AMBAR-Studie zeigt

Plasmaprotein-Substitution: Vielversprechend bei Alzheimer

Die Veröffentlichung der AMBAR-Studie des spanischen Gesundheitsunternehmens Grifols bescheinigt der Plasmaprotein-Substitutionstherapie großes Potenzial bei Patienten in leichten oder mittelschweren Stadien der Alzheimer-Erkrankung (AD).

figurine of human brain on blue background

Bildquelle: Unsplash/Natasha Connell

Die Ergebnisse, die jetzt im Journal "Alzheimer's & Dementia" der Alzheimer's Association publiziert wurden, zeigen eine Verzögerung des kognitiven und funktionellen Rückgangs bei AD-Patienten, bei denen ihr Plasma nach der Plasmaextraktion durch Plasmapherese durch Albumin und Immunglobulin (Plasmaproteine-Produkte) ersetzt wurde. Die Ergebnisse zeigen einen positiven Einfluss auf die Verringerung des Fortschreitens der Alzheimer-Symptome bei Patienten, die über einen Zeitraum von 14 Monaten behandelt wurden, im Vergleich zu unbehandelten Patienten.

Diese Veröffentlichung ist wegweisend für die zukünftige Entwicklung von Plasmaprotein-Substitutionstherapien

Eduardo Herrero

Laut Dr. Antonio Páez, Grifols' medizinischer Direktor des klinischen AMBAR-Programms und einer der Hauptautoren des Artikels, "sind diese Ergebnisse sehr ermutigend. Ihre Veröffentlichung in einer der einflussreichsten Zeitschriften auf diesem Gebiet unterstreicht die Relevanz der Forschung von Grifols in den letzten 15 Jahren und ihren innovativen Ansatz im Kampf gegen Alzheimer". Die Ergebnisse der primären Endpunkte der klinischen Studie wurden durch die Ergebnisse der relevantesten sekundären Endpunkte unterstützt, bei denen ähnliche Effekte beobachtet wurden. Darüber hinaus hat die klinische Studie gezeigt, dass der Plasmaaustausch bei der untersuchten Patientenpopulation ein durchaus praktikables Verfahren darstellt.

Eduardo Herrero, Präsident der Bioscience Industrial Group von Grifols, sagt: "Diese Veröffentlichung ist wegweisend für die zukünftige Entwicklung von Plasmaprotein-Substitutionstherapien. Wir bei Grifols setzen unsere Bemühungen fort, diese Möglichkeiten zu erweitern, so dass Tausende von Patienten davon profitieren können." Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse sind das Ergebnis intensiver wissenschaftlicher Forschung und bekräftigen das Potenzial von Plasmatherapien zur Behandlung komplexer Krankheiten.

Grifols wird die Forschung zur Anwendung von plasma-basierten Behandlungen und sein Engagement zur Entwicklung einer Therapie zur Behandlung von Alzheimer und anderen degenerativen Krankheiten fortsetzen.


Quelle: Grifols

29.07.2020

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