News • Covid-19-Management

Biosensor erkennt Coronavirus und seine Varianten

Forscher der australischen RMIT University und des Unternehmens Soterius haben einen Biosensor entwickelt, der Covid-19-Viren und seine Varianten innerhalb von einer Minute detektieren kann.

Der Sensor bindet gezielt die gesuchten Viren an sich und analysiert sie. Der Befund wird direkt an Smartphone oder Computer weitergeleitet. Das Gerät kann den Zugang zu sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Flughäfen und Altenpflegeeinrichtungen regeln: Der Eintritt wird nur freigegeben, wenn der Besucher negativ ist.

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Der Covid-19-Biosensor

Foto: Soterius

"Unser Biosensor ist so klein, dass er auf eine persönliche Schlüsselanhängerkarte passt, und er ist einfach zu bedienen - Sie müssen ihre Karte nur an Kontrollpunkten über ein Lesegerät ziehen", sagt Alasdaire Wood, Mitbegründer von Soterius. Auch Menschen, die infiziert sind, aber keine Symptome haben, entgingen der Kontrolle nicht. Zudem würde das Gerät keine Infektionen melden, wenn jemand nicht infiziert ist - falsch positive Ergebnisse seien ausgeschlossen.

Der Sensor kann im derzeitigen Stadium acht Virus-Varianten erkennen. Er könne problemlos angepasst werden, wenn neue Mutationen auftauchen, versichert Wood und ebenso für andere Mikroorganismen ausgelegt werden, etwa für Influenza. "Wir hoffen, dass unser Scout-Biosensor ein wichtiges Werkzeug für das Management von Covid-19 wird, indem er eine genaue Früherkennung ermöglicht, um Ausbrüche zu verhindern und zukünftige Kontaktsperren zu vermeiden", so Wood. Sein Unternehmen will den Sensor ab 2022 in den Handel bringen.

Prototypentests, die am RMIT in Zusammenarbeit mit dem Burnet Institute durchgeführt wurden, zeigen, dass der Sensor sogar Virenfragmente mit beeindruckender Genauigkeit und ohne Fehlalarme erkennt. Die Entwickler denken auch daran, den Sensor als schnelles und einfach zu bedienendes Diagnosewerkzeug für diverse Viruserkrankungen weiterzuentwickeln. RMIT-Projektleiter Professor Sharath Sriram glaubt, dass das Virus nicht so schnell verschwindet. "Deshalb brauchen wir intelligente Lösungen, die uns helfen, das Virus zu erkennen und Ausbrüche einzudämmen", so Sriram.


Quelle: RMIT University Australia/pressetext

12.07.2021

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