischen Anfall kommt, dann geraten die Nervenzellen aus ihrem gewohnten Takt und feuern in einem sehr schnellen Rhythmus. Ursache ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Wissenschaftler der Universität Bonn haben nun die wichtige Rolle eines Beteiligten entdeckt: α2δ4 (alpha2delta4). Es handelt sich dabei um einen zentralen Player zwischen den…

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Orientierungssinn

Wenn Alter und Krankheit am Kompass rütteln

Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Und wo befinden wir uns eigentlich in diesem Moment? Antworten darauf liefert unser räumlicher Orientierungssinn – ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Zellen im Gehirn. Auf der Konferenz „Interdisciplinary Symposium on Spatial Cognition in Aging and Neurodegeneration“ (iSCAN) diskutierten im November 2018 in Magdeburg rund 70 Experten über alters-…

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Autoimmun-Krankheit

Multiple Sklerose: Forscher finden neue Immunzellen

Mit einer neuen, hochauflösenden Methode zur Untersuchung von Einzelzellen haben Forscher bislang völlig unbekannte Immunzelltypen im Verlauf von Multipler Sklerose (MS) im entzündeten Gehirn gefunden. Das Team unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg konnte zusammen mit Forschern aus München eine Art Immunzell-Atlas für das Gehirn erstellen. Sie zeigten außerdem, wie diese Zellen…

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Toxizität

Parkinson: Schadet Levodopa mehr, als es hilft?

Die derzeit wirksamste medikamentöse Standardtherapie der Parkinson-Erkrankung ist die Behandlung mit Levodopa (L-Dopa) oder mit direkt wirkenden Dopaminrezeptoragonisten (DA). Levodopa wird seit mehr als 40 Jahren verordnet. Die deutliche Verbesserung der Krankheitssymptomatik durch die Substitution von Dopamin ist bekannt, Levodopa ist kostengünstig und sehr wirksam. Trotzdem werde die…

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Capsaicin

Mit Chilischärfe gegen Neuropathien

Capsaicin ist den meisten aus der Küche bekannt, wo es vielen Gerichten die nötige Schärfe verleiht. Doch der feurige Inhaltsstoff der Chili heizt nicht nur dem Gaumen ein, sondern auch neuropathischen Schmerzen. Immer mehr Studien attestierten dem Alkaloid eine sehr gute Wirksamkeit beim Kampf gegen Nervenschmerzen, die durch Verletzungen oder Erkrankungen von schmerzleitenden Fasern…

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