Reduktion und Subtraktion

Die Reduktion von Metallartefakten wie auch die iterative Dosisreduktion im CT führen in eine neue Dimension von Bildqualität. Neue Subtraktionstechnologien kommen darüber hinaus zu einem deutlich höheren Kontrast.

Neue Single-Energy-Metall-Artefact-Reduction (SEMAR) für die deutlich...
Neue Single-Energy-Metall-Artefact-Reduction (SEMAR) für die deutlich verbesserte Darstellung von Metallen und umliegendem Gewebe

Toshiba stellt mit „Adaptive Diagnostics“ eine neue Generation der Volumen-CT Software, die Version 6.0 vor, welche die klinische Beurteilbarkeit auch schwieriger Untersuchungen deutlich erhöht.

Die Auswertung von CT-Untersuchungen von Patienten mit Metallimplantaten kann durch Artefakte erschwert oder sogar unmöglich gemacht werden. Toshiba stellt nun eine neue Software vor, welche diese Problemstellung löst.

SEMAR – Single Energy Metall Artefact Reduction
SEMAR ist die neue Technologie zur Reduktion von Metallartefakten, die durch Implantate, wie zum Beispiel in Knien und Hüfte, etc. verursacht werden können. Nach dem Scan analysiert der SEMAR Algorithmus die Original-Rohdaten und extrahiert nach der ersten Rekonstruktion die Metalle vollständig heraus. Aus dem so gewonnenen Datensatz werden die Rohdaten zurückberechnet, die nun keine Metalle mehr beinhalten. Es entsteht ein neuer Rohdatensatz, welcher ein zweites Mal rekonstruiert wird. Dabei wird der Algorithmus der adaptiven iterativen Dosisreduktion genutzt (AIDR 3D). Die zweite Rekonstruktion, die um das Metall reduziert wurde, wird mit den extrahierten Daten des Metalls fusioniert, was zu einem neuen SEMAR Datensatz führt. Der neue SEMAR Datensatz beinhaltet signifikant weniger Metallartefakte und somit eine deutlich bessere Bildqualität. Dadurch wird die Diagnose, insbesondere des umliegenden Gewebes, erleichtert.

Neue SureSubtraction – deutlich mehr Kontrast
Bei der Untersuchung von Lungenembolien ist der Kontrast von besonderer Bedeutung. In den letzten Jahren wurden zunehmend mehr Dual-Energy-Scans durchgeführt, um Kontrastdifferenzen zu erkennen. Dabei wird die Kontrastdifferenz beider Energien analysiert und für die Diagnose genutzt. Einen deutlich höheren Kontrast erhält man jedoch, wenn man die Kontrastdifferenz zwischen einem Nativ- und einem Kontrastmittel-CT mittels der Subtraktionstechnik analysiert. Die Subtraktionsbildgebung ist bei den CTs von Toshiba eine etablierte Methode. Dabei werden ein nativer Low-Dose-Scan sowie ein Low-Dose-Kontrastmittelscan kombiniert. Beide Datensätze werden mittels eines elastischen Morphings und einer atlas-basierten Segmentierung fusioniert. Selbst Atembewegungen des Patienten werden mathematisch kompensiert. Dies führt zu einem neuen CT-Bild, welches einen sichtbar verbesserten Kontrast aufweist. Insbesondere für die Lungenbildgebung und Emboliediagnostik wird die neue SureSubtraction Software eingesetzt.

Weiterentwicklungen der iterativen Dosisreduktion AIDR 3D
Die adaptive iterative Dosisreduktion AIDR 3D ist bei allen neuen Toshiba CTs „serienmäßig“ vorhanden und klinisch etabliert. Die hohe Leistung aktueller Rechenhardware ermöglicht den Einsatz in der täglichen Routine, selbst bei Trauma-CTs und hohem Patientendurchsatz. Die Weiterentwicklung von AIDR 3D ermöglicht nun auch den Einsatz während des Bolus-Tracking und bei bildgesteuerten Interventionen. Das besondere an AIDR 3D ist, dass der natürliche Bildeindruckt beibehalten wird.

Iterative Dosisreduktion bereits während des SureStart-Bolustracking
Eine deutlich niedrigere Dosis benötigen die Volumen-CTs mit der Software 6.0 und der iterativen Dosisreduktion AIDR 3D nun auch während des Bolustracking, des sogenannten SureStart. Der CT wiederholt seine Scans an gleicher Stelle, um die Anflutung des Kontrastmittels „live“ zu überwachen. Die Schnelligkeit der iterativen Rekonstruktion steht hier im Mittelpunkt. Der CT startet den Scan unmittelbar, wenn das Kontrastmittel die gewünschte Dichte im Bild erreicht hat. Toshibas AIDR 3D Dosisreduktion wird bereits während des Bolustrackings angewendet, was die Dosis bereits vor dem Start der eigentlichen Untersuchung signifikant mindert.

Iterative Dosisreduktion auch bei bildgesteuerten Interventionen
Dieselbe iterative Dosisreduktion bietet die neue Software 6.0 auch während bildgesteuerter Interventionen, so dass auch hier die Dosis minimiert wird. Insbesondere für perkutane Eingriffe, bei denen der Arzt das Instrument unter Bildgebung „live“ positioniert, ist die neue Dosisreduktion, für Arzt und Patienten, von Vorteil. Die Kombination aus intelligenter Software einerseits und Hochleistungs- Rekonstruktionshardware andererseits macht dies erstmals möglich.

 

20.01.2014

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