Weltgesundheitsgipfel 2011

Vom 23. - 26.Oktober findet der internationale Weltgesundheitsgipfel 2011 an der Charité in Berlin statt. Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy versammeln sich mehr als 1200 international führende Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft in Berlin, um gemeinsam strategische Lösungen für globale Gesundheitsherausforderungen zu entwickeln.

M8 Alliance Meeting 2010 (© World Health Summit Secretariat)
M8 Alliance Meeting 2010 (© World Health Summit Secretariat)
M8 Alliance Meeting 2010 (© World Health Summit Secretariat)
M8 Alliance Meeting 2010 (© World Health Summit Secretariat)

Gesundheit ist von höchster Bedeutung für den Einzelnen und für alle Gesellschaften. Aber Gesundheit ist noch viel mehr: Sie ist ein fundamentales Grund- und Menschenrecht und damit eine der zentralen Verpflichtungen staatlicher Politik. Der World Health Summit thematisiert die wichtigsten globalen Herausforderungen für die medizinische Forschung und die Gesundheitsversorgung und rückt sie in den Fokus der politischen Agenden. Ziel ist es, eine globale Debatte darüber anzustoßen, wie die Gesundheit der Menschen dauerhaft geschützt, wiederhergestellt und erhalten werden kann, und die Ergebnisse medizinischer Forschung rechtzeitig und effizient die Menschen in unterschiedlichen globalen Regionen und in unterschiedlichen ökonomischen Rahmenbedingungen erreichen können.

Diese Zielsetzung ist ehrgeizig und kann nur erreicht werden, wenn die globalen Akteure klare Ziele und Verantwortlichkeiten definieren und sich langfristig effizient koordinieren. Der World Health Summit möchte die Vernetzung und den Austausch zwischen diesen Akteuren beleben und ihm neue Impulse geben. Aus diesem Grund bringt der Gipfel in diesem Jahr zum dritten Mal führende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um die drängendsten Themen auf der gesundheitspolitischen Agenda zu diskutieren und strategische Lösungen zu entwickeln. Die akademische Medizin kann und muss eine bedeutende Rolle in dieser Entwicklung einnehmen und soll in diesem Prozess führend und koordinierend wirken. Die Ergebnisse und Empfehlungen des Summits werden Entscheidungsträgern aus allen relevanten Bereichen zur Verfügung gestellt.

The M8-Allianz akademischer Gesundheitszentren und medizinischer Universitäten

Die M8-Allianz wurde 2009 im Zuge des ersten World Health Summit 2009 gegründet. Das weltweite Netzwerk angesehener medizinischer Universitäten setzt sich mit wissenschaftlichen, politischen und ökonomischen Fragestellungen auseinander, die Auswirkungen auf die Themen Medizin und Public Health haben. Unter Einbeziehung weltweiter Entscheidungsträger aus Politik, Zivilgesellschaft und Industrie schafft das Netzwerk einen herausragenden akademischen Hintergrund für den World Health Summit. Gegründet wurde die M8-Allianz als eine permanente und nachhaltige Plattform, um zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich globaler Gesundheit mit zu gestalten.
Nach dem World Health Summit im Jahr 2010 sind die University of Sao Paulo sowie die National University of Singapore dem Netzwerk beigetreten. Mit dem Beitritt dieser namhaften akademischen Institutionen hat sich die M8-Allianz auf nunmehr 12 Mitglieder von insgesamt 5 Kontinenten erweitert.

Schwerpunktthemen des World Health Summit 2011

Schwerpunktthemen des diesjährigen World Health Summit sind neben der globalen Bedeutung chronischer Erkrankungen, einschließlich psychischer Erkrankungen, Vakzinierungs- und Immunisierungsstrategien und effektive Präventionsmaßnahmen. Weiterhin stehen Mütter- und Kindergesundheit sowie klimawandelbedingte Erkrankungen im Fokus. Ein weiterer wichtiger Aspekt werden zudem strategische Diskussionen und Steuerungsmaßnahmen zur Entwicklung der Weltgesundheit (Global Health Governance) und die bessere Verknüpfung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und politischen Entscheidungsprozessen sein.
 

Weitere Informationen finden Sie online unter www.worldhealthsummit.org

18.10.2011

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