Niedergelassene

Befunde richtig mitteilen

Wie in den beiden Vorjahren wird es auch 2015 einen Niedergelassenen-Workshop geben, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Neurochirurgie. „Mit Frau Professor Schmieder ist es uns gelungen, die Ordinaria für Neurochirurgie der Ruhruniversität Bochum zu gewinnen“, sagt Dr. Eckhart Mielke von der Gemeinschaftspraxis Radiologie Iserlohn, der den Workshop zusammen mit Dr. Becker von der Radiologie Herne leitet.

„Ich schätze Professor Schmieder als exzellente Neurochirurgin, die gleichzeitig ihr Wissen sehr gut vermitteln kann. Vor dem Hintergrund ihrer Funktion als Generalsekretärin der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft ist sie für unser Thema der ideale Gesprächspartner. Wir werden zusammen sicherlich einen spannenden Workshop gestalten“, freut sich Dr. Mielke.

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Der Bandscheibenvorfall ist zentrales Thema beim Workshop.

Und so wird sich der Workshop dieses Jahr in einem Teil auf die Lendenwirbelsäule fokussieren und im zweiten Teil mit der Halswirbelsäule beschäftigen. „Wir werden die gängigen Klassifikationen präsentieren, mit denen wir als Niedergelassene arbeiten, und dann anhand von Fallbeispielen in den Dialog mit Professor Schmieder treten“, verrät Mielke. Nur so ergebe sich einmal Gelegenheit zu erfahren, mit welcher Denkweise die Neurochirurgin an die Befunde herangehe und was im Detail aus der neurochirurgischen Perspektive wichtig sei. „Wir wollen für unsere tägliche Arbeit ganz praktisch orientierte Informationen aus der Diskussion herausziehen, um eine Synchronisierung unserer Gedankenwelten zu erreichen“, so Eckhart Mielke.

Seiner Meinung nach lehrt die Erfahrung, dass der Blick aus der Perspektive des niedergelassenen Radiologen manchmal nicht ausreicht und sich in einigen Teilbereichen von dem Blick des Klinikers auf die Befunde unterscheidet. So steht der niedergelassene Spezialist immer wieder vor der Aufgabe, Befunde liefern zu müssen, die der Kollege im Krankenhaus für die weitere Diagnostik benötigt. „Es ist unser Anspruch, dass wir nicht nur Bildmaterial liefern, sondern Befunde, die alle relevanten Informationen enthalten“, betont Mielke.

Es ist immer wieder überraschend festzustellen, wie unterschiedlich unsere Sprachwelten doch sind.

Dr. Eckhart Mielke

Häufig unterscheiden sich die Perspektiven der Niedergelassenen von denen der Kliniker. „Es ist immer wieder überraschend festzustellen, wie unterschiedlich unsere Sprachwelten doch sind“, betont Mielke und erklärt: „Die unterschiedliche Sprache liegt an der Sichtweise auf die Dinge. Wir als Radiologen haben anatomisch unser 3-D-Konzept. Der Neurochirurg hat einen ganz anderen Zugang im Blickwinkel seiner OPs und so entsteht ein anderer anatomischer Blick, der wiederum zu einer anderen Sprache führt, zu einem anderen Erkennen der physiologischen Gegebenheiten und einer anderen Codierung der Anatomie.“

So wird auch dieses Jahr wieder über den eigenen Tellerrand hinausgeblickt und die 50 Teilnehmer werden nach dem einführenden theoretischen Teil genügend Möglichkeiten bekommen, im Dialog ihre Sichtweise der Dinge kritisch zu hinterfragen. „Der Workshop wird mehr praktisch, denn wissenschaftlich angelegt, wie schon in den vergangenen Jahren“, betont Mielke, „der letztjährige Workshop war wirklich überaus erfolgreich, ist gut aufgenommen worden und wir hatten einen sehr langen Nachgang in der Diskussion.“ Aus diesem Grund ist es wohl auch von Vorteil, dass der Workshop die letzte Session am Freitag darstellt, denn in den vergangenen Jahren wurde aufgrund der angeregten Diskussionen die Zeit reichlich überzogen, wie Eckhart Mielke sich erinnert.

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Dr. Eckhart Mielke von der Gemeinschaftspraxis Radiologie Iserlohn

Profil:
Dr. Eckhart Mielke ist in Hagen geboren. Er studierte an der Ruhruniversität Bochum und war ein Jahr lang Assistenzarzt in der Neurochirurgie am Knappschafts-Krankenhaus Bochum, bevor er 2002 innerhalb des Klinikums in das Institut für Diagnostische Radiologie, Neuroradiologie, Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin wechselte. 2006 absolvierte er seine Facharztprüfung und wurde ein Jahr später zum Funktionsoberarzt ernannt. Die Zusatzbezeichnung Neuroradiologe erlangte er 2008 und wurde im gleichen Jahr Oberarzt, seit 2009 zuletzt in leitender Position. Anfang 2010 wurde Dr. Mielke Partner der Gemeinschaftspraxis Radiologie Iserlohn.

Veranstaltungshinweis
Raum: Tagungsraum 3
Freitag, 30.10.2015, 15:45 Uhr
Bandscheibenvorfälle und Stenosen der Lendenwirbelsäule
Freitag, 30.10.2015, 16:30 Uhr
Bandscheibenvorfälle und Stenosen der Halswirbelsäule
Vorsitz: E. Mielke, Iserlohn/K. Schmieder, Bochum
Session: Niedergelassenen-Workshop: Bildgebung im Dialog mit dem Neurochirurgen

27.10.2015

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