Kombinierte Technologien, simultane Bildgebung

Time-of-Flight-PET-Bilder und MR-Bilder in nur einem Untersuchungsdurchgang: Mit dem Signa PET/MR* ist es industrieweit erstmalig gelungen, einen hochmodernen Positronenemissionstomographen (PET) in einen Magnetresonanztomographen (MR) neuester Bauart zu integrieren.

Hochauflösende MR-Bilder überlagert mit FDG PET zur Darstellung erhöhter...
Hochauflösende MR-Bilder überlagert mit FDG PET zur Darstellung erhöhter Stoffwechselaktivitäten.

Damit kombiniert GE Healthcare die Stärken beider Systeme – die hohe Qualität der Weichteildarstellung des MR mit den Möglichkeiten einer Vielzahl von PET-Tracer-Anwendungen – und ermöglicht den Einsatz bei Indikationen, bei denen bildgebende Verfahren bislang nicht möglich waren. Auch für Patienten bietet das System einen entscheidenden Vorteil: Die Untersuchung kann in nur einem kombinierten Scan absolviert werden, und ist damit schneller und angenehmer als die bisher aufeinander folgenden Untersuchungen. Ausgerüstet mit einem neuartigen Photomultiplier auf Siliziumbasis (SiPM) mit 25 mm dicken Kristallen, ist der digitale Detektor bis zu dreimal empfindlicher als die bisher bewährten Detektoren. Mit einer Zeitauflösung von mehr als 400 ps ist er zudem sehr schnell und macht eine quantitativ genaue Time-of-Flight (TOF)-Bildgebung und damit auch die Verwendung extrem kurzlebiger Positronenstrahler möglich. Die aufgrund der Detektorfläche und -Dicke erzielbaren hohen Detektionsraten erlauben, die PET-Protokolle gezielt zur Dosisreduktion oder zur Maximierung des Signal-/Rausch-Verhältnisses zu optimieren. Zusätzlich erhöht die TOF-Bildgebung den Kontrast und erleichtert damit die Diagnostik entscheidend. Einen zusätzlichen Beitrag zur Erhöhung der Empfindlichkeit um weitere 15 bis 20 Prozent liefert die neue „Compton Scatter Recovery“ (CSR)-Technologie von GE Healthcare: Sie erlaubt die Detektion und Zuordnung von Photonen, die zwischen den Detektoreinheiten gestreut wurden und ohne CSR verloren gehen würden. Der Signa PET/MR verfügt über ein Gradientensystem mit 44 mT/m Amplitude und einer gleichzeitig nutzbaren Anstiegsgeschwindigkeit von 200 T/m/s. Trotz des kompakten Magneten, gelten diese Werte ohne Einschränkung für das volle Messfeld von 50 cm in jeder Raumrichtung. Vor allem Kopf-, aber auch andere Untersuchungen lassen sich durch die exklusive Silent Scan-Technologie mit dem Signa PET/MR darüber hinaus fast geräuschlos durchführen.

Das UniversitätsSpital Zürich (USZ) ist eine von weltweit drei Kliniken, die den Signa PET/ MR bereits einsetzen. Professor Gustav von Schulthess, Leiter Bereich Bildgebende Verfahren und Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am UniversitätsSpital Zürich, ist überzeugt von dem neuartigen System: „Mehr Empfindlichkeit bedeutet immer potenziell schnellere Bildgebung, eine geringere Strahlendosis oder eine höhere Auflösung. Basierend auf unseren ersten Erfahrungen sehen wir noch verschiedene Richtungen für weitere Verbesserungen. Wo wir diesen Vorteil einsetzen werden, wird sich noch zeigen“, erklärt er. Grundsätzlich sind potenzielle Einsatzmöglichkeiten für das neuartige System überall dort gegeben, wo beide Untersuchungsmethoden benötigt werden. So könnte beispielsweise die Demenzabklärung, in der ein MR zur Erkennung von vaskulären Ursachen einer Demenz eingesetzt wird, während PET-Tracer-Anwendungen eine Demenz vom Alzheimertyp auszuschließen, entscheidend von dem Signa PET/MR profitieren.

30.05.2014

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