Neue Richtlinie VDI 5700 Blatt 1

Risikomanagement der Aufbereitung von Medizinprodukten

Mit Krankheitserregern kontaminierte Medizinprodukte stellen ein Risiko nicht nur für Anwender, sondern vor allem für Patienten dar. Bei einem medizinischen Eingriff können sie eine mögliche Ursache von Infektionen sein. Damit höchste Sorgfalt herrscht, wenn Patienten sich in ärztlicher Behandlung befinden, ist eine fachgerechte Aufbereitung von mehrfach verwendeten Medizinprodukten von großer Bedeutung. Die neue Richtlinie VDI 5700 Blatt 1 gibt detaillierte Empfehlungen für die Anwendung des Risikomanagements in Bezug auf die Aufbereitung von Medizinprodukten nach DIN EN ISO 14971.

Photo: Risikomanagement der Aufbereitung von Medizinprodukten

VDI 5700 Blatt 1 beinhaltet die Risikoanalyse, die Risikobewertung und die Beherrschung von Risiken, die für Patienten, Anwender und Dritte durch die Aufbereitung von Medizinprodukten entstehen können. Sowohl mögliche Gefährdungen und Schadensquellen als auch Gefährdungssituationen werden im Rahmen des Risikomanagements betrachtet und in der Richtlinie aufgezeigt. Des Weiteren werden Maßnahmen zur Risikobeherrschung vorgestellt.

Bei der Aufbereitung von Medizinprodukten ist sicherzustellen, dass der Erfolg der angewandten Prozesse nachvollziehbar ist und die Gesundheit und Sicherheit der Patienten nicht gefährdet wird. Zudem sollte die vorgesehene Funktion des Medizinprodukts vollständig erhalten bleiben, welche im Rahmen des Risikomanagements überprüft wird. Dabei ist die gesamte Prozesskette zu beachten, da die einzelnen Schritte der Aufbereitung sich wechselseitig beeinflussen.

Herausgeber der VDI 5700 Blatt 1 „Risikomanagement der Aufbereitung von Medizinprodukten – Maßnahmen zur Risikobeherrschung" ist die VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences. Die Richtlinie ist ab sofort zum Preis von EUR 138,30 beim Beuth Verlag (Telefon +49 30 2601-2260) erhältlich. Online-Bestellungen sind unter www.vdi.de/5700-1 und www.beuth.de.

Fachlicher Ansprechpartner im VDI:
Dr. Andreas Herrmann
VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences
Fachbereich Medizintechnik
Telefon: +49 211 6214-445
E-Mail: medizintechnik@vdi.de

Sie finden diese Pressemitteilung auch beigefügt als PDF und im Internet unter www.vdi.de/presse.

Quelle: Pressemitteilung VDI

14.04.2015

Verwandte Artikel

Photo

News • MEDICA Infection Control Forum

Neues Forum rückt Infektionsprävention in den Fokus

Die MEDICA 2026 widmet Themen rund um Infektionsprävention und Krankenhaushygiene erstmals ein eigenes Bühnenformat. Diskutiert werden unter anderem die Auswirkungen des Fachkräftemangels und neue…

Photo

News • S2k-Leitlinie zu Frakturversorgung

Knochenbruch heilt nicht: Infektion als mögliche Ursache

Wenn ein Knochenbruch nicht heilt, kann eine Infektion die Ursache sein. Eine neue Leitlinie beschreibt erstmals ein abgestimmtes Vorgehen von der Vorbeugung bis zur Nachsorge.

Photo

News • Massenspektrometrie für die Ukraine

Moderne Infektionsdiagnostik für die „Überlebensfabrik“

Eine Delegation aus der Ukraine sammelte am Universitätsklinikum Münster Know-How im Umgang mit Massenspektrometrie zur schnellen Erkennung von Krankheitserregern.

Newsletter abonnieren