Ethianum in Heidelberg mit nachhaltiger Infrastruktur

Green+ Hospitals in Deutschland

Das Ethianum in Heidelberg ist eine der ersten Kliniken in Deutschland, die sich konsequent an Kriterien für Nachhaltigkeit ausrichtet und damit ein Krankenhaus im Sinne des Green+-Hospitals-Programms von Siemens ist. In Zusammenarbeit mit dem Ethianum hat Siemens umfassende Lösungen entwickelt und implementiert: Dazu zählen das Energiemanagement, die Patientenversorgung sowie die Kommunikationsinfrastruktur. Das Ethianum ist seit Juli 2010 eröffnet.

Photo: Ethianum in Heidelberg mit nachhaltiger Infrastruktur
Photo: Ethianum in Heidelberg mit nachhaltiger Infrastruktur

Das Ethianum ist eine Klinik für Plastische Chirurgie, Ästhetische und Präventive Medizin mit Sitz in Heidelberg. Sie zählt zu den modernsten Kliniken Europas. Green+ Hospitals ist ein Programm, mit dem Siemens sein Portfolio für das Gesundheitswesen auf Nachhaltigkeit ausrichtet. Siemens bietet damit seinen Kunden umweltschonende Lösungen, und zwar im Gleichklang mit wirtschaftlicher Effizienz und hoher Qualität für die Patienten.

„Es war uns ein großes Anliegen, vor allem auch unter ökologischen Gesichtspunkten verantwortungsbewusst zu handeln und eine Klinik zu entwickeln, die im Sinne der Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen Maßstäbe setzt", erklärte Dr. Peter Görlich, Geschäftsführer des Ethianum.

„Dank der Lösungen von Siemens minimieren wir nicht nur unseren Energiebedarf. Vielmehr unterstützen sie unser Ziel, kurze Untersuchungszeiten und strukturierte Behandlungspfade als Standard im Gesundheitswesen zu etablieren“, ergänzte Görlich. „Als traditioneller Vorreiter neuer Entwicklungen hat sich Siemens seiner gesellschaftlichen Verantwortung für Mensch und Umwelt schon vor Jahren gestellt. Heute ist Siemens Marktführer in grüner Technologie.

Mit seinem Portfolio für Green+ Hospitals setzt unser Unternehmen Standards in puncto Nachhaltigkeit. Green+ Hospitals ist der Schlüssel zu mehr „Grün“, Qualität und Effizienz, von  dem Umwelt, Krankenhausbetreiber und Patienten gleichermaßen profitieren“, sagte
Wolfgang Bayer, Leiter Siemens Deutschland, Healthcare Sector.

„Das Ethianum ist umfassend auf eine patientenschonende Behandlung und intelligente
Untersuchungsabläufe hin ausgerichtet, was unseren Patienten und unseren Mitarbeitern zugute kommt", sagte Prof. Dr. Günter Germann, Ärztlicher Leiter und Mitbegründer des Ethianum. „Für ein hohes Maß an Patientenqualität sorgen auch unsere Multimediaterminals direkt am Patientenbett, über die der Patient mit dem Klinikpersonal interagieren kann und persönliche Untersuchungstermine oder Therapiepläne abrufen kann."
Energiemanagement Siemens sorgt im Ethianum als Lösungsanbieter für einen wirtschaftlichen und energieeffizienten Betrieb der Gebäudetechnik wie zum Beispiel der Heizungs-, Lüftungs- und Kälteanlagen. Die Investitionen in den neuesten Stand der Gebäudetechnik rechnen sich über den gesamten Lebenszyklus. Etwa 80 Prozent der Kosten für ein Gebäude fallen in der Betriebsphase an, 40 Prozent hiervon sind alleine Energiekosten.

Die Gebäudeautomationssysteme von Siemens sorgen für ein reibungsloses Zusammenspiel aller Komponenten und technischen Systeme. Durch ein intelligentes Gebäudemanagement lassen sich die komplexen Abläufe in den technischen Anlagen visualisieren und das Betriebsverhalten daraufhin optimieren. So ist die Klinik in der Lage, Einsparungen zu realisieren, ohne auf Komfort zu verzichten. Darüber hinaus stellt Siemens Daten für sogenannte Green Building Monitore bereit. Damit schafft das Unternehmen die Voraussetzung, auf einen Blick die aktuellen Energieverbräuche im Gebäude anzuzeigen und die Nutzer zusätzlich mit Wettervorhersagedaten und Energiespartipps zu informieren.

