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News • Psychosoziale Unterstützung
Belastender Klinikalltag: Kollegen geben „Peer Support“
Mit der Initiative PSU-Peer-Support schafft das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach außergewöhnlichen Belastungssituationen und schwerwiegenden Ereignissen.
Speziell geschulte Kolleginnen und Kollegen begleiten Betroffene vertraulich und auf Augenhöhe. Ziel ist es nach Krisensituationen individuell wieder Sicherheit, Stabilität und Handlungsfähigkeit herzustellen.
Bei schwerwiegenden Ereignissen, wie wir sie im Klinikum häufig erleben, kann oft schon das Gespräch mit einer Person Entlastung schaffen, die eine solche Situation aus eigener beruflicher Erfahrung nachvollziehen kann oder vielleicht bereits selbst Ähnliches erlebt hat
Maximilian Sommerfeld
Ob tragische, unerwartete Todesfälle oder schwere Verletzungen von Patienten oder Kollegen, Bedrohungs- oder Gewaltsituationen, die Teams im Gesundheitswesen erleben verschiedenste schwerwiegende Ereignisse. Mit PSU-Peer-Support (Psychosoziale Unterstützung) etabliert das UKR ein strukturiertes Angebot der kollegialen Unterstützung. Die sogenannten „Peers“ kennen die Herausforderungen des klinischen Alltags aus eigener Erfahrung und bieten Betroffenen zeitnah ein vertrauliches Gespräch sowie bei Bedarf die Vermittlung weiterer Hilfsangebote an.
„Bei schwerwiegenden Ereignissen, wie wir sie im Klinikum häufig erleben, kann oft schon das Gespräch mit einer Person Entlastung schaffen, die eine solche Situation aus eigener beruflicher Erfahrung nachvollziehen kann oder vielleicht bereits selbst Ähnliches erlebt hat. Genau hier setzt unser Peer-Konzept an. Wir möchten psychische Belastungen frühzeitig auffangen und unseren Mitarbeitenden eine unkomplizierte sowie vertrauliche Unterstützung anbieten.“, sagt Maximilian Sommerfeld, Psychologe im PSU-Leitungsteam am UKR.
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Das Konzept der psychosozialen Unterstützung stammt ursprünglich aus dem Rettungsdienst und wird am UKR in Kooperation mit PSU-Akut e.V. umgesetzt. Die ersten 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Berufsgruppen wurden Mitte Juli 2026 für die Pilotphase zu PSU-Peers ausgebildet. Das Unterstützungsangebot startet in den Bereichen der Notfall- und Intensivmedizin.
„Unsere Mitarbeitenden leisten täglich Herausragendes und tragen dabei eine hohe Verantwortung. Sie exponieren sich immer wieder extremen Belastungen. Deshalb möchten wir sie auch in und nach solchen belastenden Situationen bestmöglich begleiten. PSU-Peer-Support ist dabei ein weiterer wichtiger Baustein hin zu einer umfassenden psychosozialen Unterstützung unserer Beschäftigten. Mittelfristig verfolgen wir das Ziel, die entsprechenden Unterstützungsstrukturen am UKR weiter auszubauen und nachhaltig zu verankern“, erklärt Susanne Pitzl, Leiterin der Stabsabteilung Personalentwicklung am UKR.
Quelle: Universitätsklinikum Regensburg
25.08.2026



