Prophylaxe und Therapie

Neuer Inhalator soll vor Covid-19 und dessen Mutationen schützen

Die Corona-Pandemie stellt auch weiterhin eine globale Bedrohung dar: Bislang konnte nur ein kleiner Bruchteil der Gesamtbevölkerung geimpft werden. Zudem besteht die akute Gefahr von Mutationen des Virus. Vor diesem Hintergrund hat das Forscherteam der DG-Nika AG einen neuen Lösungsansatz zum Schutz der Bevölkerung vor schweren Erkrankungen entwickelt: Einen Tascheninhalator mit der Substanz 2-DG (2-Deoxy-D-glucose).

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Bildquelle: obs/DG-Nika AG

Der Tascheninhalator namens Degegluxid wirkt sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch, berichtet das Unternehmen.

Die SARS-CoV-2 Viren aus der Corona-Familie werden über die Atemwege übertragen. Sie nisten sich in den Atemwegen der erkrankten Patienten ein, um von dort aus den ganzen Körper zu infizieren. An diesem Punkt setzt die Lösung der DG-Nika AG an: Ähnlich wie bei einem Asthmaspray wird 2-DG, ein bekanntes Molekül aus der Familie der Glukosen, in Kleinstpartikeln über den Mund in den Atmungstrakt inhaliert. 2-DG blockiert den Energiehaushalt der befallenen Wirtszellen auf dem ganzen Weg in die Lunge. Damit wird die Vermehrung der Viren blockiert oder massiv gehemmt. Das Immunsystem des Körpers kann so die Infektion aktiv bekämpfen oder auf einem tiefen Niveau halten.  

Beim neuartigen Therapieansatz wird die Substanz 2-DG (2-Deoxy-D-glucose) eingesetzt, die wie ein „Trojanisches Pferd“ wirkt, indem 2-DG die Synthese von Viruspartikeln blockiert und zum Absterben der mit SARS-CoV-2 infizierten Zelle führt. Professor Piotr Kuna, der Vorsitzende der II Abteilung für Innere Medizin an der Medizinischen Universität in Łódź und Leiter der Abteilung für Innere Medizin, Asthma und Allergie des Barlicki Universitätsklinikums in Lodz, begleitet das internationale Entwicklerteam der DG-Nika AG. Die umfangreichen Tests seien höchst erfolgreich verlaufen, so der Forschungsleiter: "Durch eine Störung des Metabolismus der Zelle und das Blockieren der Signalwege für Glukose erreichen wir eine massive Verminderung der Virenproduktion, wie auch die Apoptose der Wirtszellen." Die Tests am respiratorischen Epithel beweisen sowohl die prophylaktische wie auch die therapeutische Wirkung. 

Dass der Lösungsansatz mit 2-DG wissenschaftlich überzeugt, zeigen sowohl in-vitro-Versuche als auch Tierversuche. In einem Bericht der European Medical Agency EMA wird festgehalten, dass der vorgeschlagene Weg der DG-Nika AG nachvollziehbar ist und weiterverfolgt werden soll. Die Idee wurde im April 2020 patentiert, die weltweiten Exklusivrechte daran hält die DG-Nika AG. Geplant ist, dass der Tascheninhalator in der zweiten Hälfte 2021 erhältlich sein wird.  


Quelle: DG-Nika AG

11.03.2021

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