
Multiresistente Bakterien weiter auf dem Vormarsch
Die Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie trifft sich vom 11. bis 13. Oktober zur Jahrestagung 2012 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden.

Die Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie trifft sich vom 11. bis 13. Oktober zur Jahrestagung 2012 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden.
Das novellierte Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass die Stellenbesetzung für das Hygienefachpersonal bis zum Jahr 2016 in allen Bundesländern vollzogen sein muss. Die personellen Vorgaben sind in der vorgegebenen Frist für Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin (Krankenhaushygieniker) nicht zu erfüllen.

Über 180 Vertreter deutscher Kliniken trafen sich in Berlin, um sich mit Experten über die Folgen des novellierten Infektionsschutzgesetzes für ihren Arbeitsalltag auszutauschen. Auf dem von der "Initiative Infektionsschutz" und der "PEG – DIE AKADEMIE" organisierten Berliner Hygienesymposium 2012 wurden Strategien und Maßnahmen zur Eindämmung nosokomialer Infektionen lebhaft diskutiert.

Mit MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ist nicht zu spaßen. So ist das Bakterium in der Lage Lungenentzündungen, langwierige Wundinfekte oder gar tödliche Blutvergiftungen zu verursachen.

Zur Unterstützung von Gesundheitseinrichtungen hat die Initiative Infektionsschutz einen Katalog messbarer Qualitätsindikatoren entwickelt. Auszüge der erarbeiteten Qualitäts- kriterien wurden erstmalig im Dezember 2011 im Rahmen eines Workshops des AQUA-Instituts zum Thema „Vermeidung von nosokomialen Infektionen“ vorgestellt.

Auf der medica 2011 hat ulrich medical erstmals seine neuen Einwegmanschetten für Blutsperre- anwendungen in den Größen S, M und L präsentiert. Kaum drei Monate später gibt es wieder Neuigkeiten aus Ulm: Der Hersteller deutscher Blutsperregeräte bietet nun auch konische Einweg- manschetten in der Größe XL an.

Zwei drängende Sicherheitsaspekte standen im Fokus der beiden Auftaktveranstaltungen, mit denen das BD Medical College im Oktober dieses Jahres seine Pforten öffnete: Nadelstichverletzungen des medizinischen Personals sowie katheterassoziierte Infektionen des Patienten. Übergreifendes Ergebnis der hochrangig besetzten Expertenrunden: Auf beiden Gebieten herrscht immer noch hoher…

In deutschen Krankenhäusern infizieren sich jährlich allein rund 20 000 Patienten mit dem multiresistenten Erreger MRSA. Neben dem hohen Leidensdruck und den gesundheitlichen Gefahren für Patienten verursacht diese Infektion den Krankenhäusern nach Schätzungen Zusatzkosten von bis zu 175 Millionen Euro pro Jahr.

Medienberichte zu Folge ist die Zahl der multiresistenten Krankenhauskeimen (MRSA) um ein Drittel gestiegen. Das Gesundheitsministerium NRW stellt fest: Nach Schätzungen von Expertinnen und Experten sind in Nordhein-Westfalen 30.000 bis 50.000 Menschen mit MRSA besiedelt.

Mehr als 70 internationale Experten für Infektionskrankheiten, Mikrobiologie und Epidemiologie riefen auf dem World HAI Forum dazu auf, aktiv zu werden, um eine Gesundheitskatastrophe durch die Entstehung und Ausbreitung von Bakterien zu verhindern, die gegen Antibiotika resistent sind.

Nicht jede Krankenhausinfektion muss klassischerweise eine nosokomiale Ursache haben. Auch Gelenkprothesen können während eines orthopädischen Eingriffs mit Mikroorganismen in Berührung kommen und zu frühen oder verzögerten Infektionen führen.
Die Initiative Infektionsschutz stellt ihre Arbeit jetzt auch auf einer eigenen Homepage vor. Angesichts von jährlich mehr als 600.000 Patienten, die an nosokomialen Infektionen erkranken, und bis zu 15.000 Menschen, die laut Robert Koch-Institut daran sterben, haben wirkungsvolle Gegenstrategien höchste Priorität. Denn nach Aussage von Fachleuten ist ein Drittel der Infektionen vermeidbar.

