Quelle: Shutterstock/Graf Vishenka

"HARMONIC"-Projekt

Strahlenbelastung bei Kindern: Spätfolgen beobachten

Kranke Kinder zu behandeln, heißt für Mediziner immer Risiken und Nutzen abwägen – sei es bei Strahlenbehandlung von Tumoren oder Röntgenstrahlen. Doch wie wirken sich solche medizinisch notwendigen Eingriffe langfristig aus?

Darum dreht sich das europäische Projekt „HARMONIC“, an dem sich insgesamt 24 Partner aus 13 Ländern beteiligen. Einziger klinischer Partner in Deutschland sind die Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und dem Universitätsklinikum Essen. Die Arbeitspakete der Universitätsmedizin Essen sowie des Westdeutschen Protonentherapiezentrums Essen (WPE) umfassen insbesondere die Bereiche Radiotherapie und Dosimetrie.

Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren

Photo

Medulloblastome

Hirntumoren bei Kindern: Genetisches Routinescreening bald Standard?

Ein internationales Forscherteam des Hopp-Kindertumorzentrums am NCT Heidelberg (KiTZ), des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) und des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK) hat zusammen mit Kollegen des St. Jude Children’s Research Hospital in Memphis und des Hospital for Sick Children in Toronto erbliche Genveränderungen identifiziert, die zur Entwicklung bestimmter bösartiger…

„Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Strahlentherapie ist ohne Frage sinnvoll“, so Prof. Dr. Beate Timmermann, Direktorin der Klinik für Partikeltherapie am WPE und Co-Leiterin des HARMONIC-Arbeitspaketes zu „Radiotherapie“. Die Klinik für Partikeltherapie als eines der größten europäischen Zentren für pädiatrische Radioonkologie leistet einen elementaren Beitrag zum geplanten Aufbau eines pan-europäischen Registers im Rahmen des Projektes. Anhand einer einzig großen Kohorte sollen die langfristigen Auswirkungen der Strahlenbelastung bei Kindern analysiert werden.

Mit diesen Erkenntnissen kann das Risiko für mögliche Folgeschäden, beispielsweise hinsichtlich der endokrinologischen Folgen und der Entstehung von Zweittumoren, besser eingeschätzt werden. Außerdem will die interdisziplinär besetzte Forschergruppe im Arbeitspaket zur Dosimetrie die Strahlenbelastung des gesamten Körpers und an relevanten Risikoorganen rekonstruieren, um das Risiko für die Entstehung von Zweittumoren nach Radiotherapie zu untersuchen. Nicht zuletzt kann mit den gewonnenen Daten auch die Strahlentherapie für die jungen Patienten im Rahmen der onkologischen Behandlung optimiert werden.

Das Projekt „HARMONIC“ – kurz für Health Effects of Cardiac Fluoroscopy and Modern Radiotherapy in Paediatrics – untersucht in weiteren Arbeitsgruppen anderer Projektpartner außerdem den Einfluss ionisierender Strahlung bei pädiatrischen Patienten nach interventionellen kardiologischen Eingriffen, sowie Biomarker für die Auswahl optimaler Diagnostik und Therapie. HARMONIC startete in diesem Juni und hat eine Projektlaufzeit von fünf Jahren.


Quelle: Universität Duisburg-Essen

02.08.2019

Mehr aktuelle Beiträge lesen

Verwandte Artikel

Photo

Protonentherapie

Wirken Strahlen besser mit Gold?

Die Protonentherapie von Tumoren könnte von den Eigenschaften nanometergroßer Goldpartikel profitieren. Diesem Zusammenhang sind derzeit Forscher der Universität Duisburg-Essen (UDE) auf der Spur.…

Photo

Fortschritte in der Radiochemotherapie von Mastdarmkrebs

Bei Patienten mit fortgeschrittenem Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) setzen Ärzte vor der Operation des Karzinoms oft eine Radiochemotherapie ein, um den Tumor zu verkleinern. Wie ein deutsches…

Photo

KiGGS-Langzeitstudie

Wie gesund sind unsere Kinder? Neue Daten

ADHS, Übergewicht, Krankheiten, Unfälle: In seiner "KiGGS"-Studie nimmt das Robert-Koch-Institut (RKI) die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland unter die Lupe.

Verwandte Produkte

Eppendorf – Mastercycler nexus X2

Research Use Only (RUO)

Eppendorf – Mastercycler nexus X2

Eppendorf AG
IBA Dosimetry – Dosimax plus A (HV)*

Testing Devices

IBA Dosimetry – Dosimax plus A (HV)*

IBA Dosimetry GmbH
IBA Dosimetry – Dosimax plus I

Testing Devices

IBA Dosimetry – Dosimax plus I

IBA Dosimetry GmbH
IBA Dosimetry – KermaX plus DDP "Duo"

Testing Devices

IBA Dosimetry – KermaX plus DDP "Duo"

IBA Dosimetry GmbH
IBA Dosimetry – KermaX plus SDP

Testing Devices

IBA Dosimetry – KermaX plus SDP

IBA Dosimetry GmbH
IBA Dosimetry – KermaX plus TinO IDP

Testing Devices

IBA Dosimetry – KermaX plus TinO IDP

IBA Dosimetry GmbH