Qualität für den Patienten
Im Ethianum sollen die diagnostischen Untersuchungen für die Patienten so angenehm wie
möglich sein. Dafür hat Siemens Magnetom Verio geliefert, einen Hochfeld-Magnetresonanztomographen (MR) mit einer besonders großen Öffnung von 70 Zentimetern. Dabei wurde insbesondere auf Patienten Rücksicht genommen, die zu Beklemmungsgefühlen neigen. Die innovative Siemens-Technologie (Tim / Total imaging matrix) verkürzt die Untersuchungszeiten im MR erheblich und hilft so Patienten und Personal, die Untersuchung zügig durchzuführen. Magnetom Verio liefert klinische Bilder von sehr hoher Qualität und arbeitet dabei äußerst ressourcenschonend und umweltfreundlich, da der Magnet einen geschlossenen Heliumkreislauf hat. Das heißt, es entweicht kein Helium und damit muss der teure Rohstoff auch nicht nachgefüllt werden.

Bisherige Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass sich viele Patienten wohler fühlen und entspannter sind, wenn der Untersuchungsraum nicht nüchtern weiß ist. Auch medizinisches Fachpersonal und Ärzte bestätigen, dass sie eine farbenfrohe Umgebung als wesentlich angenehmeres Arbeitsumfeld empfinden. Deshalb hat Siemens den MR-Raum mit einer Lichtinstallation gestaltet. Ein 1,77 mal 1,40 Meter großes Logo des Ethianum taucht den Raum in verschiedene Farben und schafft so für alle Beteiligten eine freundliche Atmosphäre.

Auch Röntgen steht im Ethianum unter dem Vorzeichen „Nachhaltigkeit“: Das digitale Röntgensystem Axiom Aristos VX Plus benötigt weder Röntgenfilme, noch Entwicklerchemie und erspart den MTRAs viele der sonst üblichen Arbeitsschritte. Ein Detektor, vergleichbar dem Fotochip in einer Digitalkamera, erfasst die Bilddaten und wandelt sie in elektronische Röntgenbilder um. Dabei kann eine beträchtliche Menge der Röntgendosis gespart werden, die sonst bei kassettenbasierten Geräten üblich ist. Die Bilder werden anschließend direkt vom Röntgensystem über das Datennetz an den Arbeitsplatz des untersuchenden Arztes gesandt und lassen sich dort nachbearbeiten. Der Arzt kann dann die Ergebnisse umgehend mit dem Patienten besprechen.
Zusätzlich hat sich das Ethianum für ein Acuson S2000 von Siemens entschieden. Das High-End-Ultraschallsystem wird in der Heidelberger Klinik vor allem zur Untersuchung von Gefäßen, Bauchraum und Herz eingesetzt. Das Ultraschallsystem zeichnet sich durch ein hohes Maß an Flexibilität aus: Durch zukünftige Upgrades und den Einsatz von weiteren Optionen für das Acuson S2000 kann die Klinik die Investition nachhaltig absichern.

Effiziente Kommunikation
Ein intelligentes Kommunikationsnetzwerk unterstützt die Ärzte und das medizinische
Fachpersonal bei der optimalen Versorgung der Patienten im Ethianum. Mit dem HiMed Cockpit, einem 15-Zoll-Bildschirm mit Tastatur, hat der Patient am Bett seine eigene Multimedia-Konsole mit Fernseh-, Video- und Internetzugang. Ärzte und medizinisches Fachpersonal haben hier dank personalisierter Chipkarte gesicherten Zugriff auf die sensiblen Daten des Krankenhausinformationssystems. Damit werden im Krankenhaus Prozesse energiesparend optimiert, aktuelle Patienteninformationen schneller verfügbar und der Weg zum papierlosen Krankenhaus geebnet. Zusätzlich können die Patienten über das Cockpit das Raumklima ihres Zimmers steuern.

Sämtliche Daten laufen über das LAN- und WLAN-Netzwerk Enterasys. Die gesamte
Kommunikation, vom Telefonieren bis zum Schwesternruf, ist IP (Internet Protokoll)-basiert. Als Endgeräte setzt das Ethianum in seinen Abteilungen IP-Telefone aus den Serien OpenStage und Gigaset ein. Diese gelten als die energiesparendsten Geräte dieser Art am Markt.

Hintergrundinformation: Green+ Hospitals
Green+ Hospitals ist ein Programm, mit dem Siemens sein Portfolio für das Gesundheitswesen auf Nachhaltigkeit ausrichtet. Siemens setzt dabei das größtmögliche Potenzial an Umweltfreundlichkeit um, und zwar im Gleichklang mit wirtschaftlicher Effizienz und bestmöglicher Qualität für den Patienten. Das bedeutet zum Beispiel, Siemens hilft seinen Kunden

  • den Emissionsvorschriften gerecht zu werden und dabei den steigenden Strom- und Gaspreisen mit neuen Lösungen zu begegnen.
  • auf die Veränderungen im Vergütungssystem mit optimierten Arbeitsabläufen und mehr Nachhaltigkeit zu antworten.
  •  im Wettbewerb durch höhere Qualität und Patientenkomfort Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Somit sind es drei wesentliche Schwerpunkte, die Green+ Hospitals für die nachhaltige
Infrastruktur im Gesundheitswesen setzt: Umweltfreundlichkeit, Effizienz und Qualität.
 

18.08.2010

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