Bildquelle: Unsplash/George Prentzas

News • eID, Wallet & Co.

Neues Projekt soll digitale Identitäten sicher machen

Sichere digitale Identitäten sind entscheidend für die digitale Transformation: Sie schaffen das erforderliche Vertrauen in die Nutzung jener Systeme, die Menschen und Organisationen vernetzen. Ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 15 Millionen Euro gefördertes Projekt – SDIKA (Sichere Digitale Identitäten Karlsruhe) – soll deutschland- und idealerweise bald europaweit übertragbare Anwendungsfälle realisieren.

Beispiele sind der Karlsruher Pass, der auf einfache Weise berechtigten Bürgern hilfreiche Services ermöglichen soll, den Abgleich mit Datenbanken etwa für passende Knochenmarkspenden oder die digitale Gewerbeanmeldung. SDIKA ist eines von vier Projekten des Digitalen Schaufensters. Das SDIKA-Projekt soll in den kommenden drei Jahren unter Federführung des Forschungszentrums Informatik (FZI) und des Karlsruher Amtes für Informationstechnik und Digitalisierung gemeinsam mit Konsortialpartnern wie Signicat entstehen.

Wir wollen die europaweite Expansion über die länderübergreifende Integration unterschiedlichster Anbieter und Verfahren forcieren.

Thomas Knecht

Signicat unterstützt als Vertrauensdiensteanbieter (auf der sogenannten Issuer-Ebene) konkrete Anwendungsfälle im öffentlichen Sektor, um damit die Akzeptanz von digitalen Identitäten zu steigern. Auch das wichtige Thema „Self Sovereign Identities“ – also die Kontrolle über die eigene Identität durch die Anwender – will Signicat als zentrales Anliegen des Projekts mitgestalten: „Weg von zentralen Identitäten, mehr Kontrolle in Nutzerhand“ heißt hier die Zielsetzung. „Wir wollen die europaweite Expansion über die länderübergreifende Integration unterschiedlichster Anbieter und Verfahren forcieren. Mit Signicat ist durch die weiteren eIDs auch eine europäische Ausweitung möglich“, sagt Thomas Knecht, der Ansprechparter für SDIKA bei der Signicat GmbH.

SDIKA soll über sichere digitale Identitäten die digitale Transformation...
SDIKA soll über sichere digitale Identitäten die digitale Transformation voranbringen.

Grafik: FZI


Die Signicat-Plattform wird genutzt, um zunächst die Identitäten der Personen via nPA, yes® und Verimi zu verifizieren und dann ins Wallet zu laden. Wallets können als Hard- oder Software existieren. Diese Wallets sollen über eine Open Source, den SDI-X-Adapter, als Cloud- oder SSI-Wallet eingebunden werden können. „Wir wollen zuerst die nationalen eID-Methoden integrieren, möglich wäre es aber, mehr als 30 eIDs zu integrieren, sodass eine europaweite Lösung entsteht.“, erläutert Thomas Knecht.


Quelle: Signicat

03.10.2021

Mehr aktuelle Beiträge lesen

Verwandte Artikel

Photo

News • IT-Sicherheit

Krankenhäuser im Visier von Hackern

Die jüngsten Cyberattacken gegen kritische Infrastrukturen (KRITIS) haben weltweit Schlagzeilen gemacht. Zu den potentiellen Zielen der Krminellen zählen auch Krankenhäuser – die Liste gehackter…

Photo

Interview • Austausch von Gesundheitsdaten über nationale Grenzen hinweg

Ein internationaler Datenraum zur Verbesserung der Behandlung von Patienten

Mit dem European Health Data Space (EHDS) möchte die Europäische Kommission dazu beitragen, die Behandlung von Patienten in der EU zu verbessern. Dennis Geisthardt, Referent Politik beim…

Photo

Artikel • Kollateralschäden von Cyberangriffen

Ukraine-Krieg bringt auch IT deutscher Kliniken in Gefahr

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine spielt sich auch im Cyberspace ab. Dabei könnten auch Kliniken in Deutschland ins digitale Kreuzfeuer geraten, warnen IT-Experten.

Verwandte Produkte

Agfa HealthCare – Enterprise Imaging Platform

Mobile RIS/PACS Viewer

Agfa HealthCare – Enterprise Imaging Platform

Agfa HealthCare
Agfa HealthCare – Xero Universal Viewer

Mobile RIS/PACS Viewer

Agfa HealthCare – Xero Universal Viewer

Agfa HealthCare
Beckman Coulter – Remisol Advance

LIS, Middleware, POCT

Beckman Coulter – Remisol Advance

Beckman Coulter Diagnostics
Newsletter abonnieren