Arbeitsgruppe Experimentelle und translationale Hepatologie und hepatobiliäre...
Arbeitsgruppe Experimentelle und translationale Hepatologie und hepatobiliäre Onkologie (Leitung: Prof. Dr. Jens Marquardt)

Bildquelle: Universität zu Lübeck; Foto: Maike Kortemeyer

Neue therapeutische Ansätze

Neue Forschung verbessert Verständnis von Leberkrebs

Ein tiefer Einblick in die Molekularbiologie verbessert das Verständnis und ebnet den Weg zu neuartigen prognostischen und therapeutischen Ansätzen für Patienten.

Die aktuelle Studie der Forschungsgruppe der experimentellen und translationalen Hepatologie und hepatobiliären Onkologie der Universität zu Lübeck am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), gewährt einen tiefen Einblick in die molekularen Veränderungen der Entstehung und des Voranschreitens von Leberkrebs. Die Wissenschaftler veröffentlichen ihre Erkenntnisse im Fachjournal JCI Insight.

Dies führt zu einem besseren Verständnis der Entwicklung dieser seltenen Tumore und weisen neue mögliche Ansatzpunkte für die Prognoseabschätzung und für zielgerichtete Therapieansätze für die Patienten auf. Die Arbeitsgruppe um Dr. Czauderna, Dr. Castven und Prof. Dr. Marquardt befasst sich mit der Erforschung von akuten und chronischen Lebererkrankungen, der Leberzirrhose und ihrer Komplikationen wie der Leberkrebsentstehung. Der Fokus liegt hierbei auf den molekularen, metabolischen und immunologischen Aspekten der Tumorentstehung und Tumorprogression.

Schematische Zusammenfassung der Forschungsergebnisse
Schematische Zusammenfassung der Forschungsergebnisse

Bildquelle: Czauderna et al., JCI Insight 2021 (CC BY 4.0)

Die Entstehung von Lebertumoren wird durch verschiedene Stadien charakterisiert. Das Spektrum der Veränderungen reicht hierbei von der zugrundeliegenden chronischen Lebererkrankung über dysplastische Veränderung bis zu frühen und fortgeschrittenen Lebertumoren. In der mehrjährigen Arbeit wurden Veränderungen in den jeweiligen Stadien der Lebererkrankung und Tumorentstehung auf verschiedenen molekularen Ebenen erfasst und integrativ erforscht. 

Die Wissenschaftler konnten hierdurch die Veränderungen in der Leberkrebsentwicklung umfangreich charakterisieren. Sie entschlüsselten frühe epigenetische Veränderungen mit prognostischer Wertigkeit und zeigen, dass sie Einfluss auf weitere molekuläre Ebenen haben, welche die Tumorprogression fördern. Die Arbeitsgruppe identifizierte und validierte sogenannte epigenetische Treiber der Krebsentstehung in größeren Patientengruppen für mögliche neuartige präzisionsmedizinischen Ansätze in der Behandlung des Leberkrebs.


Quelle: Universität zu Lübeck

27.08.2021

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