Innovatives Waagen-System ermittelt Kardiometabolisches Risiko

von Meike Lerner

Die Ermittlung des kardiometabolischen Risikos gehört heute zu einer der häufigsten Standarduntersuchungen, die von den Versicherungen vieler europäischer Länder ab einem bestimmten Patientenalter sogar gefordert werden. Bisher war es Sache der Ärzte, die richtige Kennziffer anhand der verschiedenen Parameter „per Hand“ zu errechnen – eine zeitraubende Angelegenheit.

Mit der Analysesoftware seca analytics 105 geschieht die Auswertung für die...
Mit der Analysesoftware seca analytics 105 geschieht die Auswertung für die Bestimmung des kardiometabolischen Risikos per Knopfdruck. Die netzwerkfähige Software vergleicht Untersuchungsdaten mit Normwerten und internationalen Studien. Übermittelt werden die Daten per Funk – von der Messstation zum Computer oder direkt zu einem Drucker.
Mit der Analysesoftware seca analytics 105 geschieht die Auswertung für die...
Mit der Analysesoftware seca analytics 105 geschieht die Auswertung für die Bestimmung des kardiometabolischen Risikos per Knopfdruck. Die netzwerkfähige Software vergleicht Untersuchungsdaten mit Normwerten und internationalen Studien. Übermittelt werden die Daten per Funk – von der Messstation zum Computer oder direkt zu einem Drucker.

seca, Marktführer im Bereich medizinische Waagen, hat mit 360° wireless nun erstmals ein System entwickelt, das die erforderlichen Werte nicht nur misst, sondern sie direkt per Funk an eine Analysesoftware übermittelt. Innerhalb weniger Sekunden wird so automatisch das individuelle Risiko ermittelt und in die Patientenakte eingepflegt.

„Damit haben wir den Wechsel vom Produkt- zum Systemanbieter vollzogen mit dem Ziel, den Wert des Messbaren optimal auszuschöpfen. Künftig werden die gängigsten Waagen serienmäßig und ohne Aufpreis mit einem Funkmodul ausgestattet. Dieses übermittelt die Informationen über einen Funk-USB-Stick am Computer direkt in die Analysesoftware“, so Robert M. Vogel, seca Geschäftsführer. Mit dem Analysemodul „Kardiometabolisches Risiko“, werden hier die persönlichen Untersuchungsdaten wie BMI, Taillenumfang, Lipide, Blutzucker und Blutdruck mit vorhandenen Studiendaten, wie beispielsweise der Framigham-Studie, abgeglichen. Als Ergebnis erhält der Arzt direkt den Status des kardiometabolischen Risikos seines Patienten und damit eine zuverlässige Prognose für eine koronare Herzerkrankung in den kommenden zehn Jahren. Auf welche Studien er dabei zurückgreifen möchte, kann er selbstständig entscheiden.

Robert Vogel: „Für den Arzt, der die Messungen häufig gar nicht selber durchführt, sondern die einzelnen Werte von einer Assistenz erhält, ist dies eine enorme Zeitersparnis. Denn statt die Messergebnisse eigenhändig auszuwerten, dem richtigen Patienten zuzuordnen und in die Patientenakte einzugeben, bekommt er das Ergebnis direkt präsentiert und kann es mit den bereits vorhandenen Einträgen der Patientenakte abgleichen.“
Das Wissen über das jeweilige kardiometabolische Risiko ist jedoch nur die halbe Miete, entscheidend sind die daraus resultierenden Therapieschritte. Und auch hier hilft die Waage, bzw. die Software: Mit Hilfe des „Energiemoduls“ kann genau ermittelt werden, wie viele Kalorien jemand beispielsweise pro Tag zu sich nehmen darf, um eine notwendige Gewichtsreduktion in einem definierten Zeitraum zu erreichen. Dabei errechnet die Software sowohl den Ruhe- als auch den Gesamtenergieverbauch.

Da die Datenübertragung via Funk stattfindet, ist die Technologie absolut „Krankenhaus tauglich“. Die Software verfügt zudem über eine HL7-Schnittstelle, die Patienten- und Untersuchungsdaten mit dem EMR-System austauscht. Eine doppelte Dateneingabe ist also überflüssig. Darüber hinaus können die gewonnen Messwerte auch direkt an einen handlichen Drucker weitergeleitet werden, der das Protokoll dann auswirft.
„Mit der Entwicklung einer solchen Systemlösung inklusive der passenden Software haben wir uns auf Neuland begeben, allerdings war dies auch notwendig. Denn präzise Messdaten allein sorgen nicht für mehr Effizienz im klinischen Alltag. Auch diese – medizinisch sehr relevanten Daten – müssen in die Patientendaten integriert werden und das möglichst nahtlos“, begründet Robert Vogel die Zukunftsfähigkeit der neuen Technologie.

20.08.2010

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