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News • Zulassung für europäische Märkte
CE-Kennzeichnung für Photon-Counting-CT
Das Photon-Counting-CT-System von GE HealthCare basiert auf der Deep-Silicon-Detektortechnologie und soll Ultra-High-Definition- sowie spektrale Bildgebung vereinen.
GE HealthCare hat die CE-Kennzeichnung für Photonova Spectra erhalten. Das Photon-Counting-CT-System (PCCT) basiert auf der unternehmenseigenen Deep-Silicon-Detektortechnologie. Der regulatorische Meilenstein erweitere den Zugang zu dieser Technologie in Ländern, die die CE-Kennzeichnung anerkennen, und unterstreiche zugleich das Engagement von GE HealthCare für praxisnahe Innovationen für den klinischen Alltag, wie das Unternehmen mitteilt.
Ziel ist es, Ärztinnen und Ärzten Werkzeuge an die Hand zu geben, die zeitnahe und fundierte Entscheidungen unterstützen und Patientinnen und Patienten eine Versorgung auf Grundlage möglichst aussagekräftiger Informationen ermöglichen
Catherine Estrampes
„Wir freuen uns, diese neue Generation des Photon-Counting-CT nun Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten weltweit zugänglich zu machen", sagt Chad Rowland, Executive Director, Global CT, GE HealthCare. „Im Zentrum steht unsere Deep-Silicon-Detektortechnologie. Sie ermöglicht Photonova Spectra, bei jeder Untersuchung detaillierte spektrale Informationen zu erfassen. Diese Klarheit und Konsistenz soll sowohl die Forschung als auch den klinischen Alltag unterstützen, etwa indem Teams feine Auffälligkeiten mit größerer Sicherheit erkennen und Abläufe bei unterschiedlichsten Untersuchungen vereinfachen können. Die Technologie wurde entwickelt, um Bildgebung weiterzuentwickeln und zugleich die Menschen zu unterstützen, die auf sie angewiesen sind."
Steigende Patientenzahlen und zunehmende diagnostische Komplexität stellen Gesundheitseinrichtungen vor neue Herausforderungen. Ärzte benötigen klare und zeitnahe Informationen, um entlang des gesamten Versorgungspfads fundierte Entscheidungen treffen zu können. Photonova Spectra wurde gezielt für diese Anforderungen entwickelt.
Die Deep-Silicon-Detektortechnologie bildet die Grundlage für die Ultra-High-Definition-Bildgebung (UHD) des Systems. In Verbindung mit der großen Detektorabdeckung ermöglicht sie schnelle Aufnahmen und eine präzise Darstellung feiner Gewebeunterschiede, kleiner Läsionen und vaskulärer Strukturen. Für jede Untersuchung stehen bei Bedarf spektrale Bilddaten zur Verfügung. Gleichzeitig lässt sich ein Protokoll für verschiedene Untersuchungen nutzen. Das soll Komplexität reduzieren, Arbeitsabläufe vereinfachen und Ärzte bei der Erkennung, Charakterisierung und Verlaufskontrolle von Erkrankungen unterstützen.
„Deep Silicon stellt eine wesentliche Weiterentwicklung des Photon-Counting-CT dar. Die besonderen Eigenschaften von Silizium als Halbleiter ermöglichen eine präzise Messung der Photonenenergie und bilden damit die Grundlage für fortschrittliche spektrale Bildgebung", erklärt Johan de Mey, Chair of Radiology, UZ Brussel – Vrije Universiteit Brussel. „Für uns können sich dadurch neue Möglichkeiten ergeben, Materialien wie Jod, Kalzium und Fett voneinander zu unterscheiden und auch bei schwierigen Untersuchungsbedingungen eine hohe Bildqualität zu erzielen. Mit einer Rotationszeit von 0,23 Sekunden und einer Detektorabdeckung von 80 Millimetern ermöglicht Photonova Spectra zudem schnelle Aufnahmen mit geringen Bewegungsartefakten in unterschiedlichen Versorgungsbereichen. So bleiben Detailgenauigkeit und diagnostische Sicherheit auch bei schnellen Untersuchungen erhalten. Diese Entwicklungen können dazu beitragen, Krankheitsverläufe oder das Ansprechen auf eine Therapie zuverlässiger einzuschätzen und damit zeitnahe, fundierte Entscheidungen für Patientinnen und Patienten zu ermöglichen."
Photonova Spectra mit Deep Silicon ist für ein breites Spektrum klinischer Fachbereiche ausgelegt und soll durch sein technologisches Design eine höhere Bildklarheit, Detailgenauigkeit und diagnostische Aussagekraft ermöglichen. Dazu zählen:
- Neurologie: Detaillierte Darstellung kleiner Strukturen wie des Innenohrs sowie klare Abgrenzung von grauer und weißer Hirnsubstanz innerhalb derselben Untersuchung.
- Onkologie: Klare Charakterisierung von Läsionen und präzise Quantifizierung mithilfe der Deep-Silicon-Detektoren zur Unterstützung fundierter Entscheidungen bei der Krebsdiagnostik. Die Jodkartierung soll zudem helfen, onkologische Befunde zu differenzieren und die Verlaufskontrolle von Therapien zu unterstützen.
- Muskuloskelettale Bildgebung: Detaillierte Darstellung kleiner Frakturen und von Knochenmarködemen für eine differenzierte orthopädische Beurteilung.
