Flexible Telemedizinlösung hilft chronisch Kranken

Quelle: Siemens Healthineers

Globale Partnerschaft

Flexible Telemedizinlösung hilft chronisch Kranken

Das AIT Austrian Institute of Technology und das AIT-SpinOff Telbiomed haben Siemens Healthineers als internationalen Kooperations- Vertriebs- und Entwicklungspartner gewonnen. Dadurch wird, basierend auf der AIT Telehealth Plattform, eine neue flexible Telemedizinlösung weiterentwickelt und internationalisiert.

Mit der AIT Telehealth Plattform wird die Betreuung von Patienten mit chronischen Krankheiten in das Zeitalter der Digitalisierung gehoben. Diese Telegesundheitslösung ist bereits als HerzMobil erfolgreich in Tirol und der Steiermark im Routineeinsatz für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. Gesundheitsdienstleister können ihre eigenen Telemedizinprogramme planen und die zugrundeliegende Technologie flexibel an ihre Bedürfnisse anpassen. „Gemeinsam mit Telbiomed ist es gelungen, die AIT Technologie in Tirol und Steiermark in die Versorgung zu bringen. Mit Siemens Healthineers konnten wir einen weltweit anerkannten Partner im Gesundheitswesen gewinnen, um die AIT Technologie auch weiter zu internationalisieren“, erklärt Prof. Dr. Elke Guenther, Head of Center for Health & Bioresources am AIT Austrian Institute of Technology. 

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Während wir früher stapelweise Papier in Form von Tagebüchern bekommen haben, ist jetzt alles geordnet in einer Software verfügbar.

Margit Eisenbarth

Die Telehealth Lösung unterstützt Patient*innen bei der einfachen Erfassung ihrer Gesundheitsdaten und das medizinische Personal bei der schnellen und effizienten Betreuung der ihnen zugeordneten Patienten. Verschlechterungen des Gesundheitszustandes werden rasch identifiziert und die betreuenden Ärzte können somit ohne Verzögerung über die weitere Behandlung entscheiden. 

Für den aktuellen Anwendungsfall der COVID-19-Pandemie wurde die AIT Telehealth Plattform adaptiert, um für Gesundheitsbehörden und medizinisches Fachpersonal die Betreuung von Personen mit unklarem COVID-19-Status zu erleichtern. Diese Personen erfassen täglich Körpertemperatur, Sauerstoffsättigung und COVID-19-spezifische Symptome. Somit können die Betreuer aus der Ferne einfach die Verlaufskontrolle durchführen und bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes rasch medizinische Maßnahmen einleiten. Derzeit wird die Nutzung des Systems in Tirol vorbereitet und gemeinsam mit Telbiomed und Siemens Healthineers ist diese Anwendung bereits international im Einsatz. Beispielsweise setzt Bendigo Health (Region Victoria nördlich von Melbourne) in Australien das Telemonitoring für Patienten mit Verdacht auf COVID-19 ein. Laut Prof. Dr. Marc Budge, Geriater und Klinischer Direktor für Integrierte Versorgungsdienste bei Bendigo Health, ermöglicht die innovative Telemonitoringlösung dem Krankenhaus, den Patient*innen die bestmögliche medizinische Versorgung und Beratung zu bieten und dabei die medizinischen Ressourcen effizient einzusetzen. 

Im Rahmen der Kooperation mit Siemens Healthineers wird das COVID-19 Telemonitoring System auch im Universitätsklinikum Mannheim eingesetzt, allerdings auf ganz andere Art: Dort wird das medizinische Fachpersonal mit dem System betreut, um möglichst rasch auf Infektionen oder Verdachtsfälle reagieren zu können. Als „Corona-Tagebuch“, gemäß den Regeln des Robert Koch Instituts, erfasst das medizinische Fachpersonal täglich den Gesundheitszustand, und so bekommen die betreuenden Betriebsärzte einen schnellen Überblick. „Während wir früher stapelweise Papier in Form von Tagebüchern bekommen haben, ist jetzt alles geordnet in einer Software verfügbar,“ erläutert Betriebsärztin Dr. Margit Eisenbarth. „Die Mitarbeiter können über eine Website ihre Daten komfortabel eingeben. Sie sparen so wertvolle Zeit, und wir haben sofort den Überblick.“ 


Quelle: AIT

16.06.2020

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