Schlaganfall praktisch

Pragmatisch und praxisnah - die Hands-on Workshops

Nach den positiven Erfahrungen des Hands-on Workshops ‚Stroke‘ auf dem RadiologieKongressRuhr 2015, wird das Angebot dieses Jahr mit dem Workshop ‚Interventionen an Becken und Bein‘ ausgeweitet.

Impressionen vom Workshop Hands-on Stroke 2015.

Lernziele: Materialkunde und Behandlungssimulation

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Impressionen vom Workshop Hands-on Stroke 2015.

„Hands-on-Workshops sind ein sehr beliebtes Format, weil es ganz praktisch viel zu lernen gibt. Wir haben hier erfahrene Kollegen und Firmen gewinnen können, die uns bei der Durchführung unterstützen“, betont Kongresspräsident Professor Werner Weber, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum.

Im Fokus des Hands-on-Workshops ‚Stroke‘ steht die moderne Schlaganfallbehandlung für Radiologen, die an Interventionellen Verfahren interessiert sind. Dabei kommen Produkte und Lösungen von Phenox und fünf weiteren Unternehmen zum Einsatz, die Instrumente für die Thrombektomie herstellen. Ein Ziel des Workshops ist die Materialkunde für Teilnehmer, die sich damit einen guten Überblick über die gängigen Devices und deren Anwendungen sowie die unterschiedlichen Technologien der Firmen vertraut machen können. Für Fragen, Diskussionen und pragmatische Tipps stehen an den jeweiligen Arbeitsstationen Mitarbeiter aus der Industrie zur Verfügung.

Selbstverständlich kommt auch der praktische Teil nicht zu kurz. Denn ein weiteres Ziel ist die Simulation eines Thrombektomie-Eingriffs, bei dem die Firmen ihre unterschiedlichen Instrumente und Behandlungsansätze aufzeigen können. „Manche Firmen bringen Gefäßmodelle mit, an denen die Teilnehmer einen Eingriff simulieren können. Andere wiederum haben kleine Röhrchen im Gepäck, die mit Thromben gefüllt sind. Damit können die Radiologen den Eingriff extrakorporal im Modell simulieren“, beschreibt Weber das Angebot.

Impressionen vom Workshop Hands-on Stroke 2015.
Impressionen vom Workshop Hands-on Stroke 2015.

Dem Fortbildungscharakter gerecht werden

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Kongresspräsident Professor Werner Weber, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum.

Der RadiologieKongressRuhr ist als Fortbildungskongress angelegt; durch die Implementierung der Hands-on-Workshops soll die Veranstaltung noch näher an die Praxis rücken. „Damit nehmen wir einen klaren Trend aus der radiologischen Ausbildung auf. Es ist wichtig für Radiologen, insbesondere für den Nachwuchs, die Möglichkeit zu erhalten, Materialkunde zu betreiben und Behandlungssimulationen durchzuführen. Unser Ziel ist es daher, dieses Angebot zukünftig noch weiter auszubauen und so den Fortbildungscharakter des Kongresses zunehmend zu stärken“, so der Kongresspräsident abschließend.


Profil:
Prof. Dr. Werner Weber hat nach dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt das Studium der Humanmedizin aufgenommen. Seit 1999 ist er Facharzt für Diagnostische Radiologie und seit 2000 führt er die Schwerpunktbezeichnung Neuroradiologie. Im Jahr 2007 folgte die Habilitation für das Fach Neuroradiologie sowie die Anstellung als Chefarzt in der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen. Parallel dazu übernahm Weber im August 2013 die kommissarische Leitung des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, das er seit 2014 als Direktor leitet.

Veranstaltungshinweis:
Raum: Tagungsraum 1 oder 2
Donnerstag, 03.11.2016, 12:45 – 17 Uhr
Hands-on Workshop „Stroke“

Raum: Tagungsraum 3
Donnerstag, 03.11.2016, 14:10 – 17 Uhr
Hands-on Workshop „Becken/Bein”

02.11.2016

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