Prof. Dr. Elion Hoxha

Personalisierte Therapie-Ansätze in der Nephrologie ausbauen

Prof. Dr. Elion Hoxha ist neuer Leiter des Schwerpunktes Nephrologie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Inhaber des Lehrstuhls für Nephrologie an der Würzburger Universitätsmedizin. Prof. Hoxha war zuvor Oberarzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Mitte April begann der 42-Jährige seine Arbeit in Würzburg.

Portraitfoto von Prof. Elion Hoxha
Prof. Dr. Elion Hoxha ist neuer Leiter des Schwerpunktes Nephrologie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Inhaber des Lehrstuhls für Nephrologie an der Würzburger Universitätsmedizin.

Bildquelle: UKW; Foto: Stefan Dreising

Zu den Schwerpunkten des Facharztes für Innere Medizin und Nephrologie zählt unter anderem die Glomerulonephritis, eine Entzündung der kleinsten Blutgefäße der Niere. Dabei handelt es sich um eine der häufigsten Ursachen für Funktionsstörungen der Niere (Niereninsuffizienz). „Die Niere ist ein äußerst komplexes und damit faszinierendes Organ, gleichzeitig ist die Wechselwirkung mit den weiteren Organen und dem Stoffwechsel extrem vielschichtig“, so Prof. Hoxha. Ein ganz anschauliches Beispiel: So schadet ein hoher Blutdruck der Niere und eine kranke Niere kann umgekehrt hohen Blutdruck verursachen. Hoxha: „Gerade angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung wird dieser Aspekt immer wichtiger, denn im Alter kommen oft mehrere Erkrankungen zusammen – und daher rückt hier die Nierengesundheit auch mit zunehmender Medikation stärker in den Blickpunkt.“ Ziel sei daher eine schnelle Diagnose, um mit individuell optimierten Therapien den Prozess des Nierenversagens im Idealfall zu verhindern oder zumindest weit hinauszuzögern. 

Hoxha hat in Hamburg Medizin studiert, zudem ein Aufbaustudium Molekularbiologie absolviert und wurde in Hamburg promoviert. 2019 erhielt er ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). In dem multidisziplinären Sonderforschungsbereich (SFB) 1192 „Immunvermittelte glomeruläre Erkrankungen“ war Prof. Hoxha Teilprojektleiter. 2022 erhielt er den wissenschaftlichen Ehrenpreis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie.

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Sowohl in der Patientenversorgung als auch in seiner wissenschaftlichen Arbeit wird er die Arbeit an personalisierten Therapie-Ansätzen fortsetzen: „Dafür bietet Würzburg mit seiner Universitätsmedizin und der engen Vernetzung verschiedener Fachdisziplinen optimale Voraussetzungen. Gemeinsam mit den Kollegen möchte ich weiter an der Translation neuer Diagnostik- und Therapiemethoden arbeiten“, so Prof. Hoxha. 

Die Nephrologie ist ein Schwerpunktbereich innerhalb der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am UKW. Klinikdirektor Prof. Dr. Stefan Frantz: „Ich freue mich, dass wir Prof. Hoxha für das UKW gewinnen konnten. Er wird zu einer optimalen Patientenversorgung beitragen und zudem mit seinen Ansätzen in Forschung und Lehre unser Klinikprofil weiter zukunftsorientiert ausbauen.“ 


Quelle: Universitätsklinikum Würzburg

16.05.2025

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