Clevere Anästhesie

SmartPilot View: Nicht zu flach und nicht zu tief

Klinische Studie unterstreicht Vorteile der Software in der Allgemeinanästhesie

Die Anästhesiesoftware SmartPilot View von Dräger hilft, die Narkose für den Patienten deutlich verträglicher zu machen. Dieses Fazit lässt sich aus den Ergebnissen einer aktuellen französischen Studie mit 97 erwachsenen Patienten nach Hüft-OP ziehen. Danach konnten das Auftreten intraoperativer Hypotension verringert, postoperative Komplikationen reduziert und der Krankenhausaufenthalt insgesamt verkürzt werden.

Die Anästhesiesoftware SmartPilot View.
Die Anästhesiesoftware SmartPilot View.
Quelle: Dräger

„Die Studienergebnisse bestätigen unsere Anstrengungen, die Anästhesieführung entscheidend zu verbessern“, so Dr. Christian Ulke, Produkt Manager bei Dräger. „Mit der 2010 eingeführten und seitdem weiterentwickelten Software SmartPilot View können wir hierfür dem Anästhesisten ein brauchbares Werkzeug an die Hand geben.“ SmartPilot View zeigt alle für die Narkosesteuerung wichtigen Parameter visuell aufbereitet auf einem Bildschirm an einem Dräger-Anästhesiearbeitsplatz. Sie informiert unter anderem über den errechneten zeitlichen Verlauf der Wirkung applizierter Medikamente und über deren kombinierten Effekt.

Zudem verdeutlicht sie die Narkosetiefe – basierend auf Modellen zur Interaktion von Schlaf- und Schmerzmitteln – als numerischen Wert (Noxious Stimulus Response Index). Laut Studienautoren lassen sich die SmartPilot View zugrundeliegenden Interaktionsmodelle, die mit gesunden Patienten ermittelt wurden, durchaus auf gebrechlichere Patienten (die Teilnehmer waren durchschnittlich circa 80 Jahre alt) übertragen. Die Software half bei ihnen, die hämodynamische Stabilität zu verbessern. Obwohl die Narkosedauer der Kontrollgruppe und der SmartPilot View-Gruppe vergleichbar war, erhielt letztere deutlich weniger Narkosemittel (u.a. Propofol, Desfluran).

Narkose-Effekte reduzieren

Ein möglichst genauer Narkoselevel ist nach Ansicht der Autoren sehr wichtig. Wirken die Anästhetika zu schwach, merkt der Patient im schlimmsten Fall die Operation. Ist die Narkose zu tief, steht die dabei auftretende Hypotension (Abfall des arteriellen Blutdrucks) in Zusammenhang mit einem erhöhten postoperativen Erkrankungs- und Sterberisiko. Das Ergebnis der Studie war, dass die mit Unterstützung von SmartPilot View behandelten Patienten einer Hüft-OP nach der Narkose insgesamt eine bessere Gesundheit zeigten. So konnten sie das Krankenhaus deutlich früher wieder verlassen. Bei ihnen traten innerhalb von 30 Tagen nach der Operation zudem weniger Komplikationen auf. 


Quelle: Dräger

12.12.2017

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