
News • Neurodegeneration
Sensor-Gurt als Frühwarnsystem für Alzheimer
Harmlose Vergesslichkeit oder ein Indiz für Alzheimer? Mithilfe eines Sensor-Gurts wollen Schweizer Forscher die Früherkennung neurodegenerativer Erkrankungen verbessern.

Harmlose Vergesslichkeit oder ein Indiz für Alzheimer? Mithilfe eines Sensor-Gurts wollen Schweizer Forscher die Früherkennung neurodegenerativer Erkrankungen verbessern.

Schon lange vor dem Auftreten von Demenz gibt es Anzeichen für eine erhöhte Aktivität des Immunsystems des Gehirns. Zu dieser Einschätzung kommen Forschende auf der Grundlage einer Studie an mehr als 1.000 älteren Erwachsenen.

Forscher haben herausgefunden, wie eine bisher noch wenig erforschte Gruppe von lymphoiden Immunzellen, die sogenannten Innate Lymphoid Cells (ILC) 3, Multiple Sklerose (MS) Entzündungsreaktionen fördern oder verstärken kann. Die Ergebnisse bieten einen neuartigen Ansatz für die Entwicklung von Therapien bei MS und anderen entzündungsbedingten Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS),…

Einen vielversprechenden Ansatz zur potenziellen Behandlung von Alzheimer und einer Impfung haben Forscher der University of Leicester und der Universitätsmedizin Göttingen sowie LifeArc entwickelt. Die auf Antikörpern basierende Behandlung und der auf Protein basierende Impfstoff verringerten die Symptome von Alzheimer bei Mausmodellen der Krankheit.

Zu Beginn einer neurodegenerativen Erkrankung nehmen die Immunzellen des Gehirns – die „Mikroglia“– den Zuckerstoff Glukose in weitaus größerem Umfang auf als bislang angenommen. Zu diesem Schluss kommen Untersuchungen des DZNE, der LMU München und des LMU Klinikum München, die im Fachjournal „Science Translational Medicine“ veröffentlicht sind. Diese Ergebnisse sind von großer…

Forschende des DZNE und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben im Blut Moleküle aufgespürt, die auf eine bevorstehende Demenz hindeuten können. Ihre Befunde, die sie im Fachjournal „EMBO Molecular Medicine“ vorstellen, stützen sich auf Untersuchungen an Menschen und auf Laborstudien. An den Untersuchungen waren bundesweit auch diverse Universitätskliniken beteiligt.

Der aus Bodenbakterien isolierte Naturstoff Collinolacton reduziert im Laborversuch künstlich verursachten Stress auf Nervenzellen und schützt sie dadurch vor Schäden, wie sie bei neurodegenerativen Erkrankungen auftreten. Das fand ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Professorin Stephanie Grond vom Institut für Organische Chemie der Universität Tübingen in einer Studie…

Schleicht sich der Verdacht auf eine Alzheimer-Erkrankung ein, müssen sich die Betroffenen auf langwierige und aufwändige Prozeduren einstellen, bis der Fall klar ist. Ein Team der Empa und des Kantonsspital St. Gallen ist nun dabei, einen Bluttest zu entwickeln, der die Diagnose mittels Rasterkraftmikroskopie (AFM) ermöglichen soll.

Kleine Zusammenlagerungen von Proteinen, sogenannte Aβ-Oligomere, gelten als Hauptverdächtige für die Entstehung der Alzheimer-Demenz. Wo und unter welchen Bedingungen die schädlichen Verklumpungen entstehen, ist bislang jedoch noch unklar. Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und des Forschungszentrums Jülich haben nun zusammen mit Partnern der Universität und Uniklinik…

Mit der Technologieplattform "i3D-Markers" wollen Dr. Hayder Amin und Dr. Caghan Kizil vom DZNE-Standort Dresden die Entwicklung von Medikamenten gegen Hirnerkrankungen beschleunigen. Dafür verbinden sie hochdichte Mikroelektroden-Arrays und dreidimensionale Netzwerke menschlicher Nervenzellen zu einem Messsystem. Auf dieses werden zu prüfende Substanzen getropft und mittels…

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat dem Einsatz des Wirkstoffs gegen die Alzheimer-Erkrankung „Aducanumab“ (Markenname „Aduhelm“) unter der Auflage zugestimmt, dass weitere Studien durchgeführt werden, um den klinischen Nutzen zu belegen.

Auf Basis von Hautzellen von Patienten haben Innsbrucker Molekularbiologen erstmals eine sporadische, nur im Alter auftretende Form von Alzheimer modelliert. Die in Cell Stem Cell veröffentlichten Ergebnisse belegen eine Altersabhängigkeit dieser Form der Krankheit und zeigen, dass Alzheimer-Nervenzellen und Krebszellen einiges gemeinsam haben.

