
Bildquelle: DRG
Prof. Dr. Hubertus Pietsch
Auszeichnung für Kontrastmittel in der Radiologie
Für seine Verdienste um die Erforschung, Entwicklung und sichere Anwendung moderner Kontrastmittel in der Radiologie wurde Prof. Dr. Hubertus Pietsch auf dem RÖKO 2026 mit der Hermann-Rieder-Medaille ausgezeichnet.
Mit seiner Arbeit an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung hat er einen Bereich geprägt, der für die diagnostische Bildgebung von zentraler Bedeutung ist, begründet die Deutsche Röntgengesellschaft die Auszeichnung.
Als Leiter der MR- und CT-Kontrastmittelforschung bei Bayer in Berlin und außerplanmäßiger Professor an der Universität Duisburg-Essen verbindet Prof. Pietsch akademische Exzellenz mit langjähriger Erfahrung in der industriellen Forschung. Seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Pharmakokinetik, Gewebeverteilung und Sicherheit insbesondere gadoliniumhaltiger MRT-Kontrastmittel haben wesentlich dazu beigetragen, Risiken wie die nephrogene systemische Fibrose und mögliche Gadoliniumablagerungen besser zu verstehen und evidenzbasiert zu bewerten. Damit hat er in Phasen intensiver wissenschaftlicher und regulatorischer Diskussionen wichtige Orientierung für die klinische Praxis und internationale Standards geschaffen.
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Darüber hinaus setzt er mit der Entwicklung neuer Kontrastmittel – darunter innovative, niedrig dosierte Substanzen – entscheidende Impulse für die Weiterentwicklung der Bildgebung. Mit mehr als 150 wissenschaftlichen Publikationen und seiner internationalen Vernetzung steht Prof. Pietsch für eine Radiologie, die wissenschaftlichen Fortschritt, technologische Innovation und Patientensicherheit in besonderer Weise verbindet.
Die Hermann-Rieder-Medaille ist am 3. Dezember 1928 anlässlich des 70. Geburtstages des Gründungs- und Ehrenmitglieds der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG), Geheimrat Prof. Dr. med. Hermann Rieder in München (1858-1932), von einem Kollegium gestiftet worden. Entsprechend dem Geschäftsbericht der DRG für das Jahr 1936 wurden alle Rechte an die Medaille von dem Stifter-Kollegium der Rieder-Medaille auf die DRG übertragen. Sie wird alle zwei Jahre an eine um das Fach der theoretischen oder klinischen Radiologie in Wissenschaft und Praxis besonders verdiente Persönlichkeit verliehen.
Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft
19.05.2026



