Dr. Konstanze Blatt

Versorgungsstrukturen an Krebspatienten ausrichten – nicht umgekehrt

Weichenstellung für die größte onkologische Fachgesellschaft in Deutschland: Ab dem 1. Juli 2026 führt Dr. Konstanze Blatt als neue Generalsekretärin die Deutsche Krebsgesellschaft.

Portraitfoto von Dr. Konstanze Blatt
Dr. Konstanze Blatt, neue Generalsekretärin der Deutschen Krebsgesellschaft

Bildquelle: DKG; ©: Peter-Paul Weiler 

In ihrer neuen Rolle hat sie sich zum Ziel gesetzt, die Behandlungsqualität und die Patientenzentrierung in der Onkologie weiter auszubauen. Blatt war seit Januar designierte Generalsekretärin und löst nun Dr. Johannes Bruns ab, der nach 20 Jahren an der Spitze des Verbandes in den Ruhestand eintritt. 

„Wir stehen vor großen gesundheitspolitischen Herausforderungen. Die Krankenhausreform, Spargesetze und der Nachwuchsmangel haben schon heute Auswirkungen auf die Krebsversorgung. Ich freue mich daher umso mehr, dass wir mit Dr. Konstanze Blatt eine Führungspersönlichkeit gewinnen konnten, die große Expertise im Gesundheitswesen hat und neue verbandsstrategische und gesundheitspolitische Impulse mit Blick auf die onkologische Versorgung setzen wird“, sagt Prof. Michael Ghadimi, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. „Mein ganz außerordentlicher Dank geht zudem an Dr. Johannes Bruns, der die Fachgesellschaft als Generalsekretär seit 2006 mit profundem Sachverstand, hohem gesundheitspolitischem Gespür und großer Weitsicht geprägt hat. Er hat über viele Jahre die Krebsversorgung in Deutschland mitgestaltet.“ 

Ich verfolge das Ziel, dass Krebsbetroffene in ganz Deutschland eine evidenzbasierte Krebsversorgung erhalten, die sich nach hohen Qualitätsmaßstäben richtet

Constanze Blatt

Blatt freut sich auf die neue Aufgabe und die Möglichkeit, die Versorgung von Krebsbetroffenen weiter zu verbessern. „In meiner beruflichen Laufbahn habe ich gelernt, einen übergeordneten Blick einzunehmen und Verbindungen zwischen den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft herzustellen. Für das Gesundheitswesen und im Besonderen die Onkologie ist das hochrelevant, denn hier spielen medizinische, versorgungsrelevante und auch soziale Gegebenheiten eine wichtige Rolle“, so Blatt. „Als Generalsekretärin der Deutschen Krebsgesellschaft verfolge ich das Ziel, dass Krebsbetroffene in ganz Deutschland eine evidenzbasierte Krebsversorgung erhalten, die sich nach hohen Qualitätsmaßstäben richtet. Dabei ist mir wichtig, die Patienten stärker in den Behandlungs- und Versorgungsfokus zu rücken und die Versorgungsstrukturen und Prozesse an deren Bedürfnissen auszurichten und nicht umgekehrt.“ Mit Blick darauf wird Blatt in ihrer neuen Funktion bei der Deutschen Krebsgesellschaft die Weiterentwicklung der zertifizierten Zentren, der onkologischen Leitlinien, der Versorgungsforschung und dem Wissensmanagement für Patienteninformation vorantreiben. 

Blatt ist promovierte Soziologin und arbeitet seit dem Beginn ihrer beruflichen Laufbahn im Gesundheitswesen, unter anderem in der Selbstverwaltung und der Wissenschaft. Während ihrer beruflichen Stationen hat sie sich mit Qualitätssicherung, Versorgungsforschung, sowie der politischen und strategischen Steuerung und Ausgestaltung der Versorgung befasst. Im Rahmen des Nationalen Krebsplans hat Blatt an der Weiterentwicklung der klinischen Krebsregister sowie an Projekten der Qualitätssicherung in der onkologischen Versorgung mitgewirkt. Zuletzt verantwortete sie den Fachbereich Befragung am Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG). Neben Stationen im Referat Medizinische Grundsatzfragen beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung und in der Prognos AG, arbeitete sie am Universitätsklinikum Freiburg in der Abteilung Qualitätsmanagement und Sozialmedizin.


Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft 

02.07.2026

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