
Bildquelle: FAU; Foto: Pauline Wittermann
News • Wiederherstellung von Handfunktionen
Intelligente Orthesen lassen Hände wieder fühlen
Den Tastsinn künstlich wieder herstellen: Die Technik hierfür entwickelt ein Team an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).
In dem Projekt realisieren die FAU-Forschenden intelligente Orthesen, die Bewegungen nicht nur ausführen, sondern auch fühlbar machen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Vorhaben am Department Artificial Intelligence in Biomedical Engineering (AIBE) und Department Maschinenbau mit 960.000 Euro.
Schlaganfälle oder Rückenmarksverletzungen können die Beweglichkeit von Händen und Armen stark einschränken. Bislang existiert jedoch keine medikamentöse Therapie, die diese Funktionen zuverlässig wiederherstellen kann. Technologische Ansätze zeigen hingegen vielversprechende Fortschritte, insbesondere der Einsatz von Orthesen ermöglicht es, die Handfunktion gezielt zu unterstützen und teilweise wiederherzustellen. Orthesen sind mechanische Hilfsmittel, die Gelenke stabilisieren und alltägliche Bewegungsabläufe erleichtern.
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Das FAU-Team ist dabei in einer führenden Position. Im Gegensatz zu vergleichbaren Orthesen, die jedoch auf unnatürliche Ansteuerung wie beispielsweise Sprachsteuerung setzen, erkennen ihre Orthesen Muskelimpulse und setzen sie in Bewegung um. Es fehlt aber noch eine fühlbare Rückmeldung an die Nutzerinnen und Nutzer. Ohne dieses Gefühl fällt es schwer, Bewegungen richtig einzuschätzen.
BIONIK baut auf bereits laufenden Arbeiten auf. Bereits seit 2023 forschen das n-squared lab und das FAPS im Projekt „GraspAgain“ gemeinsam an mechanischen Unterstützungssystemen, welche die Handfunktion soweit wiederherstellen, dass Betroffene mehr als 90% der Alltagsaufgaben selbstständig erledigen können.
Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Programm „START-interaktiv“. Am Projekt BIONIK ist das Neuromuscular Physiology and Neural Interfacing Laboratory (n-squared lab) und der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) beteiligt.
Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
10.04.2026



