boy with headphones in a sound museum
Dem Ton auf der Spur in der Hörwerkstatt des Deutschen Museum

© MED-EL

Ausstellungen

Drei Museen, eine Frage: Wie funktioniert unser Gehör?

Wie funktioniert das menschliche Gehör? Wie viel Lärm kann das Ohr aushalten und was passiert eigentlich, wenn man nicht mehr hören kann? Diesen und vielen anderen Fragen rund um das vielleicht spannendste Organ können Interessierte in gleich drei Museen in Österreich, Deutschland und der Schweiz nachgehen:

Im MED-EL ScienceCenter „Audioversum“ in Innsbruck, in der „Hör-Werkstatt“ des Deutschen Museums in München sowie im Rahmen der Sonderausstellung „Unterwegs im Ohr“ im naturhistorischen Museum in Basel.

Die menschlichen Ohren sind so einmalig wie genial. Denn wie ein Fingerabdruck, sind sie nicht nur bei jedem einzigartig, sondern auch regelrechte Naturtalente. Sie sind ständig im Einsatz, schlafen nie und können zwischen mehr als 400.000 Tönen unterscheiden. Keine Frage, das Gehör ist ein wahres Hochleistungsorgan, das dem Menschen dabei hilft, die Welt zu erschließen. Was der Hörsinn zu leisten vermag, nehmen wir, wenn überhaupt, meist ganz unbewusst und selbstverständlich wahr. Doch wie genau hört der Mensch? Was steckt hinter diesem komplexen Prozess? Und wie sieht das Ohr eigentlich von innen aus? Antworten auf diese spannenden Fragen liefern gleich drei Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich jeder für sich in ganz interaktiver und unterschiedlicher Weise mit dem Thema Hören auseinandersetzen.

In Bruchteilen von Sekunden findet das menschliche Gehirn in tausenden von Bildern die Ursache des Geräuschs

© Audioversum

Das Audioversum – die interaktive Erlebniswelt zum Hören und Staunen in Innsbruck

Als Science Center verbindet das Audioversum seit 2013 die Themenbereiche Medizin, Technik, Bildung und Kunst mit dem Ziel, Kinder und Erwachsene über die Bedeutung des Hörorgans für die Kommunikation und die Lebensqualität aufzuklären. Aufgebaut als spielerische Entdeckungswelt mit interaktiven Erlebnisstationen liefert die Ausstellung außergewöhnliche Einblicke in die Funktionsweise des menschlichen Gehörs. So können sich Besucher beispielsweise in 3D durch das Ohr navigieren, im Audiocheck spielerisch das eigene Gehör testen, auf akustische Jagd nach unsichtbaren Vögeln gehen oder in einem schalldichten Schreiraum die Grenzen der eigenen Stimme austesten. Ganz neu ist das holografisch projizierte Soundlabyrinth, dessen virtuelle Wände nur dann sichtbar werden, wenn der Besucher eigene Geräusche erzeugt. Das Audioversum hat ganzjährig geöffnet. Neben der Dauerausstellung zum Thema Hören wird das Science Center auch durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzt. Initiator der Erlebniswelt ist MED-EL, einer der führenden Anbieter implantierbarer Hörlösungen. Weitere Informationen unter: www.audioversum.at 

Ganz Ohr im Deutschen Museum in München

Seit Juni 2017 können die Besucher des Deutschen Museums in München in der Hör-Werkstatt spielerisch in die faszinierende Welt des Hörens eintauchen. An verschiedenen didaktischen Stationen erkunden große und kleine Entdecker im Alter von 7 bis 99 Jahren, in welchen Frequenzbereichen das menschliche Ohr hören kann, welche Geräusche für das Ohr nachhaltig schädlich sind und wie Menschen mit Hörverlust heutzutage dank moderner Hightech-Lösungen hören können. Die Hör-Werkstatt befindet sich als Mitmachbereich inmitten der Physik-Ausstellung des Deutschen Museums und ist ein Programm der Experimentier-Werkstatt, die sich in kreativen Experimenten alltäglichen Phänomen nähert und diese auf das Wesentliche anschaulich herunterbricht. Die Hör-Werkstatt entstand aus einer Kooperation zwischen dem Deutschen Museum, dem Audioversum ScienceCenter und dem Hörimplantathersteller MED-EL, die für diesen Mitmachbereich zahlreiche Exponate zur Verfügung stellten. Das Programm wird noch bis zum 29. November 2018 angeboten und ist wieder für das Frühjahr 2019 geplant. Weitere Informationen unter: www.deutsches-museum.de

Unterwegs im Ohr im naturhistorischen Museum in Basel

Photo
Eintritt in den Erlebnisrundgang durch die Ohrmuschel.
Quelle: © Kostas Maros

Eine besonders beeindruckende und von der Firma MED-EL unterstütze Sonderausstellung zum Thema Hören erwartet die Besucher des naturhistorischen Museums in Basel ab dem 18. November 2018. Hier können interessierte Hobbyforscher nämlich tatsächlich durch ein überdimensioniertes Ohr spazieren und die verschiedenen Teilbereiche des Gehörs vom Außenohr bis in die Hörschnecke erkunden. An vielen Stationen können sich Interessierte ausprobieren und entdecken wie das Gehör von Menschen, Säuge- und Wirbeltieren aufgebaut ist. Darüber hinaus beschäftigt sich die Ausstellung mit Fragen wie: Warum entsteht beim Tauchen Druck auf den Ohren und was passiert, wenn die kleinsten Knochen im Ohr nicht mehr so zusammenarbeiten, wie sie sollten? Ergänzt wird die Sonderausstellung durch Sprechstunden, Führungen, Workshops und Familientage. Weitere Informationen unter: www.nmbs.ch/home

Lauscher auf für den Erfinder-Wettbewerb „ideas4ears“

Es geht um Kreativität, die vielleicht sogar die Welt verändern kann: Am Welterfinder-Tag, dem 9. November 2018, startete die zweite Auflage des globalen Kinder-Erfinder-Wettbewerb „ideas4ears“ von MED-EL, bei dem Kinder im Alter von 6-12 Jahren ihre Ideen einreichen können, welche die Lebensqualität von Menschen mit Hörverlust verbessern. Dem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt, jeder darf mitmachen – egal ob es sich um die Weiterentwicklung eines bestehenden Produkts handelt oder um eine völlig neue Idee. Ihre Erfindungen können die Teilnehmer in Form von Zeichnungen, kurzen Videos oder Skulpturen präsentieren. „Dieser Wettbewerb soll nicht nur den Erfindergeist der Kinder fördern. Er zeigt gleichzeitig die Herausforderungen auf, denen sich Menschen mit Hörverlust und Taubheit in ihrem Alltag stellen müssen“, erklärt Gregor Dittrich, Geschäftsführer von MED-EL Deutschland, die Motivation hinter dem Projekt. Alle erfindungsreichen Kids und Teens können über die Webseite www.ideas4ears.org am Wettbewerb teilnehmen. Einsendeschluss ist der 17. Januar 2019. Die besten Ideen werden am 31. Januar 2019 prämiert. Die Sieger reisen zur MED-EL Firmenzentrale ins österreichische Innsbruck, wo sie die Fertigungs- und Forschungsabteilungen des Unternehmens hautnah erleben und die MED-EL Erfinder persönlich kennenlernen können.


Quelle: MED-EL

23.11.2018

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