Radiologie-App

Die große Freiheit beim Befunden

mRay im Klinikum Ludwigshafen: Flexibilität durch ortsunabhängiges und telemedizinisches Arbeiten mit medizinischen Bildern

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Quelle: mbits

Eine Vielzahl wichtiger Aufgaben erfüllt die App mRay im Klinikum Ludwigshafen: Sie ermöglicht den Zugriff für mehrere Abteilungen auf medizinische Bilder. Dieser Zugriff funktioniert auf mobilen Endgeräten und von außerhalb der Klinik. Im Bereich Telemedizin sorgt die Lösung der Heidelberger Softwarespezialisten von mbits imaging dafür, dass Radiologen des Klinikums Ludwigshafen den Hintergrunddienst für die BG Klinik Ludwigshafen sicher und rasch durchführen können. 

Mit seinen 16 Kliniken, 15 Kompetenzzentren und fünf medizinischen Instituten ist das Klinikum Ludwigshafen das zweitgrößte Krankenhaus in Rheinland-Pfalz. Seit Mitte 2020 arbeitet hier Prof. Dr. Gerald Weisser, als interventioneller Radiologe und als Referent des Ärztlichen Direktors für Strategische IT-Ausrichtung und Digitalisierung.

portrait of gerald weisser
„mRay ist ein wichtiger Baustein in unserer Digitalstrategie – die unter anderem darauf abzielt, mobiles und telemedizinisches Arbeiten zu ermöglichen“: Prof. Dr. Gerald Weisser, interventioneller Radiologe und Referent des Ärztlichen Direktors für Strategische IT-Ausrichtung und Digitalisierung, Klinikum Ludwigshafen

Mit mbits verbindet den Radiologen eine intensive Entwicklungsgeschichte: „Bei meinem vorherigen Arbeitgeber, dem Klinikum Mannheim, haben wir damals mRay eingeführt. Die ersten Nutzer waren Radiologen; zur größten Nutzergruppe entwickelten sich anschließend die Neurochirurgen“. Prof. Dr. Weisser erläutert die Gründe und führt in die Vorteile der Software ein: Die Neurochirurgie ist personell eine kleine Abteilung; während sich die Assistenzärzte vor Ort befinden, müssen die Oberärzte, egal wo sie sich aufhalten, rasch das Vorgehen bei Notfällen klären. Eingriff – ja/nein? Die Antworten können über Leben entscheiden. „Eine mobile Lösung erschien uns für diesen Bedarf äußerst attraktiv. Daher setzten wir seit 2012 auf mRay. Es war die erste Version, und wir in Mannheim waren die ersten Kunden“, erinnert sich der Radiologe.

Teleradiologie für die BG Klinik Ludwigshafen

Seit 2011 leistet das Klinikum Ludwigshafen den Großteil des radiologischen Nacht- und Hintergrunddienst für die BG Klinik Ludwigshafen, mit einem Team von insgesamt fünf Radiologen. Was früher aufwändig unter anderem mit Telefonaten organisiert war, funktioniert heute einfach und bequem mit mRay. Von Prof. Dr. Weisser kommt dabei die technische Konzeption; so erlauben dedizierte Laptops und Desktops, die sich für die Befundung kalibrieren lassen, den Zugriff auf die serverbasierten Netzwerke des Klinikums und der BG Klinik. Das Viewing geschieht durch mRay. Die App bietet die Bilder mit Sortiermöglichkeit, inklusive der demographischen Daten. Zusätzlich kann getrennt von mRay über einen verschlüsselten VPN-Zugang auf das Radiologie-Informationssystem (RIS) und das Krankenhaus-Informationssystem (KIS) zugegriffen werden. Radiologen schreiben den Befund direkt in den klinischen Systemen, identisch zum Vorgehen bei einer Befundung vor Ort.

Nach der offiziellen Genehmigung geht die Lösung in den nächsten Monaten für die Telemedizin vom Probe- in den Routinebetrieb.

