Bluthochdruck-Messgerät und Tabletten
Quelle: pixabay

Frühe Diagnose via MRT

Bluthochdruck kann Demenz auslösen

Patienten mit hohem Blutdruck verfügen laut einer Studie von I.R.C.C.S Neuromed über ein höheres Demenzrisiko. Erstmals gelang es auch nachzuweisen, dass sich die Magnetresonanztomografie einsetzen lässt, um vor dem Auftreten von Demenzsymptomen sehr frühe Anzeichen einer neurologischen Schädigung bei Betroffenen nachzuweisen.

Für die aktuelle Studie haben die Forscher Personen zwischen 40 und 65 Jahren rekrutiert, die ein 3-Tesla-MRT erhielten. Die Untersuchungen wurden an Patienten ohne Anzeichen einer strukturellen Schädigung oder Symptomen einer Demenz durchgeführt. Bei allen wurden der Blutdruck und damit in Verbindung stehende Schädigungen der Organe untersucht. Zusätzlich wurde ein weiteres MRT zur Feststellung mikrostruktureller Veränderungen durchgeführt.

Zur Ermittlung des neurokognitiven Profils von Patienten wurden Tests durchgeführt. Vor allem wollten die Forscher herausfinden, ob es spezifische Signaturen von Veränderungen des Gehirns in der Mikrostruktur der weißen Substanz des Gehirns von Patienten mit Bluthochdruck gibt, die mit einer Beeinträchtigung der damit verbundene Gehirnfunktionen einhergeht. Die Ergebnisse zeigten wesentliche Veränderungen bei drei Faserbahnen der weißen Substanz.

Schlechtere kongitive Leistung

Patienten mit Bluthochdruck schnitten auch deutlich schlechter in den kognitiven Bereichen ab, die durch diese Faserbahnen verbunden sind. Sie wiesen eine schlechtere Leistung bei den ausführenden Funktionen, der Verarbeitungsgeschwindigkeit, des Gedächtnisses und anderen Lernaufgaben auf. Insgesamt zeigte die Untersuchung der Faserbahnen der weißen Substanz frühe Anzeichen einer Schädigung, die durch konventionelle bildgebende Verfahren nicht entdeckt werden können.

Da sich diese Veränderungen erkennen lassen, bevor erste Symptome aufweisen, könnten Patienten früher betreut werden, um eine weitere Schädigung des Gehirns zu verhindern. Die Ergebnisse sind auch auf viele andere Arten von neurovaskulären Erkrankungen anwendbar, bei denen eine frühe Intervention deutliche Vorteile bringen könnte. Laut Forschungsleiter Lorenzo Carnevale ist zu bedenken, dass keiner der untersuchten Patienten klinische Anzeichen einer Demenz aufwies und dass auch bei normalen bildgebenden Verfahren keine Anzeichen einer Schädigung des Gehirns erkennbar waren. Die Ergebnisse wurden in "Cardiovascular Research" veröffentlicht.


Quelle: pressetext

13.06.2018

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