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Bildquelle: Shutterstock/Olivier Le Moal

Covid-Krise als Katalysator

11. Nationaler Fachkongress Telemedizin: Digitalisierungsschub jetzt nutzen

Die Coronavirus-Pandemie hat der Digitalisierung des Gesundheitswesens einen starken Schub verpasst. Telemedizinische Anwendungen wie die Videosprechstunde oder Telekonsile kommen immer häufiger zum Einsatz.

Daher diskutieren am 9. März 2021 zum 11. Nationalen Fachkongress Telemedizin hochkarätige Gäste unter dem Motto „Krise als Katalysator: Telemedizin startet durch“ zu aktuellen Entwicklungen bei der Telemedizin im Versorgungsalltag.

Interessierte können sich hier zum Kongress anmelden.

Telemedizin ist längst im Alltag der Gesundheitsversorgung angekommen. Immer mehr niedergelassene Mediziner und Kliniken setzen auf den Einsatz digital gestützter Anwendungen. So konnte sich die Videosprechstunde ergänzend zur Präsenzmedizin während des letzten Jahres im Versorgungsalltag als Mittel zur Arzt-Patienten-Kommunikation durchsetzen. Telekonsile verbessern an vielen Stellen den Austausch medizinischer Expertise unter Ärzten verbessert. Nun ist es wichtig, telemedizinische Netzwerke zugunsten der Patientenversorgung weiter auszubauen. So blickt der 11. Nationale Fachkongress Telemedizin auf Lösungswege, um medizinische Kompetenzen stärker in die Fläche zu bringen und Ressourcen effizienter zu nutzen und diskutiert Beispiele funktionierender Telemedizin in den Bereichen „Versorgung von Heimbewohnern“, „Psychotherapie“ und „Telemonitoring zur Überwachung von Gesundheitsparametern“.

Es ist nun besonders wichtig, diese momentan entstehenden Strukturen dauerhaft in die Versorgung zu integrieren, auszubauen und als festen Bestandteil der Patientenversorgung zu etablieren

Gernot Marx

„Die Corona-Pandemie fordert uns alle seit einem Jahr heraus, zeigt uns aber zugleich auf vielen Ebenen Potentiale auf – insbesondere im Bereich der Digitalisierung. Als ganz besonders positiv herausstellen möchte ich an dieser Stelle das sehr schnelle und entschlossene Handeln von BMG und G-BA zur Einrichtung intensivmedizinischer digital unterstützter Versorgungsnetzwerke für die Behandlung von Covid-Patienten. In der Folge ist es nun besonders wichtig, diese momentan entstehenden Strukturen dauerhaft in die Versorgung zu integrieren, auszubauen und als festen Bestandteil der Patientenversorgung zu etablieren. Nur so können wir ein starkes und für weitere Pandemien gewappnetes Gesundheitswesen aufbauen. Mit dem diesjährigen Fachkongress möchten wir die nötige Awareness dafür schaffen“, sagt Prof. Dr. Gernot Marx, FRCA, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed) sowie Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Direktor der Klinik für Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen.

Der zweite Teil der Veranstaltung beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Hindernissen, die einer flächendeckenden Etablierung noch immer im Wege stehen. Unter anderem erfolgt eine Auseinandersetzung mit Fragen der Finanzierung telemedizinischer Anwendungen, insbesondere mit intersektoralen Vergütungsstrukturen. Im Rahmen der Veranstaltung wird die DGTelemed ein neues Strategiepapier vorstellen, das Positionen und Forderungen formuliert, um telemedizinische Anwendungen schneller in das GKV-Versorgungssystem zu bringen.

Auch 2021 verleiht die DGTelemed wieder ihren Telemedizinpreis. Er würdigt Institutionen, Einzelpersonen oder interdisziplinäre Arbeitsgruppen bzw. Projektinitiativen, die sich in besonderem Maße in der Telemedizin verdient gemacht haben. Dabei werden sich die interessantesten Bewerber im Rahmen eines Science Slams vorstellen.

Erstmals findet der Telemedizinkongress, der durch die DGTelemed in Kooperation mit der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH organisiert wird, als rein digitaler Kongress statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Unter diesem Link ist die Anmeldung zum Kongress erreichbar.


Quelle: ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH

03.03.2021

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