Schlagwort: Neurologie

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Doppelte Herausforderung

Wenn Hirntumor und Epilepsie gemeinsam auftreten

Gehirntumoren und Epilepsie – zwei scheinbar unterschiedliche Erkrankungen, jedoch können beide gemeinsam auftreten. Diese Kombination ist nicht häufig, sie stellt aber für Betroffene und Ärzte eine Herausforderung dar. Privatdozent Dr. Pitt Niehusmann vom Oslo University Hospital erforscht diese Erkrankung mit einem Focused Fellowship der Stiftung Michael am Interdisziplinären…

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Netzhautscan

Wenn Schizophrenie ins Auge geht

Die Diagnose psychischer Erkrankungen wie Schizophrenie ist selbst für erfahrene Psychiater oft herausfordernd. Denn die Symptome können sehr vielfältig sein: Bei der Schizophrenie reichen sie von Halluzinationen und Wahnvorstellungen bis zur völligen Antriebslosigkeit, wie sie auch bei schweren Depressionen vorkommt. Die Suche nach biochemischen Markern im Blut oder Nervenwasser sowie nach…

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Antikörper im Nervenwasser

Multiple Sklerose: Möglicher Biomarker gefunden

Der Krankheitsverlauf von Multipler Sklerose (MS) ist sehr unterschiedlich und ein verlässlicher Biomarker, der die Entwicklung der Behinderung vorhersagt, fehlt bisher. Eine Arbeitsgruppe an der Technischen Universität München (TUM) hat nun in einem Forschungsprojekt des Krankheitsbezogenen Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) gezeigt, dass erhöhte Werte bestimmter Antikörper im…

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Treffen der Generationen

Senior Lab – weil Alter nicht gleich Alter ist

Wir leben in einer älter werdenden Gesellschaft, das hat sich inzwischen herumgesprochen. Umso überraschender ist es, dass der demographische Wandel nur wenig Berücksichtigung in der Labormedizin findet: Als Referenzwerte für Analysen dienen oft Daten jüngerer Jahrgänge – das kann zulasten der korrekten Interpretation bei Senioren führen. Prof. Dr. med. Kai Gutensohn, Geschäftsführer…

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Chronische Nervenschädigungen

Forscher finden Ursache für Neuropathien

Chronische Schädigungen des peripheren Nervensystems gehören zu den häufigen neurologischen Erkrankungen und werden durch Gendefekte, Entzündungen, Stoffwechselstörungen oder Medikamente verursacht. Erkrankte Menschen entwickeln eine langsam fortschreitende Neuropathie, die zu Gangschwierigkeiten bis hin zur Rollstuhlgebundenheit und zu Sensibilitätsstörungen wie Taubheit, Kribbeln und…

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Neurologische Komplikationen

Enteroviren: „Das Forschungspotential ist groß“

Die Veröffentlichung zu „Neurologischen Komplikationen bei Infektionen mit (neuen) Enteroviren“ im deutschen Fachmagazin „Der Nervenarzt“ – ausgehend von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) – sorgte für Aufsehen in der Fachwelt, da zu diesem Thema selten berichtet wird. Aus diesem Grund sprachen wir mit Prof. Martin Stangel über den aktuellen Stand in der klinischen Praxis…

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Behandlung

Tiefe Hirnstimulation lindert schwerste Depression

Menschen mit schwerster, behandlungsresistenter Depression können nicht nur akut sondern auch langfristig von einer Tiefen Hirnstimulation profitieren, wie Forscher des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Bonn in einer aktuellen Studie zeigen. Bei den 16 Patientinnen und Patienten wurde mittels hauchdünner Elektroden ein Teil des Belohnungssystems im Gehirn…

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Neurobildgebung

Diattenuation Imaging: Neue Bildgebung für die Hirnforschung

Ein neues Bildgebungsverfahren macht es möglich, Strukturinformationen über das Hirngewebe zu gewinnen, die bislang nur schwer zugänglich waren. Mit dem sogenannten „Diattenuation Imaging“ (DI), das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und der Universität Groningen entwickelt haben, lassen sich unter anderem Regionen mit vielen dünnen Nervenfasern von…

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Forschung

Ohne R-loops keine gesunde Zellentwicklung

Forscher der Universität von Edinburgh haben bei der Entwicklung gesunder Zellen die Rolle entscheidender Moleküle identifiziert. Die sogenannten "R-loops" werden bei der Zellentwicklung gebildet und sind hier von großer Bedeutung. Die neuen Studienergebnisse widerlegen die bisherige Annahme, dass sie für Zellen schädlich sind.

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Neurologie

Epilepsie: Dreiecksbeziehung im Gehirn

Wenn es im Gehirn zu einem epileptischen Anfall kommt, dann geraten die Nervenzellen aus ihrem gewohnten Takt und feuern in einem sehr schnellen Rhythmus. Ursache ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Wissenschaftler der Universität Bonn haben nun die wichtige Rolle eines Beteiligten entdeckt: α2δ4 (alpha2delta4). Es handelt sich dabei um einen zentralen Player zwischen den…

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Orientierungssinn

Wenn Alter und Krankheit am Kompass rütteln

Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Und wo befinden wir uns eigentlich in diesem Moment? Antworten darauf liefert unser räumlicher Orientierungssinn – ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Zellen im Gehirn. Auf der Konferenz „Interdisciplinary Symposium on Spatial Cognition in Aging and Neurodegeneration“ (iSCAN) diskutierten im November 2018 in Magdeburg rund 70 Experten über alters-…

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Autoimmun-Krankheit

Multiple Sklerose: Forscher finden neue Immunzellen

Mit einer neuen, hochauflösenden Methode zur Untersuchung von Einzelzellen haben Forscher bislang völlig unbekannte Immunzelltypen im Verlauf von Multipler Sklerose (MS) im entzündeten Gehirn gefunden. Das Team unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg konnte zusammen mit Forschern aus München eine Art Immunzell-Atlas für das Gehirn erstellen. Sie zeigten außerdem, wie diese Zellen…

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Toxizität

Parkinson: Schadet Levodopa mehr, als es hilft?

