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Fettsäuren - könnten sie Allergien heilen?

Kurzkettige Fettsäuren könnten dazu beitragen, Allergien zu therapieren oder gar zu verhindern. Darauf gibt es Hinweise aus zahlreichen Studien. „Kurzkettige Fettsäuren stabilisieren die sogenannten regulatorischen T-Zellen. Letztere „beruhigen“ gewissermaßen die entzündlichen T-Zellen, die bei Allergien eine zentrale Rolle spielen“ erklärte Prof. Dr. Harald Renz, 2. Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie e.V. (DGAKI).

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Kurzkettige Fettsäuren findet man allerdings nicht in der Nahrung. Hergestellt werden sie von speziellen Bakterien im menschlichen Darm mit Hilfe von Ballaststoffen aus der Nahrung. „Bei allergischen Kindern zeigt sich immer wieder, dass es ihnen gerade an den Bakterien fehlt, die für die Produktion kurzkettiger Fettsäuren verantwortlich sind. Das spricht indirekt für einen Zusammenhang,“ betonte Prof. Renz.

Neuste Untersuchungen1 haben gezeigt, dass sich die Konzentration an ungesättigten Fettsäuren im Darm deutlich erhöht, wenn große Mengen bestimmter ballaststoffreicher Nahrungsmittel verzehrt werden. Zu den ballaststoffreichen Nahrungsmitteln zählen zum Beispiel bestimmte Obst- und vor allem Gemüsesorten.

Untersucht wird nun die Möglichkeit, über die Produktion oder Zufuhr bestimmter Fettsäuren in das allergische Geschehen einzugreifen. „Denkbar wäre zum Beispiel, die Besiedelung des Darms mit Bakterien zu fördern, die Ballaststoffe verdauen und dafür kurzkettige Fettsäuren produzieren können. Vielleicht könnte man sogar Allergien verhindern, indem man allergiegefährdeten Kindern kurzkettige Fettsäuren zuführt,“ ergänzte Prof. Renz.

1 Roduit C et al. Allergy 2019;74(4):799-809. doi: 10.1111/all.13660. https://doi.org/10.1111/all.13660


Quelle: Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie e.V.



14.06.2019

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