Die Digitalstrategie als Kontext

„Unser Kernziel für die Digitalisierung lautet: Wir wollen die durchgängige elektronische Patientenakte mit Unterstützung der Dokumentation, inklusive der papierlosen Visite, bis hin zu digital gestützten Fachprozessen“, fasst Prof. Dr. Weisser zusammen. Die Zahl an Kliniken und Instituten bringt in Ludwigshafen, wie auch andernorts, ein umfangreiches Paket an klinischen Subsystemen mit sich. Die Bandbreite an Lösungen reicht von LIS (Laborinformationssystem) über RIS, CVIS (kardiovaskuläres Informationssystem) und Bestrahlungsplanung bis hin etwa zum Intensivstationssystem. 

Trotz dieser Vielzahl an Applikationen findet jedoch in vielen Bereichen des Klinikums Ludwigshafen die Dokumentation am Patientenbett und vieler weitere Prozesse, wie etwa der Laboranforderung, nach wie vor auf Papier statt. „Ergebnis-Dokumente lassen sich zwar nachträglich einscannen und mit Texterkennung nutzen, aber das hilft in der akuten klinischen Situation nichts, sondern nur bei nachträglichen Anforderungen wie bei der Prüffallbearbeitung durch den Medizinischen Dienst“, betont der Stratege Prof. Dr. Weisser.

portrait of christian hiltl
„Die Lösung ist extrem zuverlässig, der Installationsaufwand minimal, der Nutzen für Anwender hoch“: Christian Hiltl, IT-Teamleiter, Klinikum Ludwigshafen

Durchgängig digitale Prozesse sowie die gemeinsame Datenhaltung für Bilder und Dokumente zum jeweiligen Patienten zählen daher zu den Digital-Zielen. Derzeit betreibt das Klinikum noch separate PACS-Lösungen für Radio, Kardiologie, Gastroenterologie, Strahlentherapie, Augenklinik, Pathologie (Teile), für importierte und telemedizinische Daten und mehr. „mRay ist ein Baustein in dieser Digitalstrategie, die unter anderem darauf abzielt, mobiles Arbeiten zu ermöglichen“, betont Prof. Dr. Weisser. „Die Einsatzmöglichkeit mobiler Arbeitsplätze, von Smartphones über Tablets, Android und IOS, sowie Notebooks, Macs, PCs und auch Workstations, bringt eine große Freiheit für die Nutzung im Krankenhaus oder im Home Office.“ Christian Hiltl, IT-Teamleiter am Klinikum Ludwigshafen, ergänzt: „Das ortsunabhängige Arbeiten ist eine enorme Unterstützung für Mitarbeitende, die von zuhause oder anderen Orten aus tätig sein sollen, im Regelfall die Diensthabenden“. 

Neben dem bereits erfolgten Anschluss ans Radiologie-PACS ist die Anbindung weiterer Fachbereiche in Planung.

Zwei Arten der Zurverfügungstellung

Vom Prinzip „Einzelbild auf Anforderung“ ist man im Klinikum Ludwigshafen umgestiegen auf „Bild selbst wählen“, beschreibt Prof. Dr. Weisser. Bisher wurden in mRay per „Push“ die Bilder zum betreffenden Patienten von den vor Ort tätigen klinischen Mitarbeitenden über den internen Bild-Viewer an eine Abteilung geschickt. Mitarbeitende der jeweiligen Abteilung im Behandlungszusammenhang konnten dann auch diese Bilder zugreifen; bei Abruf erfolgen Streaming bzw. Download im mRay-Viewer zu Hause. Die Zugriffe über die personalisierten Rechte werden protokolliert. Das schafft DSGVO-Konformität. Allerdings konnte nicht gesehen werden, ob z. B. weitere Bilder dieses Patienten vorhanden sind, die von Relevanz wären.

