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Epigenetik

Mit Sport gegen das Brustkrebs-Gen?

Wer Sport treibt und sich auch sonst viel körperlich bewegt, senkt sein Brustkrebs-Risiko. Auch die Methylierungsmuster der DNA spielen dabei eine Rolle, unklar ist bislang allerdings, in welchem Umfang.

Jetzt haben sich Forscher genauer mit den epigenetischen Effekten von Sport & Co. befasst – und dabei erstaunliche Entdeckungen gemacht. Ihre Studienergebnisse stellen sie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention vor.

Als DNA-Methylierung wird die chemische Kopplung von Methylgruppen an bestimmte Nukleotide der DNA verstanden. Die DNA enthält die Basen Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin, die den genetischen Fingerabdruck eines Organismus codieren. Die Base Cytosin kann in einer normalen und unter bestimmten Umständen in einer methylierten Version vorliegen. Solche methylierten Cytosine können zur Inaktivierung von Genen führen, sie agieren quasi als eine Art Ausschalter, um zu verhindern, dass alle Gene in einem Gewebe oder in einer Zelle gleichzeitig ausgebildet werden. Die Methylierung ist somit ein wichtiger Faktor, der die DNA-Struktur substanziell beeinflusst. Sie gilt derzeit als wichtigster epigenetischer Einflussfaktor.

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In der aktuellen Studie nun wurde der Einfluss sportlicher Aktivitäten auf das DNA-Methylierungsmuster und der Zusammenhang zu Brustkrebs untersucht. Dafür wurden die Daten von 24 Studien einbezogen. Über alle Studien hinweg zeigte sich ein Trend dafür, dass vermehrte körperliche Aktivität mit höheren Werten an globaler DNA-Methylierung verbunden war, was mit einem reduzierten Brustkrebsrisiko einherging.

In dieser Überblicksstudie deutete sich nach Ansicht der Studienautoren an, dass vermehrte körperliche Bewegung das globale DNA-Methylierungsmuster verändern kann. Eine vermehrte DNA-Methylierung durch Bewegung wiederum resultiert womöglich in einem reduzierten Brustkrebsrisiko.


Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft/Onko-Internetportal

26.10.2018

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