PACS-Erweiterung

Sectras maßgeschneiderte Lösung für den strukturierten Befund

Sectra ist seit vielen Jahren Anbieter von Tools für die Unterstützung in der bildgebenden Diagnostik: Beeindruckende Software für die Bildbearbeitung in Kombination mit integrierten Werkzeugen für die Befundung, Peer-Review, Kunden-Feedback, Studiendaten und viele weitere Funktionen, um die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten.

„Zur Weiterentwicklung der PACS-basierten Befundung haben wir uns entschlossen, jetzt auch den strukturierten Befund anzubinden und zwar in einer Form, die auf die spezifischen Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten werden kann“, erklärt dazu Hans Lugnegård, Global Product Manager für Radiologie bei Sectra Imaging IT Solutions AB.

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Hans Lugnegård ist Global Product Manager für Radiologie bei Sectra Imaging IT Solutions AB.

Sectra hat das Feature zur strukturierten Befundung in zwei Phasen auf den Markt gebracht. In der Pilotphase hat das Unternehmen Anfang 2018 sein Angebot um ein strukturiertes Befundpaket zur Geburtshilfe ergänzt und zunächst in Großbritannien erprobt. „Wir wollten die Einsatzmöglichkeiten für Radiologen verbessern, damit sie nicht von der diagnostischen Reading- und Reporting-Software zu einer anderen Applikation wechseln müssen“, erklärt Lugnegård. „Und wir haben uns für die Geburtshilfe entschieden, weil sie in Großbritannien einem sehr standardisierten Reporting-Prozess folgt. Dadurch konnten wir die Templates auf das Wesentliche reduzieren und sie an alle Anwender in Großbritannien ausliefern, die diese Art eines Reportingsystems benötigen.” 

Rich-Text-Dokumente haben im Hinblick auf Struktur und Automatisierung ihre Grenzen. Sie bieten weder eine Lösung für integrierte Logikfeatures wie den Vergleich eines Wertes mit dem Grenzwert noch ermöglichen sie es dem Anwender, Werte aus einem Dropdown-Menü auszuwählen. Zudem können mit Reports, die auf der Basis von Werten arbeiten, keine Grafiken erstellt werden, weil sie nur Freitext unterstützen. Außerdem müssen Daten aus dem Report gespeichert und danach in einem strukturierten Datenmodell kategorisiert werden. „Unsere Kunden wollen aber einen präzisen und einheitlichen Bericht. Sie wollen in der Lage sein, ihre eigenen Templates für den Befund zu erstellen, die sie dann für die strukturierte Dateneingabe oder für das Follow-up von Daten aus Reports, Studien und für die Qualitätskontrolle verwenden können“, sagt Lugnegård.

Um diese Probleme zu lösen, hat Sectra die IDS7 um einen Template-Manager ergänzt. Lugnegård: „Dieser ermöglicht es, eine beliebige Dokumentenvorlage hinzuzufügen, die lediglich eine Reihe von Grundanforderungen erfüllen muss. Denn der Zweck der Templates ist es, Mediziner bei der strukturierten Dateneingabe zu unterstützen und das aus Flexibilitätsgründen am besten webbasiert. Der Template-Manager unterstützt den Import von Reporting-Templates nach dem IHE-Management of Radiology Report Templates (MRRT), z.B. aus http://radreports.org. Wir sind der Auffassung, dass der PACS-basierte strukturierte Befund im Vergleich zu externen Reporting-Lösungen eine deutlich bessere Benutzerfreundlichkeit aufweist, weil er völlig in die PACS-Benutzeroberfläche integriert ist. Der große Vorteil bei der Einbettung des strukturierten Befunds in den PACS-Arbeitsplatz besteht darin, dass Informationen aus den Bilddaten nahtlos in die Templates eingepflegt bzw. verlinkt werden können.”

Dank des Template-Managers von Sectra kann der Anwender Templates hinzufügen und diese zudem als Klartext-Dokument erstellen. Das bedeutet, der Befund erscheint im Klartext und kann von jeder elektronischen Patientenakte (EMR) empfangen und weiterverarbeitet werden. Da die Reporting-Templates in HTML geschrieben sind, können Logiken erstellt werden, die etwa bei dem Befundtemplate für die Geburtshilfe Werte auf ihre Plausibilität hin überprüfen oder Werte und Tabellen in Grafiken umwandeln.

Sectras maßgeschneiderte Lösung für den strukturierten Befund

Quelle: Sectra

Kundenspezifische Lösungen

Sectras Lösung für strukturierte Befunde innerhalb des PACS-Reportings soll im März 2019 auf den Markt kommen. Leider mangelt es derzeit noch an nationalen und internationalen Standards für strukturierte Befunde. „Unser Plan ist daher, uns nicht auf den harten Kern der strukturierten Befundung zu konzentrieren, sondern einen integrierten Rahmen für diese Art von Befunden zu liefern, aus denen die Kunden das passende Template auswählen und ihren Anforderungen entsprechend anpassen können. Selbstverständlich können wir unsere Kunden darin unterstützen, erweiterte Templates zu erstellen, in den meisten Fällen kann das System diese aber selbst verwalten,” sagt Lugnegård.

Mit der neuen PACS-Generation bietet Sectra ein vielseitiges und starkes PACS-basiertes Reporting-Tool an, das mit Standardvorlagen arbeitet, die im Text-Editor bearbeitet werden können. Die Anwender müssen nicht unbedingt zu den erweiterten Templates wechseln, sondern können ihr laufendes Befundmodul weiternutzen. Im Laufe der Zeit können sie erweiterte Templates für strukturierte Befunde in dem Maße nutzen, wie es ihr Workflow erlaubt. „Denn der Umstieg von Rich-Text zum strukturierten Reporting kostet Zeit. Mit unserer Lösung können die Radiologen klein anfangen und kontinuierlich den Einsatz strukturierter Reports erhöhen. Sectra hat für jede Form der Nutzung eine Lösung, und der Kunde bestimmt das Tempo selbst, in dem er diese neuen Reports integriert“, so das Fazit von Lugnegård.

10.11.2018

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