Per „Pull“ bekommen jene Mitarbeiter direkten Zugriff aufs Archiv, die auch im klinikinternen Kontext alle Bilder sehen dürfen; diese Zugriffe werden alle protokolliert. Hier kann nun gesucht werden, welche weiteren Aufnahmen für den einzelnen Patienten vorliegen, und diese Bilder können bei Bedarf auch direkt mit dazu geladen werden. Diesen Query-Zugriff hat Prof. Dr. Weisser neu eingerichtet; er wird sehr positiv angenommen.

Tolle Akzeptanz

Smartphone, Tablet, Laptop Arbeitsstationen (auch mit der BG Klinik) – alle Gerätetypen sind abgedeckt

Christian Hiltl

Im Klinikum Ludwigshafen läuft mRay im Regelbetrieb, bei den fünf Hintergrunddienstlern für den BG-Klinik Hintergrunddienst der Radiologie ist der Probebetrieb mit denselben Tools und Vorteilen eingerichtet. „mRay funktioniert gut“, urteilt Prof. Dr. Weisser. Das bewährte Produkt kommt bei allen Beteiligten gut an. „Es ist ein gutes Arbeiten für die Kollegen und eine erhöhte Qualität für Patienten“, so der Oberarzt weiter. „Wir hören von keinen Schwierigkeiten, und die Bildqualität ist kein Thema. Alle sind zufrieden!“ Und Hiltl freut sich: „die Lösung ist extrem zuverlässig; der Installationsaufwand für mRay ist minimal“. So dauert die Installation auf Windows-Basis nur einen Tag. Das Gateway lässt sich in ein bis zwei Tagen einrichten. Dass die Lösung gut und robust läuft, zeigt die geringe Zahl an Fragen an die IT. Hiltl rückt noch mal in den Blick: „Smartphone, Tablet, Laptop Arbeitsstationen (auch mit der BG Klinik) – alle Gerätetypen sind abgedeckt“, und so ist in Corona-Zeiten das System für Kollegen in Quarantäne ebenfalls gut einsetzbar. A- und B-Teams lassen sich bequem auseinanderhalten.

Das Resümee

„mRay gibt mir erheblich mehr Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsgerätes, des Arbeitsplatzes, des Zeitpunktes und bei der Wahl der Internetanbindung, die auch schmalbandig sein kann. Das ist ein weiterer Vorteil gegenüber den drei anderen Lösungen, die wir damals in Mannheim verglichen haben“, lautet Prof. Dr. Weissers Fazit. „Dank der Lösung haben wir unsere Prozesse beschleunigt. Es ist einfach zu bedienen und erfordert daher einen geringen Schulungsaufwand bei Mitarbeitern.“ 

„Unterschiedliche Kliniken, gleiches PACS, selber Viewer mit selbem Look and Feel. Für das Personal ist das deutlich bequemer und sicherer“, bringt Hiltl weitere Vorteile auf den Punkt. „Dieser eine Standard optimiert den Rufdienst und die gegenseitige Unterstützung unter Kliniken bei knappen Ressourcen wie etwa Radiologen“; dank gleicher Abläufe sieht er auch eine höhere Wirtschaftlichkeit. „Uns unterstützt mRay enorm. Im Vergleich zum hohen Nutzen für die Anwender entsteht dank Unkompliziertheit und hoher Verfügbarkeit wenig Aufwand für die IT-Abteilung.“ 

„Den Zugang zu Informationen erleichtern, die Kooperation zwischen dem Klinikum Ludwigshafen und der BG Klinik Ludwigshafen stärker unterfüttern, Abläufe vereinfachen und vereinheitlichen – all diese Vorteile der Lösung passen gut zur Digitalstrategie unseres Hauses“, unterstreicht Hiltl weiter. Auch die voranschreitende Digitalisierung sieht er hierdurch unterstützt. Zu den Perspektiven zählt somit die mobile Nutzung für die Visiten in Notaufnahme und Ambulanzen. 


Quelle: mbits

06.04.2021

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