Die derzeit wirksamste medikamentöse Standardtherapie der Parkinson-Erkrankung ist die Behandlung mit Levodopa (L-Dopa) oder mit direkt wirkenden Dopaminrezeptoragonisten (DA). Levodopa wird seit mehr als 40 Jahren verordnet. Die deutliche Verbesserung der Krankheitssymptomatik durch die Substitution von Dopamin ist bekannt, Levodopa ist kostengünstig und sehr wirksam. Trotzdem werde die…

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Capsaicin

Mit Chilischärfe gegen Neuropathien

Capsaicin ist den meisten aus der Küche bekannt, wo es vielen Gerichten die nötige Schärfe verleiht. Doch der feurige Inhaltsstoff der Chili heizt nicht nur dem Gaumen ein, sondern auch neuropathischen Schmerzen. Immer mehr Studien attestierten dem Alkaloid eine sehr gute Wirksamkeit beim Kampf gegen Nervenschmerzen, die durch Verletzungen oder Erkrankungen von schmerzleitenden Fasern…

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Gentherapie

Heilung von Nervenschäden durch Muskelprotein

Geschädigte Nervenfasern des Zentralen Nervensystems (ZNS) im Gehirn, Sehnerv oder Rückenmark sind normalerweise nicht regenerationsfähig. Grund dafür ist unter anderem, dass Nervenfasern die Proteine, die für ihr Nachwachsen notwendig sind, nicht oder nur unzureichend bilden. Das Team des Lehrstuhls für Zellphysiologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) unter Leitung von Prof. Dr. Dietmar…

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Positronen-Emissionstomographie

So ein Glück – PET bringt Gefühle zum Leuchten

Kann man Glück sichtbar machen? Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung in Köln sind zumindest nahe dran: Sie haben jetzt eine Methode entwickelt, mit der man die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin im Gehirn sichtbar machen kann. Nervenzellen in unserem Gehirn kommunizieren untereinander mit Hilfe dieses und weiterer Botenstoffe. Sie werden gezielt von einer…

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Neurodegenerative Erkrankungen

Alzheimer & Co.: Neue Nervenzellen bringen Gehirnfunktion auf Trab

Die meisten Nervenzellen im menschlichen Gehirn entstehen aus Hirnstammzellen während der Embryonalentwicklung. Forscher sind nun der Frage nachgegangen, ob sich dieser Prozess auch im späteren Leben stimulieren lässt. Die Ergebnisse könnten bei der Bekämpfung neurodegenerativer Krankheiten wie Alzheimer eine wichtige Rolle spielen. Nach der Geburt verbleibt eine kleine Anzahl von…

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Manganvergiftung

Parkinson: Neuer Mechanismus entdeckt

Eine neue Röntgenstudie enthüllt einen zentralen Mechanismus bei bestimmten erblichen parkinsonartigen Erkrankungen. Die Untersuchung zeigt detailliert, wie die Vergiftung mit dem Metall Mangan in der Zelle abläuft, die zu parkinsonartigen Symptomen führt. Das Mangan sammelt sich demnach bei einem speziellen Gendefekt im sogenannten Golgi-Apparat in der Zelle an. Das haben Untersuchungen beim…

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Multiple Sklerose

MS-Diagnostik: Eine Er­kundung von Raum und Zeit

Multiple Sklerose (MS) ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Ausschlaggebend für die Prognose sind eine frühe Diagnose und Therapie. Neben der klinischen Untersuchung nimmt die Magnetresonanztomographie den höchsten Stellenwert in der Diagnosestellung und der Detektion der Krankheitsaktivität bei MS ein. Wie man die Krankheit im MRT-Bild erkennt, gehört zum Basiswissen eines jeden…

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Neurologie

Alzheimer: Defekte Immunzellen können Ursache sein

Mutationen des Gens TREM2 können das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, erheblich erhöhen. In einer aktuellen Studie beleuchten Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Ludwig-Maximilians-Universität München, warum TREM2 für die Gesundheit des Gehirns so wichtig ist. Sie zeigen, dass TREM2 Immunzellen des Gehirns dazu aktiviert, vor allem im…

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Forschung am Neocortex

Dieses Gen lässt das Gehirn wachsen

Für das große Gehirn des Menschen ist ein bestimmtes Gen verantwortlich. Forscher in Dresden fanden nun heraus, das das auch bei anderen Spezies funktionieren kann. Das menschliche Gehirn verdankt sein charakteristisches, gefaltetes Aussehen seiner äußeren Schicht, der Großhirnrinde. Während der Evolution des Menschen vergrößerte sich der Neocortex, der evolutionär jüngste Teil der…

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