Von links: Dr. Birgitta Reimers (Medical Manager Gastroenterologie der Ferring...
Von links: Dr. Birgitta Reimers (Medical Manager Gastroenterologie der Ferring Arzneimittel GmbH), Dr. Sebastian Zundler (Preisträger, Medizin 1 des Uni-Klinikums Erlangen), Prof. Dr. Samuel Huber und Prof. Dr. Dominik Bettenworth (beide DACED-Vorsitzende).

Foto: Kompetenznetz Darmerkrankungen e. V.

Auszeichnung

Zukunftspreis für Dr. Sebastian Zundler

Für seine wegweisenden Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wurde Dr. Sebastian Zundler aus der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie (Direktor: Prof. Dr. Markus F. Neurath) des Universitätsklinikums Erlangen nun erneut ausgezeichnet. Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (DACED) verlieh ihm auf der Jahrestagung in Mainz den Zukunftspreis.

Dieser ist mit 7.500 Euro dotiert und wird von der Ferring Arzneimittel GmbH gestiftet. Die DACED ehrt jährlich einen Forscher für wissenschaftlich hervorragende experimentelle oder klinisch-wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der CED.

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Im Fokus von Dr. Zundlers Forschung befinden sich gewebsansässige Gedächtnis-T-Zellen, die sogenannten TRM-Zellen. Der angehende Gastroenterologe, der in der Medizin 1 eine Arbeitsgruppe leitet, konnte zeigen, dass diese Zellen bei CED mit dem Auftreten von Schüben assoziiert sind. Mithilfe experimenteller Modelle fand er zudem heraus, dass TRM-Zellen entscheidend an der Entstehung von Darmentzündungen beteiligt sind, indem sie die Einwanderung und Entwicklung anderer Immunzellen regulieren. Dementsprechend ließ sich durch die gezielte Ausschaltung von TRM-Zellen die Entstehung von CED weitgehend verhindern. 

Dr. Zundlers Arbeiten legen somit nahe, dass TRM-Zellen einen vielversprechenden Ansatz für die zukünftige Therapie von CED darstellen. In seinen weiterführenden Arbeiten will der Assistenzarzt nun die Funktion von TRM-Zellen näher charakterisieren, um darauf aufbauend Strategien zur pharmakologischen Beeinflussung dieser Zellen zu identifizieren.


Quelle: Universitätsklinikum Erlangen

10.07.2019

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