In Deutschland sterben jedes Jahr fast 20.000 Menschen an nosokomialen Infektionen. Dies äußerte der Direktor des Max-Planck-Institutes für Infektionsbiologie in Berlin, Professor Stefan Kaufmann am Rande eines Kongresses in Washington. Auf der 2. I.O.E. HealthBusiness "Hygiene", am 16. Juni 2011, in Düsseldorf präsentieren & diskutieren namhaften Experten gesetzliche…

Die Aufbereitung von Einmalmedizinprodukten gilt in Klinikkreisen als Quelle der Kostensenkung, jedoch fehlten bislang verlässliche Zahlen. Jetzt hat das Centrum für Krankenhausmanagement an der Universität Münster unter Federführung des Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff dem EU-Gesundheitskommissar John Dalli ein Gutachten vorgelegt. Aus dem Papier geht klar hervor: Die…

Als großen Schritt nach vorne hat der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Krankhaushygiene begrüßt. Er schaffe die Voraussetzung für einheitliche Hygienestandards in ganz Deutschland und biete die Chance, die Gefährdung insbesondere von Krankenhauspatienten durch multiresistente Keime wirksam einzudämmen, betonte…

Fast jeder Dritte Klinikmitarbeiter bewertet die Hygiene in der eigenen Klinik als mangelhaft. Noch verheerender urteilten Patienten und deren Angehörige: Hier vergaben jeweils 35 Prozent der Umfrageteilnehmer die Noten "ausreichend" und "mangelhaft". Das ergab eine gemeinsame, nicht repräsentative Internet-Umfrage im so genannten Trendbarometer der Marburger Bund Zeitung,…

Mindestens eine halbe Million Menschen werden laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) in Kliniken und Krankenhäusern durch Infektionen mit multi-resistenten Bakterien, Pilzen, Viren oder Protozoen infiziert. Ursachen können Mängel in der hauseigenen Infrastruktur oder unzureichende Technik sein. Ein komplexes System aus Klimatechnik, Reinraumtechnologie und allgemeinen…

Die Aufbereitung von Einmal-Medizinprodukten ist in Europa gängige Praxis. Doch immer wieder tauchen Fragen nach den Risiken für Patienten und Anwender auf. Eine Art Risiko-Bestandsaufnahme hat jetzt die EU-Kommission vorgelegt. Deutsche Experten halten den Bericht für prinzipiell richtig, aber unausgewogen.

Hygiene sollte in einem Krankenhaus an erster Stelle stehen. Dennoch infizieren sich jährlich laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft mindestens eine halbe Million Klinikpatienten mit multi-resistenten Bakterien, Pilzen, Viren oder Protozoen. Das Robert Koch Institut geht von 15.000 Todesopfern durch Krankenhauskeime pro Jahr aus.

MRSA gilt als Staatsfeind Nr. 1 in der Krankenhaushygiene. Aufgrund des weltweiten Anstiegs von nosokomialen Infektionen geriet der so genannte „Superbug“ vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit. Aber nicht nur antibiotikaresistente Staphylokokken, auch andere resistente Keime befinden sich auf dem Vormarsch. In den letzten zehn Jahren nahmen z. B. gramnegative Enterobakterien, die die…

Gerade zu stoisch wurde das Problem der MRSA-Infektionen in vielen europäischen Ländern, darunter Deutschland, in den letzten 20 Jahren ignoriert. Mit dem Ergebnis, dass die Zahl der resistenten Staphylokokken von einem Prozent im Jahr 1990 auf bis zu 25 Prozent im Jahr 2010 explodierte. Die Erkenntnis, dass durch eine Infektion Zusatzkosten von bis zu 10.000 € auf die Krankenhäuser…

Schätzungsweise 17 Prozent aller Operationen enden mit infektionsbedingten Wundheilungsstörungen – mit teilweise verheerenden Auswirkungen für den Patienten. Die Liste der Präventionsmaßnahmen ist vielfältig und lang. Ein Punkt rückt jedoch stetig in den Mittelpunkt, nämlich der Einsatz antibakteriell beschichteter Nahtmaterialien.

Wie kaum ein anderer Arzt prägte der leidenschaftliche Forscher und Nobelpreisträger Robert Koch die moderne Medizin. Er erkannte, dass Krankheiten durch Keime übertragen werden und entwickelte bis heute gültige Verfahren für den Kampf gegen pathogene Mikroorganismen. Vor 100 Jahren starb der Begründer der modernen Bakteriologie und Hygienesysteme.

Der Winter scheint gut überstanden, der befürchtete schwere Verlauf der Schweinegrippe-Pandemie blieb aus. Doch jetzt ist schon die nächste Viruswelle da: Durchfall und Erbrechen, häufig begleitet von Fieber und Schüttelfrost betreffen derzeit immer mehr Menschen in Deutschland − alles typische Symptome für das Norovirus.
Um chirurgische Patienten nicht zu gefährden, ist richtiges Verhalten im Operationssaal oberstes Gebot. Ein sicherer, steriler Eingriff lässt sich nur gewährleisten, wenn alle Beteiligten im OP sich strikt an dort bestehende Regeln halten. Um schon Medizinstudenten von Beginn ihrer ärztlichen Laufbahn an damit vertraut zu machen, unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH)…