Neues Ultraschallsystem visualisiert Gesamtblutfluss bei Herzklappeneingriffen

Ein neues System für die kardiovaskuläre Bildgebung liefert mithilfe eines neuen TEE-Schallkopfs für echte Volumenbildgebung erstmals in Echtzeit Vollvolumen-Farbdoppleraufnahmen der Herzklappenanatomie und des Blutflusses.

Eine 3D-Echokardiographie wurde mit der neuesten Planungssoftware von Siemens...
Eine 3D-Echokardiographie wurde mit der neuesten Planungssoftware von Siemens Healthcare rekonstruiert, um den Dopplerfluss einer wiederhergestellten Mitralklappe zu zeigen.
Quelle: Universitätskrankenhauses Ramón y Cajal in Madrid.
Eine 3D-Echokardiographie wurde mit der neuesten Planungssoftware von Siemens...
Eine 3D-Echokardiographie wurde mit der neuesten Planungssoftware von Siemens Healthcare rekonstruiert, um den Dopplerfluss einer wiederhergestellten Mitralklappe zu zeigen.
Quelle: Universitätskrankenhauses Ramón y Cajal in Madrid.

Dank dieser Technik erhalten Ärzte bei Herzklappeneingriffen in einem einzigen Bild eine anatomisch authentischere Darstellung des Herzens und des Blutflusses – auch bei Patienten mit EKGAnomalitäten.

„Die Volumen-Farbdopplerbildgebung ist von größter Bedeutung“, unterstreicht Dr. Lissa Sugeng, Associate Professor of Medicine an der Yale University. „Mit der neuen Volumenakquisition von Siemens kann ich die komplette Klappe sehen, den Regurgitationsstrahl lokalisieren und die Größe der Öffnung sehr schnell beurteilen, sodass wir den Eingriff fortsetzen können.“

Während der transösophagealen 3D-Echokardiographie (3D-TEE) wird über die Speiseröhre eine flexible Sonde eingeführt, um detaillierte Nahaufnahmen des Herzens zu erhalten und die Funktion der Herzklappen zu beurteilen. Lässt eine dysfunktionale Herzklappe Blut zurück in die Herzkammern strömen (Regurgitation) oder öffnet sie sich nicht richtig, um ausreichend Blut einzulassen, muss die Klappe unter Umständen operativ repariert oder durch eine Prothese ersetzt werden. Bei Eingriffen am Herzen zur Korrektur von Klappendysfunktionen unterstützt die TEE dabei, beispielsweise MitraClips oder künstliche Herzklappen zu platzieren.

Gegenwärtige Verfahren der Bildgebung mit 3D-TEE erfordern „Stitching „– das Zusammenfügen mehrerer Herzschläge im Computer, um ein vollständiges Bild der Herzfunktion und -durchblutung zu erreichen. Diese getriggerte Akquisition schließt nahezu alle Patienten mit EKG-Anomalitäten aus und führt oft zu Bildartefakten, welche die Ergebnisse verzerren können. Der neue TEE-Schallkopf Z6Ms für das Acuson SC2000 Prime bietet dagegen als erste Sonde von Siemens tatsächliche Volumen- 3D-TEE mit 90° x 90°-Echtzeiterfassung und Volumen-Farbdoppler, sodass 3D-Bilder des Herzens für jeden Herzschlag ohne Stitching möglich sind. Mit dem TEE-Schallkopf Z6Ms für echte Volumenbildgebung muss das Bild also nicht mehr aus mehreren Herzschlägen zusammengefügt werden, während zusätzlich die Möglichkeiten der Farbdopplerbildgebung gegeben sind. Der Chirurg kann den Blutfluss so während des Eingriffs abbilden und beurteilen, um sicherzustellen, dass die reparierte Klappe, beziehungsweise der Klappenersatz, richtig arbeiten. Das kann die Notwendigkeit weiterer Eingriffe zur Korrektur eventuell noch vorhandener Regurgitation verringern.

Erstmals für Acuson SC2000 Prime wird auch das Analysepaket eSie Valves eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Software zur automatisierten Messung von Herzklappen bei Eingriffen am Herzen. eSie Valves liefert innerhalb von Sekunden automatisierte Messungen der Aorten- und Mitralklappen, während Standardanwendungen für die Quantifizierung mehrere Minuten brauchen. Ärzte können die Anatomie und Physiologie der Klappen auf Grundlage dieser quantitativen Informationen schnell und einfach beurteilen, was bei der Dimensionierung von Prothesen wie auch bei der chirurgischen Reparatur hilft.

Die neuen Prime-Technologien sind auch als Upgrade erhältlich.

24.10.2014

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