- Thoraxbildgebung: Ultra-High-Definition-Aufnahmen des Thorax zur präzisen Darstellung feiner anatomischer Details.
- Kardiologie: Eine große Detektorabdeckung kombiniert Ultra-High-Definition- und spektrale Bildgebung. Damit können unter anderem das Lumen innerhalb von Stents beurteilt, Plaques charakterisiert und das Myokard untersucht werden.
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Durch Photon-Counting CT kann die Beurteilung der koronaren Herzerkrankung (KHK) verbessert werden, wie eine neue Studie zeigt. Das verringert die Strahlenbelastung für Patienten und senkt Kosten.
„In Europa suchen klinische Teams nach Bildgebungslösungen, die mit der steigenden Nachfrage Schritt halten und gleichzeitig die diagnostische Sicherheit unterstützen", sagt Catherine Estrampes, President & CEO, Global Markets, GE HealthCare. „Photon-Counting-CT mit Deep Silicon verbindet die notwendige Detailgenauigkeit mit effizienten Arbeitsabläufen. Mit der CE-Kennzeichnung von Photonova Spectra stellen wir diese Technologie nun auch klinischen Teams in Europa zur Verfügung. Deep Silicon, Ultra-High-Definition-Bildgebung und eine große Detektorabdeckung unterstützen schnelle und zuverlässige Aufnahmen. Ziel ist es, Ärztinnen und Ärzten Werkzeuge an die Hand zu geben, die zeitnahe und fundierte Entscheidungen unterstützen und Patientinnen und Patienten eine Versorgung auf Grundlage möglichst aussagekräftiger Informationen ermöglichen."
Photonova Spectra wurde für die großen Datenmengen eines Photon-Counting-CT entwickelt. Das System verarbeitet bis zu 50-mal mehr Daten als ein konventionelles CT. Dafür nutzt es die Accelerated-Computing-Plattform von NVIDIA sowie CUDA-optimierte Rekonstruktion. Spektrale Datensätze können so zeitnah in klinisch verwertbare Bilder überführt werden, wobei gleichzeitig effiziente Arbeitsabläufe unterstützt werden.
Ein universeller One-Scan-Ansatz mit vollständiger Bildinformation unterstützt zusätzlich einen effizienten Workflow. Er soll die Zahl untersuchungsspezifischer Protokolle reduzieren und bei Bedarf die automatisierte Rekonstruktion von Ultra-High-Definition-Spektralbildern ermöglichen. Die Bedienoberfläche CT ONE und automatisierte Funktionen wie Auto Positioning sollen für konsistentere Abläufe zwischen CT-Systemen von GE HealthCare sorgen und die Arbeitsabläufe vereinfachen.
Die Photon-Counting-Architektur von Photonova Spectra und das Deep-Silicon-Detektordesign eröffnen neue Möglichkeiten für die Erforschung quantitativer Bildgebung, Gewebecharakterisierung und spektraler Biomarker. Umfangreichere spektrale Daten ermöglichen es Forschenden, neue klinische Anwendungen und Bildgebungsprotokolle zu untersuchen, die mit konventioneller CT-Technologie bislang nur eingeschränkt möglich waren.
Zur weiteren klinischen Evaluation von Photonova Spectra arbeitet GE HealthCare mit internationalen Forschungseinrichtungen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen:
- UZ Brussel – Vrije Universiteit Brussel (Brüssel, Belgien): Als europäisches akademisches Medizinzentrum untersucht UZ Brussel gemeinsam mit GE HealthCare die Möglichkeiten von Photonova Spectra in verschiedenen klinischen Bereichen, insbesondere in Kardiologie, Onkologie und spektraler Bildgebung. Darüber hinaus sollen fortschrittliche Bildgebungsanwendungen für die pädiatrische Versorgung untersucht, klinische Evidenz generiert und Bildgebungsprotokolle für den Einsatz in der klinischen Routine optimiert werden.
- Rigshospitalet (Kopenhagen, Dänemark): Das Universitätsklinikum für hochspezialisierte Diagnostik und Behandlung untersucht gemeinsam mit GE HealthCare unterschiedliche klinische Anwendungen des Photon-Counting-CT-Systems. Schwerpunkte sind Niedrigdosis-Bildgebung, eine verbesserte Gewebecharakterisierung und die Nutzung spektraler Daten bei komplexen klinischen Fragestellungen, insbesondere in Neurologie, Kardiologie, Onkologie und muskuloskelettaler Bildgebung.
Mit der CE-Kennzeichnung wird GE HealthCare nun kommerzielle Aktivitäten in Ländern aufnehmen, die die CE-Kennzeichnung anerkennen. Dieser jüngste regulatorische Meilenstein folgt kurz auf die 510(k)-Freigabe durch die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) sowie die regulatorische Zulassung in Japan im März 2026. Damit unterstreicht GE HealthCare seine Fähigkeit, Innovationen mit hoher Geschwindigkeit und konsequenter Umsetzung von der Einführung bis zur regulatorischen Validierung voranzutreiben.
Wie der Hersteller berichtet, ist Photonova Spectra Teil der Innovationsinvestitionen von GE HealthCare in Höhe von 5,1 Milliarden US-Dollar. Daraus ist eine Reihe neuer Produkte im gesamten Portfolio hervorgegangen, die zusammen voraussichtlich zu einem Umsatzwachstum von ein bis zwei Prozent beitragen sollen.
Quelle: GE HealthCare
31.08.2026









