Prof. Ahmed Othman (links) und Prof. Dr. Daniel Pinto dos Santos
Prof. Ahmed Othman (links) und Prof. Dr. Daniel Pinto dos Santos

© DRG

Röntgengesellschaft ehrt Mitglieder

Auszeichnung für verdiente Radiologen

Zum Abschluss des 102. Deutschen Röntgenkongresses ehrt die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) zwei ihrer Mitglieder mit besodneren Auszeichnungen:

So erhält Univ.-Prof. Dr. Ahmed Othman von der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz den Wilhelm-Conrad-Röntgen-Preis für eine Forschungsarbeit, die zeigt, wie Untersuchungszeiten im MRT mithilfe von KI verkürzt werden können. Zudem geht der Walter-Friedrich-Preis an Prof. Dr. Daniel Pinto dos Santos vom Universitätsklinikum Köln. Der Radiologe hatte in seiner prämierten Arbeiten aufgezeigt, dass strukturierte radiologische Befundung nicht nur die ärztliche Kommunikation verbessert, sondern darüber hinaus auch ermöglicht, Gesundheitsdaten von Patienten für eine weitergehende Analyse nutzbar zu machen.

Ausgezeichnet wurde Professor Othman für seine Arbeit „Diagnostic Confidence and Feasibility of a Deep Learning Accelerated HASTE Sequence of the Abdomen in a Single Breath-Hold” („Beschleunigung der MRT mittels Methoden der Künstlichen Intelligenz“). In seiner Arbeit zeigt Professor Othman, wie mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Deep-Learning-Methoden die Messzeit der Magnetresonanztomografie (MRT) und damit die Untersuchungszeit von Patienten um mehr als 90 Prozent verkürzt wird. Die Erkenntnisse aus Professor Othmans Arbeit können helfen, das Potenzial und die Ausschöpfung knapper MRT-Ressourcen zu optimieren und somit den Zugang auch schwerkranker Patientinnen und Patienten zur MRT-Diagnostik zu verbessern, denn ein zentraler Nachteil der MRT ist bislang die lange Untersuchungsdauer, die beispielsweise bei der Körperstammbildgebung meist zwischen 20 und 60 Minuten liegt. Lange Aufnahmezeiten finden nicht nur bei vielen Patienten geringe Akzeptanz, sondern gehen auch mit weiteren Nachteilen einher, etwa der verminderten Bildqualität aufgrund von Bewegungsartefakten, erhöhten Kosten, reduziertem Patientendurchsatz und vermindertem Zugang - insbesondere in Regionen mit einer begrenzten Anzahl von MRT-Scannern. Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit von MRT-Scannern im Allgemeinen ist die MRT daher immer noch eine knappe und auch teurere Ressource als andere bildgebende Verfahren. 

Prof. Dr. Daniel Pinto dos Santos hat den Walter-Friedrich-Preis der Deutschen Röntgengesellschaft verliehen bekommen. Prämiert wurde seine wissenschaftliche Arbeit „Chancen und Herausforderungen moderner IT Systeme in der Radiologie - Der Befundungsprozess im Wandel“. Darin befasst sich Professor Pinto dos Santos mit der strukturierten radiologischen Befundung und zeigt, dass diese nicht nur eine bessere Kommunikation zwischen Radiologen sowie ärztlichen Zuweisern ermöglicht. Strukturierte radiologische Befundberichte helfen auch, Routinedaten von Patienten für weitergehende Analysen, Forschung und Entwicklung im Gesundheitsbereich nutzbar zu machen. Verliehen wurde ihm der Walter-Friedrich-Preis auf der Abschlussveranstaltung des 102. Deutschen Röntgenkongresses am 6. November 2021. Veranstalter des Kongresses ist die Deutsche Röntgengesellschaft. 


Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft.

08.11.2021

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