Professor Dr. Jens Werner
„Acta non verba“ für die Chirurgie von morgen
Professor Dr. Jens Werner, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, LMU Klinikum der Universität München, ist zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie e. V. (DGCH) für die Amtsperiode 2026/27 gewählt worden.

Fotocredits: Sascha Radke, Eventpress
Er wird damit auch den 144. Jahreskongress, den Deutschen Chirurgie Kongress (DCK 2027), zusammen mit den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e. V. (DGAV) und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie e. V. (DGKJCH) leiten. Der Kongress findet vom 20. bis 23. April 2027 in München und zuvor digital vom 13. bis 15. April 2027 statt und steht unter dem Leitthema „Resilienz – acta non verba“ – sinngemäß: „Handeln statt Worte“. Werner folgt auf den Kölner Neurochirurgen Professor Dr. Roland Goldbrunner, DGCH-Präsident 2025/2026.
Die Chirurgie steht vor tiefgreifenden Veränderungen im Gesundheitswesen. Die Umsetzung des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) sowie die jüngsten Anpassungen im Rahmen des Krankenhausreformanpassungsgesetzes (KHAG) werden die chirurgischen Fachdisziplinen über Jahre prägen. „Das Ziel einer qualitativ hochwertigen, flächendeckenden und zugleich bezahlbaren Gesundheitsversorgung ist längst überfällig und absolut wünschenswert“, sagt Werner. Entscheidend sei jedoch die sinnvolle und nachhaltige Umsetzung. „Als Chirurginnen und Chirurgen sowie als Fachgesellschaft sind wir gefordert, diese Entwicklungen konstruktiv und aktiv zu begleiten sowie klar Position zu beziehen.“
Mit inzwischen über 30.000 assoziierten Mitgliedern sieht sich die DGCH in der Verantwortung, die Strukturreformen fachlich fundiert und verantwortungsvoll mitzugestalten. „Fallzahlvorgaben, Zentralisierung und Qualitätssicherung müssen Behandlungsqualität und Patientensicherheit nachhaltig stärken, ohne die gut erreichbare Versorgung aus dem Blick zu verlieren“, so Werner.
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Das Motto des DCK 2027, „Resilienz – acta non verba“, steht für Werner für mehr als Belastbarkeit. Es beschreibt den Anspruch, Herausforderungen nicht nur zu benennen, sondern ihnen mit konkretem Handeln zu begegnen: Umbrüche bewältigen, Veränderungen aktiv gestalten und gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Inhaltlich wird der Kongress unter anderem technologische Entwicklungen wie Robotik und künstliche Intelligenz, onkologische Chirurgie und Transplantationschirurgie, Krisenmanagement und Katastrophenmedizin sowie Aus- und Weiterbildung und Nachwuchsförderung aufgreifen. Dem Hauptkongress wird erneut der DCK.digital vorgeschaltet. Die Gastnation auf dem DCK 2027 ist Italien.
Professor Dr. Thomas Schmitz-Rixen, Generalsekretär der DGCH, sagt: „Das Kongressmotto ‚Resilienz – acta non verba‘ passt sehr gut zu den aktuellen Herausforderungen der Chirurgie. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Professor Werner die programmatische Entwicklung der DGCH und des DCK 2027 weiter voranzubringen – mit klarer Haltung, fachlicher Expertise und dem Blick auf die Zukunft der Chirurgie.“
Profil:
Professor Dr. med. Jens Werner ist Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie der Ludwig-Maximilians-Universität München am Campus Großhadern und Innenstadt und stellvertretender Direktor des Comprehensive Cancer Center (CCC) der LMU. Ergänzend zu seiner medizinischen Laufbahn schloss er 2007 einen Executive MBA in Health Care Management ab. Zu seinen wissenschaftlichen und klinischen Schwerpunkten zählen die viszeralonkologische Chirurgie, insbesondere die Pankreas-, Leber-, Ösophagus-, Magen- und Rektumchirurgie, sowie die Pankreatologie und die Transplantationsmedizin viszeraler Organe. Werner engagiert sich in zahlreichen chirurgischen Fachgesellschaften. Seit 2020 gehört er dem Geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) an und war 2022/2023 deren Präsident. Seit 2022 ist er im Vorstand der Assoziation Chirurgische Onkologie (ACO) der DGAV, seit 2023 zudem im Vorstand der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft „Robotergestützte Chirurgie und Innovation“ (CA-ROBIN) sowie Leiter der International Study Group of Pancreatic Surgery (ISGPS). Darüber hinaus hat er über 500 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht und ist Editor-in-Chief von „Visceral Medicine“ sowie Mitglied von Editorial Boards mehrerer nationaler und internationaler Fachzeitschriften.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Chirurgie
14.07.2026



