Spektrale CT-Bildgebung

Diagnostischer Mehrwert für alle Patientengruppen

Die spektrale Bildgebung erweitert die Möglichkeiten der Diagnostik, zum Beispiel durch Materialkarten, Zeff-Karten, VNC-Bilder und Kalziumsuppression. Die von Philips entwickelte Dual-Layer-Detektortechnologie dient darüber hinaus dem First-time-right-Prinzip, da automatisch bei jedem Scan konventionelle plus spektrale Datensätze akquiriert werden. Mit dem neuen Spectral CT 7.500 lässt sich dieser Vorteil nun für alle Patientengruppen nutzen.

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Der von Philips entwickelte Dual-Layer-NanoPanel-Prism-Detektor: Yttrium-Szintillator mit 2D-Streustrahlenraster oben, Szintillator aus Gadoliniumoxysulfid unten
Quelle: Philips

Für die Dual-Energy-Computertomographie braucht es Aufnahmen mit zwei Energieniveaus. Unterschiedliche Herstellerunternehmen gehen dabei unterschiedliche Wege. Philips setzt auf einen Dual-Layer-NanoPanel-Prism-Detektor mit zwei übereinanderliegenden Szintillatoren: Der obere aus Yttrium absorbiert die niederenergetischen Photonen, der untere aus Gadoliniumoxysulfid die hochenergetischen. Auf diese Weise werden automatisch und dosisneutral bei jedem Scan konventionelle plus spektrale Bildinformationen erfasst. Beide Datensätze sind immer verfügbar, sodass Radiologinnen und Radiologen bei unklaren Veränderungen oder Zufallsbefunden ohne Mehraufwand retrospektive spektrale Analysen durchführen können.

Scans von Thorax und Kopf in weniger als einer Sekunde

Während der Philips IQon Spectral CT als System der ersten Generation seine Stärken vor allem in der Onkologie ausspielt, ist der Spectral CT 7.500 vielseitig einsetzbar – von der Kardiologie über die Notfalldiagnostik und Pädiatrie bis hin zur interventionellen Radiologie. Außerdem lassen sich noch größere Effizienz- und Einsparpotenziale realisieren: 34 Prozent weniger Zeit bis zur Diagnose, 25 Prozent weniger Wiederholungsuntersuchungen und 30 Prozent geringere Kosten für Folgeuntersuchungen.1 Die Kombination des acht Zentimeter breiten Detektors und des ultraschnellen Tisches (>60 cm/s) sorgt für kurze Scanzeiten. Untersuchungen von Thorax und Kopf dauern nicht einmal eine Sekunde, eine CT des gesamten Oberkörpers knapp zwei Sekunden. Für eine einfache Anwendung in der Routine sind die spektrale Rekonstruktion und Analyse nahtlos in den radiologischen Workflow integriert.

„Klare Vorteile für die Diagnosestellung und sicherheit“

Prof. Dr. Hans-Ulrich Kauczor, M.D., Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Heidelberg, und sein Team arbeiten seit Februar 2021 als erste Anwendende weltweit mit dem Spectral CT 7.500. „Der bisherige Einsatz an unserer Klinik hat überraschend klare Vorteile für die Diagnosestellung und ‑sicherheit ergeben“, berichtet Kauczor. So erleichtert die spektrale Bildgebung die Differenzierung zwischen malignen und benignen Befunden sowie die Detektion von Metastasen. Möglich machen dies die Funktionen zur Darstellung von Kalzium, das zum Beispiel bei Knochenmetastasen durch die gesteigerte Knochenresorption freigesetzt wird, oder zur Erstellung von Jodkarten, um die Kontrastmittelaufnahme zu quantifizieren und die Perfusion im Gewebe zu beurteilen. 

Myokardiale Perfusionsdiagnostik: Durch die Reduzierung von...
Myokardiale Perfusionsdiagnostik: Durch die Reduzierung von Aufhärtungsartefakten erleichtert die detektorbasierte spektrale CT den Nachweis und die Quantifizierung von Koronarstenosen.

Quelle: Philips

Zudem kann der Scanner von Philips bei kardiologischen Fragestellungen überzeugen. „Die Spektral-CT eröffnet die Möglichkeit, neben den Herzkranzgefäßen gleichzeitig auch den Aufbau des Herzgewebes zu analysieren“, sagt Prof. Dr. Norbert Frey, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie des Universitätsklinikums Heidelberg. Aufgrund der großen Scangeschwindigkeit sind beim CT 7.500 keine Prämedikation und Atemanhaltemanöver erforderlich; selbst bei Patientinnen und Patienten mit hoher und unregelmäßiger Herzfrequenz liefert das System eine qualitativ hochwertige Darstellung der Anatomie. 

Über das Indikationsspektrum hinweg profitieren Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion von der virtuellen monoenergetischen Rekonstruktion im niedrigen keV-Bereich, die das Jodsignal selbst bei reduzierter Kontrastmitteldosis verstärkt. 

„Die kombinierte Spektral-CT-Bildgebung wird sich meiner Einschätzung nach in der radiologischen Diagnostik durchsetzen“, prognostiziert Kauczor. 

1 Analyse des CARTI Cancer Center in Little Rock und des University Hospitals Cleveland Medical Center, USA. Die Ergebnisse von Fallstudien können variieren und sind nicht prädiktiv für andere Untersuchungen. 

20.07.2021

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