Prof. Dr. Florian Lordick

Für mehr Chancengerechtigkeit in der Onkologie

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) freut sich über eine herausragende Auszeichnung für seinen renommierten Onkologen: Prof. Dr. Florian Lordick wurde jetzt zum Präsidenten der European Society for Medical Oncology (ESMO) für die Amtszeit 2029–2030 gewählt.

Portraitfoto von Prof. Florian Lordick
Prof. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig, wird ESMO-Präsident 2029–2030.

Bildquelle: UKL/Stefan Straube 

Die ESMO ist die stärkste onkologische Fachgesellschaft in Europa und zählt zu den führenden onkologischen Netzwerken weltweit mit mehr als 50.000 Mitgliedern aus 172 Ländern. Sie ist auf allen Kontinenten aktiv. 

Prof. Lordick ist seit 2012 Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig, zudem leitet er die Klinik für Onkologie, Gastroenterologie, Hepatologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Leipzig. International ist er anerkannt für seine Expertise in der klinischen und translationalen Krebsforschung, dem Aufbau moderner onkologischer Versorgungsstrukturen und für sein weltweites Engagement in der onkologischen Fort- und Weiterbildung. 

Im Mittelpunkt seiner präsidentiellen Vision steht die Chancengerechtigkeit in der Onkologie: Wissenschaftlicher Fortschritt und Innovationen sollen allen Patienten gleichermaßen zugutekommen – unabhängig von Herkunft, Wohnort oder Gesundheitssystem. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Agenda ist die aktive Einbindung von Patienten nicht nur als Empfänger medizinischer Versorgung, sondern als gleichberechtigte Mitgestalter in Forschung, klinischen Studien und gesundheitspolitischen Entscheidungsprozessen. 

„Als ESMO-Präsident werde ich mich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass Fortschritte in der Krebsmedizin nicht nur in spezialisierten Zentren ankommen, sondern überall dort, wo Patienten Hilfe brauchen. Leipzig und das UKL stehen für mich dabei für all das, was erreicht werden kann, wenn Spitzenforschung und engagierte Patientenversorgung Hand in Hand gehen", so Prof. Dr. Florian Lordick zu den Zielen seiner Präsidentschaft. 

Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren

Prof. Dr. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig, betonte die Bedeutung dieses Erfolgs für den Standort: „Die Berufung von Prof. Lordick zum ESMO-Präsidenten erfüllt uns mit großem Stolz. Sie ist Ausdruck seiner außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistung, seiner internationalen Strahlkraft und seiner integrativen Persönlichkeit – und zugleich ein Beleg dafür, welche Bedeutung das Universitätsklinikum Leipzig in der europäischen Spitzenmedizin genießt. Wir wünschen Prof. Lordick alles Gute für dieses verantwortungsvolle Amt." 

Für das Universitätsklinikum Leipzig ist dieses Ergebnis eine besondere Anerkennung der medizinischen Exzellenz, die am UKL gelebt wird. Prof. Lordick bringt jahrzehntelange Erfahrung in europäischen und internationalen Führungsgremien ein: Er war Director of Education der ESMO, Präsident der International Gastric Cancer Association, Vorstandsmitglied der Deutschen Krebsgesellschaft und Vorsitzender der EORTC Gastrointestinal Tract Cancer Working Group. 

Die ESMO steht dafür, die Qualität der Krebstherapie, -diagnose und -prävention zu verbessern. Zu den zentralen Aufgaben der ESMO gehören die Entwicklung evidenzbasierter Leitlinien für die Krebsbehandlung, die Fortbildung und Vernetzung ihrer Mitglieder in allen beruflichen Phasen, die Organisation des jährlichen ESMO-Kongresses – einer der weltweit bedeutendsten Veranstaltungen in der Onkologie – sowie die Verbesserung der Krebsversorgung in Europa und weltweit. 


Quelle: Universitätsklinikum Leipzig 

10.06.2026

Verwandte Artikel

Photo

Prof. Dr. Antje Redlich

Kinder- und Jugendmedizin jenseits der reinen medizinischen Versorgung

Zum Internationalen Kindertag tritt Prof. Dr. Antje Redlich die W3-Professur für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Magdeburg an – ein Datum, das treffender kaum sein könnte.

Photo

Prof. Dr. Rita Schmutzler

Gynäko-Onkologin wird Stiftungspräsidentin

Der Stiftungsrat und der Vorstand der Deutschen Krebshilfe haben Professorin Dr. Rita Schmutzler zur neuen Präsidentin der gemeinnützigen Organisation gewählt.

Photo

Prof. Dr. Anna Lena Illert

Engagment für translationale Onkologie

Prof. Dr. Anna Lena Illert ist seit 1. Oktober 2025 Universitätsprofessorin für Hämatologie und Medizinische Onkologie und neue Direktorin der Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie…

Newsletter abonnieren