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Interoperabilität als Gemeinschaftsaufgabe

Deutscher Interoperabilitätstag wirbt für mehr Teamwork

Am 25. Oktober 2021 diskutieren Experten beim 6. Deutschen Interoperabilitätstag (DIT) unter anderem darüber, wie vor dem Hintergrund der Gesundheits-IT-Interoperabilitäts-Governance-Verordnung (GIGV) Interoperabilität als Gemeinschaftsaufgabe umgesetzt werden kann.

Durch die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA), des eRezepts und der eAU nehmen digitale Prozesse, Anwendungen und Systeme einen immer stärkeren Stellenwert in der medizinischen und pflegerischen Versorgung ein. Ein reibungsloser Informationsaustausch zwischen Ärzten, den Krankenkassen wie auch den Patienten ist entscheidend – gerade im Hinblick auf den Ausbau einer sektorenübergreifenden Versorgung. Beim anschließenden Praxistag – dem „Community-a-thon“ – am 26. Oktober 2021 wird Interoperabilität praktisch erprobt. Veranstalter des DIT sind der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V., HL7 Deutschland e. V, IHE-Deutschland e. V. und die ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH.

Letztendlich verhindern nicht standardisierte Datenformate die Entwicklung innovativer Lösungen, führen zu Parallelsystemen und aufwendiger Datenintegration

Rainer Beckers

„Auftakt für Team Interop“ – so lautet das Motto des diesjährigen DIT. Teamwork im Bereich Interoperabilität, um gemeinsam die IT-Vernetzung im Gesundheitswesen zukunftsfähig zu gestalten. Fächerübergreifende Zusammenarbeit, offene Standards, Terminologien und Regularien: so entfaltet Interoperabilität einen nachhaltigen Mehrwert. Durch den interdisziplinären und berufsgruppenübergreifenden Austausch zwischen Anwendern, Technikern, Politik und Wissenschaft schafft der DIT eine tragfähige Basis, auf der sich Interoperabilität in Deutschland zukünftig weiterentwickeln kann.

Zentrales Thema ist in diesem Jahr der aktuelle Referentenentwurf der Gesundheits-IT-Interoperabilitäts-Governance-Verordnung (GIGV) des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Damit soll es gelingen, zukunftsfähige Strukturen zu schaffen, um IT-Systeme des Gesundheitswesens interoperabel zu machen. In einer Koordinierungsstelle sollen Experten in einer Art „runden Tisch“ zusammenkommen, um entsprechende Standards festzulegen und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. „Wir appellieren an alle Beteiligten, den Weg zu mehr Interoperabilität jetzt nicht zu verlassen“, so ZTG-Geschäftsführer Rainer Beckers. „Letztendlich verhindern nicht standardisierte Datenformate die Entwicklung innovativer Lösungen, führen zu Parallelsystemen und aufwendiger Datenintegration. Dies schadet der patientenorientierten Versorgung ganz erheblich.“ Fächerübergreifende Zusammenarbeit auf allen Ebenen ist gefragt. Doch wo soll es zukünftig hingehen nach der GIGV?

Die Teilenehmer des DIT diskutieren in insgesamt vier Themenblöcken:

  1. Druck auf dem Kessel – Roadmap für die „Interoperationalisierung“ des Gesundheitswesens (Moderation: Sebastian Zilch, bvitg e. V. )
  2. Terminologies meet FHIR (Moderation: Prof. Dr. Sylvia Thun, HL7 Deutschland e. V., SITiG)
  3. „Royale“ Interoperabilität adé – Die neuen Wege zu einem interoperablen Ökosystem (Moderation:  Dr. Kai U. Heitmann, HL7 Deutschland; e. V., hih health innovation hub)
  4. Von heute für morgen lernen (Moderation:  Dr. Samrend Saboor, IHE-Deutschland e. V.)

Wie gestaltet sich eine interoperable Gesundheitsversorgung? Die Teilnehmer des DIT diskutieren den Stand von heute und die Chancen für morgen – auch für die Forschung. Das „Community-a-thon“ am 26. Oktober 2021 widmet sich daran anschließend FSH, Terminologien und FIHR, was in verschiedenen Sessions praktisch erprobt wird. Die Online-Anmeldung für beide Tage ist möglich unter: https://www.interop-tag.de/anmeldung


Quelle: ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin

15.10.2021

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