Verleihung des Forschungsförderpreises Delir-Management (von links): Prof. Dr....
Verleihung des Forschungsförderpreises Delir-Management (von links): Prof. Dr. med. Hans-Christian Hansen, Sprecher der Sektionsgruppe Bewusstseinsstörungen und Koma der DIVI, Oberstarzt Prof. Dr. med. Andreas Markewitz, Generalsekretär der DIVI, die Preisträgerin PD Dr. med. Barbara Sinner, Klinik für Anästhesiologie, Universität Regensburg, Thomas Groß, Business Manager Patient Monitoring, Philips GmbH, und Björn Härtel, Leiter Fachkommunikation, Philips GmbH.
Quelle: Philips

Besondere Würdigung

DIVI und Philips verleihen erstmals Forschungsförderpreis Delir-Management

Preisträgerin erforscht die Entstehung des Emergence Deliriums bei Kleinkindern

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Royal Philips verleihen zum ersten Mal den Forschungsförderpreis Delir-Management. Der mit 10.000 Euro dotierte Förderpreis wurde jetzt während des DIVI-Jahreskongresses in Leipzig überreicht. Preisträgerin ist Privatdozentin Dr. med. Barbara Sinner, die an der Klinik für Anästhesiologie der Universität Regensburg tätig ist. Ihr Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Rolle der akzidentellen Burst Suppression bei der Entstehung des Emergence Deliriums bei Kleinkindern. Der Förderpreis wird im nächsten Jahr fortgeführt. Bewerbungen nimmt die DIVI bis zum 31. Mai 2018 entgegen. Weitere Informationen hierzu gibt es in der Rubrik Forschung/Preise und Ausschreibungen auf www.divi.de.

Die Wahl ist uns nicht leicht gefallen, denn es wurden spannende Forschungsprojekte eingereicht

Hans-Christian Hansen

„Der Preis ist eine wertvolle Unterstützung und eine tolle Bestätigung unserer Arbeit“, freut sich PD Dr. med. Barbara Sinner, Klinik für Anästhesiologie, Universität Regensburg. „Wir beobachten das Phänomen des Emergence Deliriums bei bis zu 80 Prozent der operierten Kleinkinder. Allerdings weiß man derzeit kaum etwas über den Entstehungsmechanismus und das macht es schwer, Behandlungsempfehlungen zu definieren. Hier setzten wir mit unserer Forschungsarbeit an“, so Sinner weiter. Bei dem Forschungsprojekt handelt sich um eine prospektive Beobachtungsstudie, die im Sommer 2017 startete und sich derzeit in der Rekrutierungsphase befindet. Insgesamt sollen 50 Kinder in die Studie eingeschlossen werden. Im Laufe des nächsten Jahres wird es eine erste Zwischenauswertung geben.

„Die Wahl ist uns nicht leicht gefallen, denn es wurden spannende Forschungsprojekte eingereicht“, fasst Prof. Dr. med. Hans-Christian Hansen, Sprecher der Sektionsgruppe Bewusstseinsstörungen und Koma der DIVI, den Auswahlprozess zusammen. „Letztendlich hat uns aber das Thema von Frau Dr. Sinner überzeugt. Denn mit der Methodik ‚BIS‘ kommt ein vereinfachtes aber verbreitetes neurophysiologisches Monitoringverfahren zum Einsatz und es werden wichtige offene Fragen zur Delir-Entstehung adressiert“, so Hansen weiter.

Neue Einblicke: Mehr über die Entstehung des Delirs herausfinden

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stiftet Philips. „Wir sind sehr froh, mit dem Forschungsförderpreis ein so spannendes Projekt unterstützen zu können. Das Forschungsprojekt zur genaueren Delir-Betrachtung bei Kleinkindern zeigt, wie wichtig es ist, mehr über die Entstehung des Delirs herauszufinden. Wir sind sehr gespannt auf die Studienergebnisse“, erklärt Marcus Bataryk, Business Group Manager Monitoring, Analytics und Therapeutic Care für den Philips DACH-Markt (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit seinem Engagement möchte Philips einen Beitrag zur Verbesserung von Prävention, Diagnostik und Management des Delirs leisten, der über die Bereitstellung von technischen Lösungen und Beratungsangeboten hinausgeht. Mit VitalMinds verfolgt das Unternehmen selbst einen präventiven, multimodalen Ansatz im Delir-Management.

Forschungsförderpreis Delir-Management 2018

Der Forschungsförderpreis wird auch im nächsten Jahr ausgeschrieben. Bis zum 31. Mai 2018 können Nachwuchswissenschaftler, die bereits erste Arbeiten veröffentlicht haben und Forschungsvorhaben in den Bereichen Delir-Management, Delir-Screening oder nicht-pharmakologische Delir-Prävention planen, ihre Projekte einreichen. Die DIVI übernimmt die wissenschaftliche Begutachtung der Bewerbungen sowie die Auswahl des Preisträgers.


Quelle: Philips

08.12.2017

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