Hellste Köpfe: Nachwuchsarbeit mit Spaß- und Erfolgsfaktor

2011 berichtete Anne Schmitz vom Deutschen Röntgenkongress zum ersten Mal als Korrespondentin für die Website „Hellste Köpfe“, die Plattform der Deutschen Röntgengesellschaft,
die Nachwuchsarbeit fördern und Medizinstudenten schon frühzeitig für die Radiologie begeistern will.

Anne Schmitz
Anne Schmitz

Allein im letzten Jahr konnten 200 angehende Mediziner als Stipendiaten den Deutschen Röntgenkongress besuchen. In RöKo Heute schildert die angehende Radiologin Anne Schmitz, wie sie zu den „Hellsten Köpfen“ kam und warum ihr die Arbeit dafür so viel Spaß macht: 

„Im Jahr 2010 wurde ich zum ersten Mal auf „Hellste Köpfe“ aufmerksam. Über eine Freundin hatte ich von dem Stipendienprogramm zur Unterstützung von Medizinstudenten gehört, die sich für das Fach Radiologie interessieren. Das Programm ermöglicht den Stipendiaten die Teilnahme am Kongress, indem die Kosten für die An- und Abreise, die Übernachtungen und den Besuch des Kongresses übernommen werden. Weiterhin organisieren die Programmverantwortlichen ein „Get-together“ mit Abendessen zum Kennenlernen der anderen Stipendiaten. Ich interessierte mich schon seit langer Zeit im besonderen Maße für die Radiologie und mein Wunsch war es, mich nach Beendigung des Medizinstudiums als Assistenzärztin für Radiologie an einer Universitätsklinik zu bewerben. Schon vor dem Studium entdeckte ich bei einem Schulpraktikum meine Leidenschaft für das Fach. Die hohe Aussagekraft der Bilder und die Herausforderung der Interpretation faszinierten mich von Anfang an. Ich war froh, dass das Stipendienprogramm es mir ermöglichte, zum Kongress zu reisen. Mein erster Kongressbesuch 2010 war sehr aufregend, da ich zuvor nie auf einem Kongress gewesen war und keinerlei Erfahrung mit Vorträgen, Refresher-Kursen und Industrieausstellungen hatte.

Das Redaktionsteam von „Hellste Köpfe“ suchte noch interessierte Jungassistenten und Studenten, die im Rahmen einer freien Mitarbeit Artikel zu verschiedenen Themen für die Internetseite verfassen sollten. Da sich die Internetseite noch im Aufbau befand, gab es viel Potenzial zur Mitgestaltung. Ich besuchte für „Hellste Köpfe“ den Ruhr-Kongress in Bochum, interviewte Frau Prof. Kuhl in Aachen und verfasste Artikel über meine Erfahrungen mit Famulaturen im Fach Radiologie. Während des Praktischen Jahres berichtete ich über meine Erfahrungen in der Radiologie in der Schweiz und während der Examensvorbereitung über Radiologie im „Hammerexamen“.

Die Zuschriften, die ich im Anschluss an die Artikel erhielt, machten mir deutlich, dass die Internetseite ein Informationsportal für viele Studenten geworden war. Auf der Internetseite werden aktuelle Fachbücher vorgestellt und Artikel über Doktorarbeiten, Kongresse, Weiterbildungsmöglichkeiten und Interviews mit Assistenten vor der Facharztprüfung veröffentlicht. Außerdem bietet sie die Möglichkeit in Foren über Themen wie Interventionelle Radiologie oder die Weiterbildung im Ausland zu diskutieren. Über eine Doktorandenbörse können Kliniken Doktorarbeiten anbieten und Studenten die für sie geeignete Arbeit finden. Ein weiteres Highlight ist das monatliche Quiz, bei dem man das aktuell vorgestellte Lehrbuch gewinnen kann. Bereits im ersten Jahr fand die Internetseite großen Zuspruch und das Stipendienprogramm ging in die zweite Runde. Zum Kongress nach Hamburg fuhr ich 2011 bereits als Korrespondentin von „Hellste Köpfe“ und konnte nun das Programm auch aus einem anderen Blickwinkel beurteilen und darüber berichten. Es hat mir besonders viel Freude gemacht zu sehen, wie viele Studenten sich für die Radiologie interessieren und das Programm nutzen, um erste Einblicke zu erlangen. In diesem Jahr reise ich als Referentin zum Kongress und werde einen Vortrag im Rahmen der Studenten- Session am Samstag zum Thema „Radiologie im Hammerexamen“ halten. Ich hoffe besonders hier durch meine Erfahrungen aus dem letzten Herbst den Studenten für ihr eigenes Examen wichtige Tipps geben zu können.“

 

Veranstaltungshinweis

Saal Albers-Schönberg
Sa, 19.05, 9:30 - 9:45 Uhr
Erfahrungen mit der Radiologie im Staatsexamen
Schmitz A / Heidelberg
Session: Radiologie für Studenten I

 

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Im Profil

Nach dem Abitur am Stiftsgymnasium Xanten studierte Anne Schmitz Humanmedizin im Modellstudiengang an der Technischen Universität Aachen. Im Oktober 2011 legte sie ihr 2. Staatsexamen ab und seit Februar 2012 ist die 26-Jährige Assistenzärztin der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Uniklinikum Heidelberg.

17.05.2012

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