Neue Operationsmöglichkeiten für Blase, Niere und Prostata

Die Klinik für Urologie am Klinikum rechts der Isar der TU München setzt als 1. Klinik weltweit ein neues multifunktionales Gerät für endoskopische Eingriffe in der Urologie ein. Das Uroskop, ein urologischer Operationstisch mit digitaler Röntgentechnik, stellt für die Ärzte eine erhebliche Arbeitserleichterung dar. Patienten profitieren von geringerer Strahlenbelastung und größerem Komfort.

v.l.n.r.: Prof. Jürgen Gschwend, Dr. Michael Straub (Klinikum rechts der...
v.l.n.r.: Prof. Jürgen Gschwend, Dr. Michael Straub (Klinikum rechts der Isar), Jens Fehre (Siemens), auf dem Tisch: Hauke Prenzel (Siemens)
v.l.n.r.: Prof. Jürgen Gschwend, Dr. Michael Straub (Klinikum rechts der...
v.l.n.r.: Prof. Jürgen Gschwend, Dr. Michael Straub (Klinikum rechts der Isar), Jens Fehre (Siemens), auf dem Tisch: Hauke Prenzel (Siemens)

Das neue Uroskop-System Omnia von Siemens eignet sich für alle urologischen Eingriffe, die endoskopisch durchgeführt werden. In der Klinik für Urologie sind das mehr als die Hälfte der jährlich über 3.000 Operationen. Dazu gehören etwa perkutane Eingriffe, Operationen von Nieren- und Blasensteinen, Harnleiter-Endoskopien und sämtliche durch die Harnröhre durch-geführten Eingriffe an Prostata- und Harnblase.

Mit dem Gerät kann der gesamte Urogenitaltrakt in einer einzigen Aufnahme mit sehr guter Bildqualität dargestellt werden. Bisher waren dafür zwei Röntgenbilder erforderlich. Auf zwei nebeneinander ange-ordneten Monitoren kann der Urologe gleichzeitig Röntgen-, Ultraschall- und Endoskopie-Bilder aufrufen. So hat er auf einen Blick genau die Information vor Augen, die er für den Eingriff braucht.

Dr. Michael Straub, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Urologie, sieht weitere Vorteile für die Praxis: „Der Tisch ist so weit absenkbar, dass Patienten komfortabel wie auf einen Stuhl aufsteigen können. Zusätzlich haben wir von allen Seiten Zugang zum Patienten. Damit brauchen diese während eines Eingriffs nicht mehr aufwändig umgelagert zu werden.“ Auch übergewichtige Patienten bis 270 kg können auf dem Tisch problemlos behandelt werden.

Die bisher übliche Bildröhre ist durch digitale Flachdetektor-Technologie ersetzt. Dadurch können bei der Bildgebung Teilbereiche ausgeblendet werden. Für den Patienten bedeutet dies zusammen mit der geringeren Anzahl an erforderlichen Aufnahmen eine reduzierte Strahlenbelastung.

„Das neue Uroskop bedeutet für unsere tägliche Arbeit eine große Erleichterung und für unsere Patienten weniger Strahlenbelastung und mehr Komfort. Mit dieser Investition bauen wir unseren endo¬urologischen Schwerpunkt aus“, meint Prof. Gschwend, der Direktor der Klinik für Urologie.

Bildquelle: Klinikum rechts der Isar/Stobrawe

04.05.2010

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