Innovationspreis NEO 2015

Neue Methode zur Brustkrebsfrüherkennung

Das Projekt „3-D-Ultraschall-Computertomographie“ (3D-USCT) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis NEO 2015 der TechnologieRegion Karlsruhe erhalten. Das neue bildgebende Verfahren zur Brustkrebsfrüherkennung verspricht Bilder in sehr guter Qualität. Ziel ist es, Tumoren, die fünf Millimeter oder kleiner sind, zuverlässig zu entdecken, um einen früheren Diagnosezeitpunkt zu ermöglichen und damit die Heilungschancen stark zu erhöhen.

Wissenschaftler des KIT und Mediziner des Universitätsklinikums Mannheim mit...
Wissenschaftler des KIT und Mediziner des Universitätsklinikums Mannheim mit dem Prototyp für die 3-D-Ultraschall-Computertomographie (v. l. n. r.: Nicole Ruiter, Elisa Walker, Clemens Kaiser, Torsten Hopp, Julia Knaudt, Michael Zapf)
Quelle: Markus Mertens

„Die Verleihung des NEO 2015 für ein Projekt aus dem KIT zeigt einmal mehr die Innovationsstärke unserer Forschung“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Seit Jahren unterstützen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch einen Innovationsfonds, um vielversprechende Ideen im Markt zu realisieren – zum Nutzen für die Gesellschaft. Das nun mit dem NEO ausgezeichnete Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür.“

Das von einem Team um Nicole Ruiter am Institut für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik des KIT entwickelte Verfahren basiert auf Ultraschall und bietet damit viele Vorteile. So ist eine unangenehme Brustkompression nicht nötig: Vom USCTVerfahren geht keine Strahlenbelastung aus, sodass beliebig viele Aufnahmen unproblematisch sind. Durch die 3-D-Aufnahme der frei hängenden Brust können zudem Bilder von Untersuchungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten einfacher miteinander verglichen werden.

Das Verfahren liefert drei verschiedene Bilder unterschiedlicher physikalischer Eigenschaften des Gewebes: Reflektivität, Schallgeschwindigkeit und Dämpfung, welche jeweils von Brustkrebs beeinflusst werden. Je mehr dieser unterschiedlichen Bildinformationen vorhanden sind, desto eindeutiger lässt sich „gut“ von „bösartig“ unterscheiden. Deshalb verspricht das Verfahren eine hohe Trefferquote auch bei schwierigen Fällen. 3-D-Ultraschall-Computertomographen sollen deutlich kostengünstiger in Anschaffung und Betrieb werden als Geräte für die 3-DMagnetresonanztomographie. Zum Nachweis der Wirksamkeit und Reproduzierbarkeit des neuen Verfahrens läuft eine Studie mit 200 Patientinnen am Universitätsklinikum Mannheim.


Quelle: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

15.10.2015

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