Geschmeidige Technik

Intelligent vernetztes Bildmanagement

Seit gut eineinhalb Jahren arbeiten die hessischen Main-Kinzig-Kliniken (MKK) mit JiveX als Bildarchiv – ein guter Zeitpunkt für eine vorläufige Zwischenbilanz. Und die fällt sowohl von IT-Seite als auch aus radiologischer Sicht durchweg positiv aus. Vor allem die gute Vernetzung der verschiedenen Standorte, die hohe Funktionalität und die flexible Arbeitsplatzgestaltung überzeugen Anwender und IT-Experten.

Main-Kinzig-Kliniken, Standort Gelnhausen.
Main-Kinzig-Kliniken, Standort Gelnhausen.
Main-Kinzig-Kliniken, Standort Schlüchtern.
Main-Kinzig-Kliniken, Standort Schlüchtern.

„Insgesamt ist die VISUS Technologie einfach sehr geschmeidig, sowohl was die Funktionalität als auch die Einbindung in die vorhandene IT-Struktur angeht“, erklären Bernd Bischof, Leiter der Datenverarbeitung in den MMK und Thomas Schwarz, Chefarzt der Radiologie der MKK, einhellig. Mit geschmeidig meinen sie unter anderem die gute Integrationsfähigkeit von JiveX in die vorhandene Softwaresituation, beispielsweise die Anbindung an das bestehende RIS. Und auch die Herausforderungen, die das Standortkonstrukt der MKK mit sich bringt, wurden elegant gelöst.

Alle Möglichkeiten unter einem Dach

Unter dem MKK-Dach vereinen sich alle denkbaren Vernetzungsszenarien: Zwei Standorte und zwei Medizinische Versorgungszentren zählt die Einrichtung. Ein Standort, der in Gelnhausen, verfügt über eine radiologische Abteilung, die Einrichtung am Standort Schlüchtern wird über die Radiologie des dort ansässigen MVZs versorgt – teilweise unter Nutzung der Modalitäten in Gelnhausen. „Dieses über viele Jahrzehnte gewachsene Konstrukt bringt immer wieder Herausforderungen mit sich, die es IT-seitig zu lösen gilt – angefangen beim Rechtemanagement bis hin zu der Frage der Datenlagerung“, so der IT-Experte.

Gelöst wurde diese Herausforderungen, indem jeder der Standorte über einen eigenen Server verfügt, so dass der Standort Schlüchtern nicht auf eine Standleitung nach Gelnhausen angewiesen ist. Allerdings gilt dies ausschließlich für aktuelle Untersuchungen, die Langzeitarchivierung erfolgt für alle Einrichtungen am Standort Gelnhausen. Damit dies vollautomatisch geschieht, werden alle akquirierten Daten sofort auf den Server in Gelnhausen geroutet. Bernd Bischof: „Für das PACS ist unsere Konstellation eine Herausforderung, denn die Mitarbeiter in Schlüchtern arbeiten ausschließlich mit Terminalservern. EDV-technisch gesehen arbeiten die also am Standort Gelnhausen und so müssten die Daten, würden sie ausschließlich auf dem Schlüchterner Server lagern, erst nach Gelnhausen und dann wieder zurückgeschickt werden. Darum werden alle Daten automatisch umgeroutet, was sicherlich nicht jedes PACS so gut umsetzen kann wie JiveX.“

Ein einheitliches Bildarchiv? Im MKK Gang und Gäbe.

Eine weitere Besonderheit ist der Umstand, dass das PACS im MKK seit jeher nicht nur für die radiologischen Bilder, sondern für alle DICOM-Daten gleichermaßen genutzt wird. Ein Umstand, der nicht explizit geplant wurde, aber sich als zweckmäßig aufdrängte und  sich heute mit dem aktuellen IT-Trend deckt, medizinische Daten zu konsolidieren, um die Anzahl der Archive zu reduzieren. Für diesen Ansatz ist JiveX exzellent gerüstet, vor allem was den Viewer betrifft, der auch die parallele Darstellung unterschiedlicher Datenquellen ermöglicht. Derzeit werden in JiveX neben den radiologischen Bildern auch die endoskopischen und sonographischen Aufnahmen gespeichert und stehen über den JiveX Viewer einrichtungsweit einheitlich zur Verfügung.

Trotz dieser einrichtungsweiten Nutzung liegt ein Schwerpunkt auf der radiologischen Befundung, weshalb die Radiologen bei der Entscheidung über das neue PACS vor gut zwei Jahren quasi die Entscheidungsgewalt innehatten. „Wir standen seinerzeit vor einem Update des alten PACS und haben festgestellt, dass die Anforderungen derart gestiegen sind, dass eine einfache Aktualisierung nicht ausreichend sein würde. Mittlerweile waren Funktionen wie die dreidimensionale Verarbeitung der Daten gefragt, die das alte System nicht mehr leisten konnte. Vor diesem Hintergrund kam es zu einer neuen Ausschreibung, in der VISUS mit den JiveX Funktionalitäten vollständig überzeugen konnte“, erklärt Thomas Schwarz.

Flexible Arbeitsplatzgestaltung erleichtert Befundung

Als besonders komfortabel empfanden die Radiologen dabei die Möglichkeiten der individuellen Anpassungen des Systems, die eine maßgeschneiderte Oberfläche für jeden Anwender zulassen. „Was für uns Radiologen ein Segen war, stellte sich für die IT allerdings eher als Fluch dar, weil jede Workstation anders eingerichtet war und es keine einheitliche Vorgehensweise für die Arbeitsplatzeinrichtung gab. Gemeinsam mit der IT haben wir uns dann auf einen Mittelweg geeinigt, der uns die notwendigen Freiheiten lässt und für die IT trotzdem handhabbar ist“, so der Radiologe.

Diese Freiheiten ergeben sich beispielsweise durch die flexible Gestaltung der Werkzeugleiste über das Kontextmenü die es erlaubt, dass jeder Anwender die Funktionen, die er häufig benötigt, in den sichtbaren Vordergrund legt. Weniger oft benutzte Buttons rücken in den Hintergrund. So bleibt die Oberfläche übersichtlich und umfasst doch alle Funktionalitäten, die für eine schnelle und sichere Befundung notwendig sind. Auch die individuell konfigurierbaren Hanging-Protokolle sorgen für eine Optimierung des Workflows.

„Eine weitere Besonderheit des Systems sind die guten Möglichkeiten zur Vorbereitung von Falldemonstrationen. In den Fallbesprechungen mit den Kollegen kommt es darauf an, gut sortiert zu sein und schnell zu den entscheidenden Bildern zu gelangen. Funktionen wie das Capturing, also das Einfrieren einer speziellen Bildsequenz mit der entsprechenden Einstellung, erleichtert die Demonstration und sind eine echte Unterstützung im radiologischen Alltag“, ergänzt Thomas Schwarz.

Neben JiveX Enterprise kommt in den Main-Kinzig-Kliniken auch JiveX Mammography zum Einsatz, das PACS speziell für die Befundung der Brust. Und auch von diesem sind Thomas Schwarz und seine radiologischen Kollegen restlos überzeugt. Das System fügt sich nahtlos in die spezifischen Arbeitsabläufe ein und verfügt über Funktionen, die die Beurteilung der Brust einfacher und vor allem sicherer machen. „Insgesamt haben wir mit JiveX ein System, das den Spagat zwischen hoher Funktionalität, Stabilität und einfacher Administrierbarkeit exzellent meistert“, erklären Bernd Bischof und Thomas Schwarz abschließend unisono.

02.11.2016

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