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und das Pharmaunternehmen Eisai Co., Ltd. geben bekannt, dass beide Parteien eine Forschungskooperation vereinbart haben, die darauf abzielt, potenzielle neuartige Behandlungen für neurodegenerative Erkrankungen zu entwickeln.

Die Menschen werden älter und der Anteil an Demenzerkrankten steigt. Am häufigsten tritt die Alzheimer-Krankheit auf, deren Entstehung noch nicht vollständig erforscht ist. Man weiß jedoch, dass das Alter ein wichtiger Risikofaktor ist. Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) in Magdeburg, vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn sowie aus…

Demenzerkrankungen sind eine große Belastung vor allem für ältere Menschen. Nach Angaben des Arzneimittelherstellers Novartis leiden allein in Deutschland rund eine Million Menschen daran; Alzheimer hat dabei einen Anteil von rund 70 Prozent. Weil die Menschen immer älter werden, steigt die Zuwachsrate exponentiell. Hoffnung machen Forschungserfolge – und ein bedeutendes Resultat kommt…

Mithilfe eines Bluttests hat ein deutsch-niederländisches Forschungsteam das Alzheimer-Risiko von Menschen prognostiziert, die laut klinischer Diagnose nicht an Alzheimer litten, aber sich selbst als kognitiv beeinträchtigt empfanden (Subjective Cognitive Declined, SCD). Die Forscher analysierten Blutproben einer SCD-Kohorte, die an der Amsterdamer Universitätsklinik begleitet wird. Mit einem…

Während der Alzheimer-Demenz breiten sich fehlgefaltete Tau-Proteine entlang von Nervennetzwerken im Gehirn aus. Forscher am Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung des LMU Klinikums ist es nun gelungen, den individuellen Verlauf der Tau-Ausbreitung zu prognostizieren.

Bei einer Reihe von Erkrankungen stehen miteinander verklebte Eiweißbausteine, sogenannte Fibrillen, als Verursacher in dringendem Verdacht. Ein Team von Biophysikern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Forschungszentrums Jülich hat sich damit beschäftigt, wie das Wachstum dieser pathogenen Fibrillen gehemmt werden kann. In einer kürzlich erschienen…

Frauen haben ein deutlich höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken als Männer. Schuld daran ist der bei den Frauen während des Klimakteriums einsetzende Östrogenabfall, da dieses Hormon gegen den Zelltod und die Entstehung der gefürchteten Beta-Amyloid-Plaques schützt.

Menschen mit Demenz sind keineswegs gleichmäßig über Deutschland verteilt. Eine Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) und der Universitätsmedizin Greifswald belegt große regionale Unterschiede. Infolge der Altersstruktur ist in vielen östlichen Landkreisen der Anteil von Menschen mit Demenz an der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich hoch. Das…

Die Veröffentlichung der AMBAR-Studie des spanischen Gesundheitsunternehmens Grifols bescheinigt der Plasmaprotein-Substitutionstherapie großes Potenzial bei Patienten in leichten oder mittelschweren Stadien der Alzheimer-Erkrankung (AD). Die Ergebnisse zeigen eine Verzögerung des kognitiven und funktionellen Rückgangs bei AD-Patienten, bei denen ihr Plasma nach der Plasmaextraktion durch…

Eine Ansammlung fehlgefalteter Proteine im Darm trägt laut einer Studie der Chinese University of Hong Kong bei Mäusen zum Entstehen von Alzheimer-ähnlichen Symptomen bei. Die im "Journal of Physiology" veröffentlichten Forschungsergebnisse legen einen neuen Behandlungsansatz nahe, der auf den Darm abzielt, noch bevor bei Patienten Symptome einer kognitiven Beeinträchtigung…

Nervenzellen im Gehirn, die für neue Erfahrungen zuständig sind, stören die Signale von Zellen, die Erinnerungen enthalten und legen eigene Signale darüber. Dadurch wird das Gedächtnis gehemmt - zumindest bei Mäusen. Ein Forschungsteam um Martin Fuhrmann vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) berichtet darüber im Fachjournal „Nature Neuroscience“.

Eine neue Bildgebungstechnologie ermöglicht es laut einer Studie der Yale University, den verbreiteten Verlust von Synapsen in den frühen Stadien von Alzheimer sichtbar zu machen.

Forscher des Universitätsklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben erstmals einen konkreten Zusammenhang zwischen chronischen peripheren Entzündungen und neurodegenerativen Erkrankungen nachgewiesen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Cell Reports“ veröffentlicht. Chronische Entzündungen im menschlichen Körper wie die Rheumatoide Arthritis…