Grafik zur Studie „NCT mobil – Smartphone-basierte Videotelefonate in der...
Grafik zur Studie „NCT mobil – Smartphone-basierte Videotelefonate in der Onkologie“
Foto: Universitätsklinik Heidelberg

Digitalisierung

Telemedizinische Anwendungen in der Onkologie

80 Prozent der Deutschen sind sich sicher, dass digitale Technologien dazu beitragen werden, Krankheiten wie Krebs zu besiegen. Das geht aus einer Studie des Digitalverbands Bitkom hervor.

Am 4. Februar ist Weltkrebstag – ein Tag, der von der Internationalen Vereinigung gegen Krebs initiiert wurde. Unter dem Motto "We can. I can." soll der Tag für die Früherkennung und Behandlungsmöglichkeiten von Krebs sensibilisieren und Mut machen gegen die Krankheit anzukämpfen. Wie die Studie des Bitkom verdeutlicht, nehmen auch digitale Lösungen eine immer bedeutendere Rolle bei der Behandlung von Krebspatienten ein. Digitale Innovationen wie beispielsweise telemedizinische Anwendungen können das Gesundheitswesen von Grund auf verändern, verbessern und Krebspatienten in ihrer Behandlung unterstützen.

Studie: „NCT mobil – Smartphone-basierte Videotelefonate in der Onkologie“

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Die Video-Sprechstunden-App von Minxli
Quelle: Copyright: Fotolia Goodluz Stokkete Minxli

Mit der Intention, Krebs-Patienten bei der Behandlung zu unterstützen, führt das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen derzeit eine Studie durch. Dabei untersucht das NCT, inwieweit Videosprechstunden den Alltag der Patienten erleichtern können. Insgesamt beteiligen sich 66 Personen an der Studie. Neben den Arzt-Patienten-Besuchen, die tatsächlich vor Ort stattfinden sollten, gibt es auch kurze Follow-up-Besuche, die nicht unbedingt eine physische Face-to-Face-Interaktion zwischen Ärzten und Patienten benötigen. Über den Zeitraum von einem Jahr werden diese im Rahmen der Studie mit der Videolösung von Minxli durchgeführt. Dr. Jakob Nikolas Kather, Leiter der Studie am NCT, erklärt dazu: „Im NCT Heidelberg behandeln wir jedes Jahr Tausende von Krebspatienten. Häufig führen wir ambulante Kontrolltermine durch, bei denen wir beispielsweise über die Verträglichkeit der Tumortherapie oder über neue Befunde sprechen. Schwierig und anstrengend ist das für Patienten, die eine lange Anfahrt nach Heidelberg haben – oft über eine Stunde.“

Basierend auf früheren Studien aus anderen Ländern ist bei der Studie des NCT zu erwarten, dass ein telemedizinischer Ansatz die An- und Abreisezeit der Patienten und die Kosten der Patienten verringern kann – bei gleichbleibender Qualität der medizinischen Versorgung. „Wir gehen davon aus, dass Teleonkologie nicht nur die Reisezeit reduziert, sondern durch regelmäßigere Follow-ups beispielsweise auch eine bessere Versorgung der Patienten insgesamt gewährleistet“, so Dr. Kather.

Digitale Lösungen unterstützen Patienten und Ärzte

„Unsere Studie ist die erste, die die Machbarkeit und Patientenzufriedenheit der Teleonkologie in einem großen Krebszentrum in Deutschland untersucht“, erklärt Dr. Kather weiter. Minxli, die virtuelle Arztpraxis der Zukunft, ermöglicht dabei den unkomplizierten Austausch zwischen Arzt und Patienten via Video und Chat. „Digitale Lösungen gewährleisten einerseits eine bessere Versorgung der Patienten. Andererseits werden aber auch die Ärzte unterstützt, indem sie sich über Minxli im Experten-Konsil sicher und problemlos untereinander austauschen und Rat einholen können. Beispielsweise wenn Ergebnisse nicht eindeutig sind oder bei schwierigen Fällen eine Zweitmeinung einzuholen ist“, erklärt Jennifer Kelly, Gründerin von Minxli. 

Die Studie dauert insgesamt ein Jahr. In der aktuellen, ersten Phase werden physische Besuche und Sprechstunden via Videokonferenz gegenübergestellt. Letzten Endes soll damit die Machbarkeit, Zeit-Effizienz und Patientenzufriedenheit der Smartphone-basierten Videolösung bei Follow-up-Besuchen bewertet werden.


Quelle: Minxli

02.02.2018

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