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Digitale Pflege: Erste CNIO-Position Deutschlands etabliert
Die Universitätsmedizin Frankfurt setzt mit der Einführung der ersten Chief Nursing Information Officer (CNIO)-Position Deutschlands ein Signal für die digitale Zukunft der Pflege.

© Universitätsklinikum Frankfurt
Die neue Rolle sorgt dafür, dass digitale Lösungen Pflegefachpersonen spürbar entlasten, Abläufe effizienter werden und die Versorgung der Patienten noch sicherer und moderner gestaltet wird. Sie stärkt die Pflege in der Digitalisierung, fördert die interprofessionelle Zusammenarbeit und unterstützt die Entwicklung moderner, patientenzentrierter Versorgungskonzepte.
Die CNIO-Position übernimmt Katharina Steinhauer, die langjährige Erfahrung aus Pflegepraxis, Pflegewissenschaft und IT-Projekten einbringt. International, etwa in den USA und Skandinavien, ist die CNIO-Rolle bereits fest etabliert und gilt als zentrale Schlüsselfunktion der digitalen Gesundheitsversorgung. Sie verbindet Pflege, Medizin und IT und stellt sicher, dass digitale Systeme praxisnah entwickelt und langfristig genutzt werden. So wird gewährleistet, dass digitale Lösungen sich an den Bedürfnissen von Pflegefachpersonen und Patienten orientieren und die Versorgungsqualität stärken. Mit der Einführung dieser Position übernimmt die Universitätsmedizin Frankfurt eine Vorreiterrolle in Deutschland und schafft ein Modell, das anderen Kliniken als Orientierung dienen kann.
„Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie muss die pflegerische Verantwortung stärken und den Alltag wirklich erleichtern. Dafür ist es wichtig, dass die Pflege selbst ihre Perspektive einbringt und Anforderungen benennt. Genau das ermöglicht die CNIO-Rolle“, erklärt Katharina Steinhauer.
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Digitalisierung im Gesundheitswesen
Von der Telemedizin bis zum Smart Hospital: Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet voran - und bringt aufregende Möglichkeiten, aber auch neue Herausforderungen mit sich.
In Frankfurt begleitet die Pflege die Digitalisierung seit Jahren aktiv. Bereits 2001 führten Pflegefachpersonen unter Leitung von Doris Henneberger die digitale Behandlungsakte ein. 2021 wurde daraus die Stabsstelle Pflege-IT & Innovation, die als Teil des University Center for Digital Healthcare (UCDHC) die digitale Transformation der Universitätsmedizin Frankfurt aktiv mitgestaltet. Das UCDHC bündelt medizinische, pflegerische, technische und wissenschaftliche Expertise und treibt Innovationen für Versorgung, Forschung und Lehre voran. Mit der neuen CNIO-Position wird dieser Weg konsequent fortgeführt.
Die Aufgaben der CNIO umfassen unter anderem:
- die evidenzbasierte Bewertung digitaler Technologien,
- die praxisgerechte Einführung von Systemen,
- die Stärkung digitaler Kompetenzen in der Pflege,
- die Entwicklung neuer Rollenprofile sowie
- den gezielten Einsatz von Automatisierung für effizienteres Arbeiten.
Auf diese Weise fließen pflegerische Perspektiven früh in die digitale Entwicklung ein und tragen direkt dazu bei, den Dokumentationsaufwand zu reduzieren, Kommunikationsprozesse zu verbessern und mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung zu schaffen. Gleichzeitig sollen Patienten stärker in die digitale Transformation eingebunden werden, um ihre Selbstständigkeit und Sicherheit im Versorgungsprozess zu fördern.
„Mit der Einführung der CNIO-Rolle setzt die Universitätsmedizin Frankfurt bundesweit ein Signal. Sie etabliert ein Modell, das für andere Kliniken richtungsweisend sein kann. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Digitalisierung konsequent pflege- und patientenorientiert weiterzuentwickeln und die Versorgung nachhaltig zu verbessern“, betont Birgit Roelfsema, Pflegedirektorin der Universitätsmedizin Frankfurt.
Die Einführung der CNIO-Funktion markiert einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung pflegerischer Versorgung in einem digitalen Gesundheitswesen. Darauf aufbauend setzt die Universitätsmedizin Frankfurt ihre Innovationsarbeit konsequent fort: Eine Innovationsstation wurde als Reallabor für digitale Technologien dauerhaft etabliert. Erste Ergebnisse einer qualitativen Studie zur Entlastung durch digitale Tools werden Ende des Jahres erwartet. Weitere Projekte zu Telepflege, Virtual Nursing, Sensorik und Künstlicher Intelligenz sollen die pflegerische Versorgung zukunftsweisend gestalten.
Mit der neuen CNIO-Position stärkt die Universitätsmedizin Frankfurt ihre führende Rolle in der pflegeorientierten Digitalisierung und stellt sicher, dass digitale Technologien messbar entlasten, Prozesse verbessern und Patienten nachhaltig davon profitieren.
Quelle: Universitätsmedizin Frankfurt
22.12.2025









