Kognitive Störungen

Startup verbessert Diagnose durch Künstliche Intelligenz

Das Startup ki elements hat das Ziel, die Arbeit von Gesundheitsexperten mit KI-gestützten Sprachanalysen zu verbessern. Davon könnten weltweit fast 44 Millionen Menschen profitieren, die an neurodegenerativen Erkrankungen leiden.

Die Gründer von ki elements: Johannes Tröger (von links), Dr. Jan...
Die Gründer von ki elements: Johannes Tröger (von links), Dr. Jan Alexandersson, Dr. Andrey Girenko, Jochen Britz, Nicklas Linz und Maurice Rekrut.
Quelle: DFKI

ki elements UG (haftungsbeschränkt) ist ein Spinoff des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), das im Rahmen der EIT Digital Innovationsaktivität ELEMENT gegründet wurde. Die neu entwickelte Sprachanalyse ermöglicht eine schnellere und präzisere Diagnose und somit eine frühere Behandlung von neurokognitiven Erkrankungen. Die Aktivität hat nun durch den offiziellen Launch des Startups ki elements einen wichtigen Meilenstein erreicht. Zur Zeit wird an einer Alphaversion für die Demenzdiagnose gearbeitet, die ab September im Klinikbereich getestet wird. Dr. Jan Alexandersson, CEO des Startups ki elements und Mitarbeiter des DFKI erklärt: „Wir arbeiten eng mit der Association Innovation Alzheimer und dem Team rund um Prof. Philippe Robert als klinischem Partner zusammen, um das Produkt zu testen und weiterzuentwickeln. Wir glauben, dass Künstliche Intelligenz uns die Möglichkeit eröffnet, neurodegenerative Erkrankungen an Hand natürlicher Sprache, der wohl einzigartigsten menschlichen Fähigkeit, einzuschätzen.“

Dr. Jan Alexandersson ergänzt: „Wir haben vor kurzem das Startup gegründet und sind jetzt einsatzbereit. Die nächsten Schritte beinhalten die Arbeit an einem voll funktionalen Prototyp, damit wir bis spätestens Ende 2017 auf erste Kunden zugehen können. Wir arbeiten zudem auf eine CE-Zertifizierung unseres Produktes hin und planen, bis Ende nächsten Jahres auch auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen. Für 2017 fokussieren wir uns jedoch zunächst auf den französischen Markt.“

Die beteiligten EIT Digital Partner der Innovationsaktivität sind:

  • DFKI GmbH: Activity Lead, Koordination, Mobile- und App-Integration
  • ki elements (Untervertragspartner der DFKI GmbH): Kommerzialisierung der Projektergebnisse
  • INRIA: Sprachdatenerhebung, Videoanalyse und klinische Versuche
  • University of Edinburgh: Validierung des aktuellen Systems für britisches Englisch
  • Association Innovation Alzheimer (Untervertragspartner von INRIA): Klinischer Partner, der Zugang zu Demenzpatienten ermöglicht und Sprachdaten erhebt

ELEMENT läuft innerhalb der EIT Digital Action Line „Digital Wellbeing“. Digital Wellbeing verfolgt das Ziel, die Gesundheitsausgaben zu begrenzen und gleichzeitig die Lebensqualität im Berufsleben wie im hohen Alter durch Prävention und Behandlung mentaler und physischer Beschwerden zu sichern. Generell basieren die Lösungen darauf, dass Kunden gut über ihren Gesundheitszustand informiert werden und fähig sind, digitale Instrumente zu nutzen, um ihre Lebensqualität zu messen und zu verbessern – entsprechend dem Motto: „Ein Gramm Prävention ist genau so viel Wert, wie ein Kilo Heilung“.

Das Ziel von EIT Digital ist es, Innovationen aus europäischer Spitzenforschung hervorzubringen – durch Inkubation sowie Förderung des Markteintritts und schnelles Wachstum. Der Fokus liegt auf vier Innovationsbereichen, sogenannten Action Lines, die gesellschaftlich wie ökonomisch relevant sind und in denen Europa eine Führungsrolle übernehmen kann. In jeder Action Line werden offene Innovationsprojekte gefördert, die durch die Partner von EIT Digital durchgeführt werden sowie junge Technologie-Startups beim Wachstum unterstützt. EIT Digitals Innovationsaktivitäten liefern neue Produkte oder Dienstleistungen und schaffen Startups und Spinoffs, um Projektergebnisse zu kommerzialisieren. Zudem unterstützen sie den Transfer von Technologien für den Markteintritt.

 

Quelle: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

05.07.2017

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